Ab wann der Handyvertrag zu teuer ist

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Die heutigen Smartphones sind so stark wie die PCs vor 15 Jahren - und sie werden noch stärker. Aber nicht nur im Bereich der Leistung ist ein Wachstum vorprogrammiert: 54 Millionen Deutsche nutzen derzeit ein Smartphone und folgt man der Prognose des Branchenverbands BITKOM, so werden es Jahr für Jahr mehr. Folgt man hingegen dem Ergebnis des Statistischen Bundesamts, so hat jetzt schon jeder Deutsche mehr als einen Handyvertrag: nämlich 1,17. Doch viele Deutsche zahlen zu viel Geld - vor allem auch dann, wenn sie den Vertrag vor drei oder mehr Jahren abgeschlossen haben.
 
Jeder dritte Deutsche zahlt zu viel
 
Vor Jahren war eine Flatrate, die bei um die 70 Euro/Monat lag, durchaus im Bereich „günstig“ einzuordnen. Heute ist ein derartiger Preis, vor allem bei genauerer Betrachtung des Angebots, einfach zu teuer. Wirft man einen Blick auf die aktuellen Angebote, so gibt es gute Verträge schon ab 30 Euro/Monat - somit kann man um die 500 Euro/Jahr sparen. Problematisch ist der Umstand, dass es noch viele Deutsche gibt, die einen alten Vertrag haben. Folgt man der Einschätzung der Bundesnetzagentur, so ist jeder Dritte der über 131 Millionen Mobilfunkverträge schon vor mehr als drei Jahren abgeschlossen worden und somit viel zu teuer.
 
Postpaid oder Prepaid?
 
In den letzten Jahren haben sich bei den Handyverträgen zwei Grundformen in den Mittelpunkt gespielt - einerseits geht es um Prepaid, andererseits um Postpaid. Bei Prepaid lädt der Nutzer auf dem Vertragskonto sein Guthaben auf, das in weiterer Folge genutzt werden kann. Ist das Guthaben dann verbraucht, so können die kostenpflichtigen Leistungen nicht mehr in Anspruch genommen werden. Beim Postpaid-Vertrag gilt das umgekehrte Prinzip: Der Mobilfunkanbieter geht in Vorleistung für Telefonie und Datennutzung und rechnet die angefallene Summe am Monatsende ab. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. So ist der Prepaid-Tarif ideal, wenn man das Risiko der Verschuldung so gering wie möglich halten möchte - Postpaid-Tarife sind hingegen empfehlenswert, wenn man nicht ständig den Stand des Guthabens kontrollieren möchte, zudem auch auf der Suche nach einem hochwertigen Gerät ist, das zu einem günstigeren Preis über den Anbieter des Postpaid-Vertrags angeboten wird.
Aber auch die Discout-Verträge werden immer beliebter - wohl auch deshalb, weil sich dahinter vor allem die großen Provider befinden. Geht es um die Flatrate, so können die Discount-Verträge durchaus mit den teureren Durchschnittsverträgen mithalten - gravierende Unterschiede gibt es hingegen beim Datenverkehr oder auch bei Roaming. Nur selten werden beim Discount-Vertrag attraktive Datenpakte zur Verfügung gestellt; ist das Volumen dann verbraucht, kann sich der Nutzer für eine teure Nachbuchung entscheiden oder surft mit einer gedrosselten Geschwindigkeit weiter.
 
Vergleich durchführen
 
Wer auf der Suche nach einem neuen Handyvertrag ist, der sollte im Vorfeld einen Vergleich durchführen und dabei folgende Gebührenposten im Auge behalten: Höhe der Einrichtungs- und/oder Anschlussgebühr, Preis des angebotenen Smartphones und die Höhe der Nutzungsentgelte für Telefonie, Textnachrichten und auch für den Datenverkehr. Natürlich geht es auch um die Frage, zu welchem Datum man den bestehen Handyvertrag kündigen kann, sodass nicht für zwei Verträge gleichzeitig gezahlt werden muss.
 
Alte Verträge überprüfen und gegebenenfalls kündigen

Wer heutzutage ein Smartphone besitzt, der sollte keinen Vertrag nutzen, der vor mehr als drei Jahren abgeschlossen wurde. Jene Angebote, die damals zur Verfügung gestellt wurden, sind mit den heutigen Möglichkeiten nicht mehr zu vergleichen. Bevor jedoch ein neuer Vertrag unterfertigt wird, sollte man im Vorfeld einen Vergleich durchführen.
 


ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    5. September 2018, 14:49 Uhr
    Aktualisiert:
    5. September 2018, 14:52 Uhr