Abendsprechstunde "Der weibliche Beckenboden": Eine tragende Rolle

DATTELN Der Beckenboden ist die Stütze von Gebärmutter, Blase und Darm. Aber er ist anfällig dafür auszuleiern. Gebärmuttersenkungen und Inkontinenz können die unangenehmen Folgen sein.

  • Schwangerschaft und Geburt sind häufige Ursachen für eine Beckenbodensenkung und Inkontinenz. Was man dagegen tun kann, ist unter anderem Thema der Abendsprechstunde. Foto: Jörg Lange


Der weibliche Beckenboden spielt im Leben einer Frau eine recht tragende Rolle. Da er jedoch im Inneren des Körpers versteckt liegt, wird er den Meisten erst bewusst, wenn er nicht mehr so funktioniert, wie er sollte. Dies betrifft leider 30 bis 50 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens. Um den Beckenboden dreht sich nun auch alles bei der nächsten Abendsprechstunde des Medienhauses Bauer am kommenden Montag, 25. März, im Dattelner St. Vincenz-Krankenhaus.

Die zunehmenden Lebensjahre schwächen den Beckenboden. Er leiert aus und verliert an Elastizität. Geburten, Bindegewebsschwächen, Übergewicht, schwere körperliche Arbeiten und viele weitere Einflüsse hinterlassen ihre Spuren. Die Kraft des Blasen- oder Darmverschlusses lässt nach. Blase, Gebärmutter oder Darm verschieben sich in ihrer Position. Man spricht dann von einer „Beckenbodensenkung“.

Im Extremfall kann es dabei sogar zu einem Vorfall der Gebärmutter vor die Scheide kommen. Wie die Warnzeichen aussehen und welche Behandlungsmöglichkeiten den betroffenen Frauen zur Verfügung stehen, berichtet Dr. Dorothee Drüppel, Chefärztin der Gynäkologie des St. Vincenz-Krankenhauses an diesem Abend.
Und die ebenfalls anwesenden Physiotherapeuten des Krankenhauses informieren darüber, wie Frauen all dem vorbeugen können, damit ihr Beckenboden sie weiter gut durchs Leben trägt.

Schwangerschaft und Geburt werden bei der Entwicklung von Beckenbodenfunktionsstörungen in Form von Harn- oder Analinkontinenz sowie bei der Ausbildung einer Senkung der Genitalorgane entscheidende Rollen zugeschrieben. Dabei scheint insbesondere die vaginale Entbindung ein wesentlicher Risikofaktor für Beckenbodenveränderungen zu sein und die Ausbildung von Inkontinenz und Senkung zu begünstigen. Dem gegenüber bietet der Kaiserschnitt zwar einen gewissen, aber keinen vollständigen Schutz, sodass die Schwangerschaft an sich für Beckenbodenveränderungen verantwortlich gemacht wird.

Dr. Ralf Schulze, Chefarzt der Geburtshilfe, gibt bei der Abendsprechstunde eine Übersicht über das Thema Geburt und Beckenboden sowie über Wechselwirkungen, Risikofaktoren und mögliche vorbeugende Maßnahmen für die Entwicklung einer Inkontinenzform oder einer Senkung nach der Schwangerschaft. Außerdem werden die Dattelner Hebammen an einem Infostand darüber informieren.

Ein Tabuthema ist nach wie vor die weibliche Inkontinenz. Gleichwohl sind Millionen Frauen betroffen. Bei der Abendsprechstunde möchte Martin Dreyer, leitender Oberarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des St. Vincenz-Krankenhauses, den Besucherinnen die Angst nehmen, darüber zu sprechen.
Er wird darüber informieren, wie eine genaue Diagnose gestellt wird und welche Untersuchungen sinnvoll sind. Auch auf die konservativen und vor allem die operativen Möglichkeiten, die Inkontinenz zu behandeln, wird er ausführlich eingehen. Und schließlich wird er auch schildern, wie Defekte des Beckenbodens operativ behoben werden können. Denn Beckenbodendefekt und Inkontinenz sind häufig, aber nicht zwingend, eng miteinander verbunden.

Im Anschluss an die Vorträge stehen die Mediziner den Besucherinnen der Abendsprechstunde wie immer zur Beantwortung persönlicher Fragen zur Verfügung.
Welche Hilfsmittel für den alltäglichen Umgang mit Beckenbodenschwäche und Inkontinenz es gibt, darüber informiert außerdem das Sanitätshaus Lückenotto an einem Infostand.

 
 Die Abendsprechstunde „Der weibliche Beckenboden“ findet statt am Montag, 25. März, um 18.30 Uhr im Untergeschoss (Schulungsräume I u. II) des St. Vincenz-Krankenhauses, Rottstraße 11, 45711 Datteln.
Der Eintritt ist frei.


 

 



Die Gynäkologie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Dattelner St. Vincenz-Krankenhauses wird geleitet von Chefärztin  Dr. Dorothee Drüppel.
Sekretariat: Vivien Pauly, Tel: 0 23 63 / 108-21 41
E-Mail: sekretariat-gynaekologie@vincenz-datteln.deSprechstunden:
Ein ambulanter Erstkontakt ist mit einer Überweisung vom Frauenarzt möglich. In Ergänzung zu den Sprechstunden der niedergelassenen Gynäkologen gibt es verschiedene Spezialsprechstunden in der Ambulanz .
Brustsprechstunde Tel.:  0 23 63 / 108-21 42
Dysplasie-Sprechstunde Tel.: 0 23 63 / 108- 21 46
Sprechstunde für Harninkontinenz und Senkungsbeschwerden: Tel.: 0 23 63  / 108- 21 46
Zweitmeinung Tel.: 0 23 63 / 108- 21 46
Privatsprechstunde Tel.:  0 23 63 / 108- 21 41
Sprechstunde für Komplementärmedizin Tel.:0 23 63 / 108- 21 46
Die Geburtshilfe der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Dattelner St. Vincenz-Krankenhauses wird geleitet von Chefarzt Dr. Ralf Schulze.
Sekretariat: Birgitta Heel / Raina Rodegro Tel.: 0 23 63 / 108-2151
E-Mail: sekretariat-geburtshilfe@vincenz-datteln.de
Geburtshilfliche Ambulanz Tel: 0 23 63 / 108-21 51
Hebammenteam: Tel.: 0 23 63 / 108-21 72
E-Mail: hebammen@vincenz-datteln.deSt. Vincenz-Krankenhaus , Rottstraße 11, 45711 Datteln
Tel.: 0 23 63 / 108-0,  E-Mail: info@)vincenz-datteln.de
 www.vincenz-datteln.de


AUTOR
Heidi Meier
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    21. März 2019, 14:19 Uhr
    Aktualisiert:
    21. März 2019, 14:34 Uhr