Ableinen
sollte ich einen Hund erst, wenn er den Grundgehorsam wie „Hier“, „Sitz“, „Bleib“, „Platz“ in unterschiedlichen Situationen kann. Mit einer fünf Meter langen Schleppleine kann das schon im Welpenalter geübt werden. Um die Schleppleine langsam abzubauen, kann man diese, wenn die Übungen alle erfolgreich mit Leine funktionieren, immer um ca. fünf Zentimeter abschneiden. So fühlt sich der Hund immer noch angeleint und zum Ende hängt nur noch der Karabiner Haken am Halsband.
Aggression
ist über lebenswichtig. Oft geht es beim Hund um Ressourcen, die er verteidigen will. Das können Beute, Territorium, eine Hündin oder ein anderer Rüde sein.
Nicht nur Furcht, Frustration, Gehorsam, kalte Berechnung, soziale Exploration („Mal sehen, wie weit ich gehen kann“), Schmerzen, Kälte oder auch Spielverhalten können Auslöser für aggressives Verhalten sein. Durch Früherziehung, schon im Welpenalter, kann die Art der Kommunikation so gefördert werden, dass ein Hund weniger Aggression anwendet. Zeigt er aggressives Verhalten, wird er für kurze Zeit aus der Gruppe
genommen.
Durch artgerechte Beschäftigung kann Frustration abgebaut werden. Sie hindert den Hund sogar, diese überhaupt aufzubauen.
Ob der eigene Mensch, ein anderer Hund, der Zaunpfahl oder das eigene Körbchen: Hier möchte der Hund klar seinen Besitz in Anspruch nehmen.
Anspringen
ist sogar unter Hunden nicht nett gemeint. Springt Ihr Hund an Ihnen hoch und bleibt hochkant stehen, begrüßt Sie dann und versucht an Ihren Mund oder an die Ohren zu kommen, ist es eine eher unterwürfige Begrüßung. Springt er jedoch ständig neu und stößt sich auch richtig ab, dann ist es eher frech gemeint. Er versucht, Sie zu korrigieren und gewissermaßen verteilt Ohrfeigen.
Auslauf
zwei- bis dreimal pro Tag sollte nicht alles sein, was der Hund bekommt. Denn der Hund hat kein Bewegungsbedürfnis, sondern möchte artgerecht beschäftigt sein. Nur im Garten gehalten fühlen sich die meisten Hunde auch nicht wohl. Die Abwechslung macht es. Laufen, springen, suchen, buddeln usw. machen den Auslauf perfekt.
Abschalten
Um einen Hund gut zu sozialisieren, sollte man ihn mit allen möglichen Sinnesreizen vertraut machen. Lassen Sie dem Hund Zeit, sich alles Neue anzuschauen, zu beschnüffeln und als ungefährlich abzuspeichern. Suchen Sie täglich neue Standorte aus, die Ihr Hund noch nicht kennt – z.B. Busbahnhof, Schule, Fahrstuhl, Straßen, die unterschiedlich stark befahren sind. Gehen Sie dabei aber nur in kleinen Schritt vor. So hat der Hund Zeit, sich an alles zu gewöhnen. Legt der Hund sich sogar in diesen Situationen hin oder schläft gar ein, dann hat er das Ziel abzuschalten erreicht. An solchen Orten können Sie sich nun mit Ihrem Hund entspannt bewegen. Der Hund wird zu einem angenehmen Begleiter.
Agility
engl. Wendigkeit oder Flinkheit. Ursprünglich aus England stammend, ist es eine moderne Hundesportart die weltweit etabliert ist und in vielen Hundevereinen angeboten wird. Ziel ist die fehlerfreie Bewältigung eines Parcours in einer vorgegebenen Zeit. Hierbei wird der Hund durch den mitlaufenden, menschlichen Partner angeleitet die Hindernisse in einer vorher festgelegten Reihenfolge zu bewältigen.
Aufreiten
gehört bei Hunden nicht nur in den sexuellen Bereich. Hier geht es auch um Begrenzung der Bewegungsfreiheit des anderen Hundes und wird auch unter Hündinnen und auch gleichgeschlechtlich angewandt. Welpen probieren es auch schon mal an Kissen oder Menschen aus. Das sollte, wenn das Aufreiten zur Gewohnheit wird, unterbunden werden. Innerhalb der Standhitze dient Aufreiten zur Fortpflanzung.
Beißen
Da der Hund keine Hände zum Festhalten hat, bleibt ihm keine andere Möglichkeit, Dinge, die er halten möchte, in seinen Fang zu nehmen. Hierbei wird er unterschiedlich stark zubeißen. Nun gilt das auch im Umgang mit anderen Hunden oder Menschen. Eine Beißhemmung ist nicht angeboren, sondern wird anerzogen. Daher sollte schon im Welpenalter auf das Beißen in Hände, Füße und Beine erzieherisch eingegriffen werden. Auch im Umgang mit anderen Hunden kann eine Spielkultur anerzogen werden, die ohne festes Zu-
beißen und Rüpeln auskommt. In Situationen, die ein ängstlicher Hund nicht durch Flucht lösen kann, könnte die Lösung Angstbeißen sein. Auch zur Verteidigung von wichtigen Resourcen kann ein Hund zubeißen. Je öfter ein Hund über den Einsatz seiner Zähne ans Ziel kommt, um so eher wird er sie auch in anderen Situationen benutzen.
Bellen
Bellen ist eine Lautäußerung des Hundes , die er in unterschiedlichen Situationen einsetzt. Es gibt Spiel-
bellen, Bellen während der Jagd, vor Freude, Aufregung oder auch Angst, um Eindringlinge zu verjagen, oder aber auch um Rudelmitglieder zurück zu ordern. Wer seinen Hund beobachtet, wird einige Unterschiede feststellen und einschätzen können, wie das Bellen gemeint ist.
Belohnung
Ein Hund muss nicht immer über Futter belohnt werden. Ein tolles Spiel ob mit dem Futterbeutel oder einem tollen Spielzeug, wirkliche Freude des Menschen über die Stimme vermittelt oder auch Streicheln kann eine Belohnung für den Hund sein. Finden Sie selber heraus was Ihr Hund toll findet.
Begleithundeprüfung
In Hundevereinen kann man diese Prüfung ablegen. Hierbei geht es um Grundgehorsam, wie Leinenführung, Sitz, Platz, Heranrufen, Anpassung in unterschiedlichen Schrittgeschwindigkeiten, alles auch ohne Leine.Hinzu kommt der sichere Umgang mit Joggern, Radfahrern, sowie anderen Hunden usw.
Beschäftigung
Mit einem Spaziergang allein ist es nicht getan. Hunde wollen beschäftigt werden. Dabei ist das Bedürfnis jedes Hundes anders. Der eine hat Spaß am Ballspiel, der andere möchte lieber seine Nase einsetzen und tolle Dinge suchen. Je nach Alter und Reife sollten die Spiele dem Niveau des Hundes angepasst werden.
Bett
Viele Hunde schlafen mit im Bett. Solange die Beziehung stimmt und Sie oder Ihr Partner darf ohne Knurren dazu, ist dagegen gar nicht so viel einzuwenden. Doch hat ein Hundehalter Probleme in der Hundeerziehung, kann diese privilegierte Position schon zu diesen Problemen beitragen. Es gibt auch ganz bequeme Hundebetten. So kann man vielen Problemen vorbeugen.
Betteln
Augen groß, ein hinreißender Blick von unten nach oben geschaut – und schon ist es um uns geschehen. Wir können nicht widerstehen. Ein Stück Kuchen, eine Scheibe Wurst wechselt den Besitzer. Doch ab jetzt, einmal zum Erfolg gekommen, haben wir einen Hund der super betteln kann und wie bei einem versprochenen Lottogewinn gibt er nicht mehr auf. Seien Sie stark und ignorieren Sie Ihren Hund! Schicken Sie ihn freundlich auf seine Decke! Dort geben Sie ihm ruhig etwas Stabiles zum Kauen, damit er länger beschäftigt ist.
Beute
Hunde sind soziale Beutegreifer. Jedes Spielzeug ist eine Ersatzbeute für den Hund, durch die er lernen kann, Beute zu halten, zu fangen, zu töten, zu zerreißen usw. Also für den Hund etwas Überlebenswichtiges. Im Spiel mit anderen Hunden lernt schon der Welpe, wie er mit lebender Beute umgehen muss. Hinterher jagen, fangen oder stoppen. Es geht also nicht nur um soziales Spiel. Um artgerecht zu leben, sollten Hund die Möglichkeit haben (Ersatz-)Beute zu machen.
Beziehung
Hunde sind Rudeltiere und gehen mit uns Menschen eine rudelähnliche Beziehung ein. Wie diese gestaltet wird liegt an uns. Geht es uns also nur um Gehorsam oder aber ist der Hund Lückenfüller als Kind- oder Partnerersatz? Auch als Schmuckstück, Prügelknabe, Jagdhelfer, Kinderspielzeug, Modepuppe, Bewacher oder Sportgerät ist er zu sehen. Der Hund muss in unserer Gesellschaft für so einiges herhalten. Doch welche Beziehung ist die richtige? Einen zufriedenen Hund haben Sie nur dann, wenn Sie die Bedürfnisse Ihres Hundes befriedigen und ihn artgerecht halten.
Briefträger
Für unsere Hunde oft ein rotes Tuch. Warum?
Jeden Tag kommen sie an unsere Tür, dringen also in das Territorium des Hundes ein und lassen sich erfolgreich durch Bellen und Knurren wieder vertreiben. Der Briefträger kommt selten ins Haus, kommt jedoch fast jeden Tag und geht direkt wieder. Da der Hund jeden Tag wütender wird, keinen direkten Kontakt hat, wartet er auf den Tag, an dem er dem Briefträger Auge in Auge gegenüber steht. Je nach Hund geht es dann zur Sache! Der Briefträger soll nie wieder kommen! Um der Situation Herr zu werden, sollten Sie den Hund aus dem Flur verbannen. Am besten aber lassen Sie ihren Hund schon im Welpenalter Kontakte mit Ihrem Postboten knüpfen. Diese sollten so positiv wie möglich gestaltet werden.
Buddeln
Gehört zu einer ordentlichen Jagd dazu. Nun gefällt es den meisten Menschen nicht, wenn der Hund im eigenen Garten Bombentrichter buddelt. Stellen Sie ihm eine Buddelecke zur Verfügung. Verbuddeln Sie selber Spielzeug oder Futter und lassen Sie ihn diesen Trieb ausleben. Gehen Sie mit ihm in die Natur und machen Sie Buddelspiele. Kann er sein Bedürfnis ausleben, wird er es nicht immer unkontrolliert anwenden. Geben Sie den Startschuss und auch das Ende bekannt, so lässt er sich auch im Garten davon abhalten, wenn er mal nach einer Maus oder einem Maulwurf abtaucht.
INFO: Wenn Sie ein Problem mit Ihrem Hund haben, schreiben Sie uns: Medienhaus Bauer, Stichwort Tier, 45765 Marl, E-Mail: sonderseitenredaktion@medienhaus-bauer.de. Geben Sie auch Ihre Rufnummer an, da wir auch nicht veröffentlichte Anfragen beantworten.


