Tarife für Männer verteuern sich stärker
Betrachtet man nur die Tarife, die tatsächlich erhöht werden, ergibt sich eine Steigerung um 4,4 Prozent. Dabei erhöhen sich Beiträge in den Tarifen für Männer deutlicher als bei Frauen, nämlich um 5,1 Prozent im Vergleich zu 3,6 Prozent. Insgesamt bleiben die Beiträge in fast der Hälfte aller Tarife – bei 45 Prozent - 2012 stabil.
Eine Kehrseite hat die Nachricht: Bei fast doppelt so vielen Tarifen im Vergleich zum Vorjahr werden neben den Prämien auch die Selbstbehalte erhöht. Im Krankheitsfall müssen die Versicherten dann tiefer in die Tasche greifen, weil ihr Eigenanteil an medizinischer Behandlung gestiegen ist. Das sind versteckte Preiserhöhungen, so ein Sprecher von Morgen & Morgen.
Bei der Wahl der richtigen Versicherungspolice ist die Beitragsstabilität ein wichtiger Faktor. Morgen & Morgen hat Tarife auf diesen Aspekt hin untersucht. Bei bestimmten Tarifen für Männer hat die DEVK, die Hanse Merkur, die DKV und die Huk Coburg gut abgeschnitten. Bei Frauen-Tarifen sind es Hanse Merkur, DKV, DEVK, Süddeutsche und Nürnberger.
Eines sollten Versicherte wissen: Ein bestimmter Tarif einer Versicherung mag relativ stabil hinsichtlich der Beiträge sein. Das gilt aber nicht pauschal für alle Tarife eines Unternehmens. Vor allem ältere Tarife, in denen der Versichertenstamm zunehmend älter wird und damit auch mehr Kosten in Anspruch nimmt, können deutlich ansteigen. Auch bei günstigen Einsteigertarifen ziehen die Beiträge in der Regel beträchtlich an. Für Versicherte empfiehlt es sich deshalb, regelmäßig nach neuen Tarifen mit ähnlicher oder sogar verbesserter Leistungsstruktur zu fragen. Möglicherweise bringt ein Wechsel in einen neuen Tarif, in dem auch wieder jüngere und gesündere Versicherte Mitglied sind, eine bessere Beitragsstabilität.
Quelle: biallo & team










