Natürlich kann ich über die Gründe seines Verhalten aufgrund der spärlichen Informationslage nur mutmaßen. Doch meiner Erfahrung nach kann dieses Verhalten aus Frust oder sogar Stress und Angst entstehen. Grundsätzlich beruhigt Zerbeißen und Fressen. Je nachdem was gefressen wird, kann es auch ein Ausgleich für eine Mangelerscheinung sein. Gerade Welpen fressen gerne Kot, Papier, Holz, Steine, Kalk von den Wänden oder auch Erde. Hier kann ihnen oft ein Homöopath gute Tipps geben um diese Störungen zu beheben.
Nun gehört eine Decke natürlich nicht zu einer ausgewogenen Ernährung. Doch warum fressen Hund Teppiche, Decken, Stuhlbeine oder auch Türzargen in unserer Abwesenheit an? Je jünger ein Hund, um so weniger kann er allein sein. Welpen bis ins Junghundalter werden in einem Rudel niemals allein gelassen. Sie würden Ihr Baby ja auch nicht alleine zurück lassen. Doch auch ältere Hunde wollen nicht alleine sein und das aus ganz unterschiedlichen Gründen, wie Verlassensangst oder Kontrollverlust.
Wenn Ihr Hund nur des Nachts seine Decke frisst – was ist dann anders als am Tage? Ist er tagsüber immer in Ihrer Nähe und muss nachts alleine im Flur oder Wohnzimmer schlafen?
Schläft er allein im Flur, ist er seiner Meinung nach für die Sicherheit der Familie verantwortlich – ist er dem überhaupt gewachsen?
Stellen Sie seine Liegefläche doch mit ins Schlafzimmer. Nehmen Sie statt einer Decke ein dickes Hundekissen und legen Sie ihm einen leckeren Kauknochen dazu.
Es gibt viele Möglichkeiten – Patentrezepte in der Hundeerziehung gibt es nicht. Doch wenn wir darüber nachdenken, wie was ein Kind braucht, können wir in vielen Punkten Vergleiche ziehen.
Auch Hunde brauchen Sicherheit, feste Regeln, Liebe und natürlich auch eine gute Ernährung, Spaß und Spiel, Verständnis und ein gutes Vorbild.
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