Die Vorteile des Singlelebens

Für die einen ist der Gedanke an Ehefrau, Kinder und das eigene Haus das größte Glück – die anderen wollen ihr Haus lieber allein bewohnen und sind überzeugte Singles. Das ist zwar gesellschaftlich noch verpönt, kommt aber immer öfter vor. Wir werfen einen Blick auf die Vorteile.

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In den letzten Jahren steigt die Zahl der Single-Haushalte in Nordrhein-Westfalen immer weiter an – besonders großen Zuwachs gab es bei den allein lebenden Männern. Die Gründe dafür sind ganz verschieden. Einerseits scheitern immer mehr Beziehungen und auch Ehen (jeder 3. Single hat eine Scheidung hinter sich), andererseits erfordert auch die Arbeit eine immer größere Flexibilität, die sich nicht unbedingt mit einer festen Beziehung vereinbaren lässt. Und so schön das Leben zu zweit auch sein mag, sich selbst zu verwirklichen ist ein Wunsch, der bei immer mehr Menschen in den Fokus gerät. Natürlich, wir leben in einer Zeit des Individualismus, und die Menschen sind immer weniger bereit, sich für einen anderen zu ändern oder ihre eigenen Interessen zurückzustellen. Das ist einerseits traurig, bringt andererseits aber auch viele Vorteile mit sich – und nichts ist schlimmer, als gemeinsam allein in einer längst toten Beziehung zu verweilen.
 
Endlich allein – warum eine Trennung eine große Erleichterung sein kann
 
Seien wir ehrlich, eine Menge Pärchen hinterlassen einen traurigen Eindruck, wenn man sie gemeinsam beim Einkaufen oder einer anderen Gelegenheit erlebt. Die angespannte Atmosphäre, die die beiden umgibt, ist deutlich spürbar, wenn sie das Wort aneinander richten, wird eher gezischt und gemeckert als freundlich gesprochen. Viele von uns kennen diese Phase kurz vor der Trennung – oder kurz vor einem langen dauernden Ausharren, das höchstens durch den Besuch bei einem Therapeuten noch etwas gelindert werden kann. Wie wunderbar ist es dann, wenn es endlich zu einer Trennung kommt! Natürlich, diese bedeutet eine erneute emotionale Anspannung, die schwer zu ertragen ist, doch wenn man es einmal geschafft hat, dann ist der Weg in ein entspanntes Leben frei. Kein Streit, keine Szenen, keine Eifersucht, keine Gängelei – wer sich einmal überlegt, wie viele Stunden man mit nervigen Konflikten vergeuden kann, wird sich über den Zuwachs an Zeit freuen.
 
Es ist einfach schwer, eine Beziehung zu führen, wenn beide Partner am liebsten sich selbst verwirklichen wollen. Und eine enge Bindung kann sehr einschränkend sein – das tolle Jobangebot im Ausland annehmen, auch wenn die Liebste dort nicht hin will oder kann? Kinder bekommen, nur weil bei der Partnerin die biologische Uhr tickt? In einer monogamen Beziehung leben, obwohl die sexuellen Bedürfnisse gar nicht befriedigt werden?
 
Auch als Mann kann man sich heute allein versorgen
 
Die Generation unserer Großväter, teilweise auch noch unserer Väter war ohne Frau tatsächlich etwas hilflos – doch diese Zeiten haben sich geändert. Es gibt nicht nur tolle Waschmaschinen, die jeder bedienen kann, sondern auch Waschsalons oder Reinigungen, die sich um die Wäsche kümmern. Wenn man(n) sehr wenig Zeit hat, weil man endlich seine Karriere vorantreiben kann, ist auch eine Bügelfrau eine tolle Alternative. Kochen muss man heute nicht mehr können (kann man aber lernen, wenn man möchte), dafür gibt es ausreichen Fertiggerichte sowie Imbisse, Cafés und Restaurants. Und niemand muss allein zu einer schönen Abendveranstaltung gehen, denn es gibt mehrere Möglichkeiten, an eine charmante und attraktive Begleiterin zu kommen. Eine Escortdame macht jeden Abend zu etwas Besonderem, denn sie bietet neben intelligenten Gesprächen und dem Interesse an kulturellen Veranstaltungen auch einen angenehmen, persönlichen Kontakt.
 
Auf diese Weise lassen sich alle Annehmlichkeiten miteinander verbinden: die Freiheit, sich beruflich voll einzusetzen und seine Freizeit nach seinem Belieben zu gestalten und eine hübsche, weibliche Begleitung, wenn man zu einem schicken Dinner gehen möchte oder eine besondere Veranstaltung besucht. Auch die regelmäßigen Treffen mit Freunden werden nun nicht mehr kritisch beäugt, sondern können in aller Freiheit zelebriert werden.
 
Keine Streitereien um die Kinder
 
Die Kinder sind zwischen vielen Ex-Partnern ein Druckmittel gewesen, ein Umstand, der sich zum Glück geändert hat. Zwar ist die Zahl der Scheidungen von mehr als 50% im Jahr 2005 auf knapp 40% 2016 gesunken, dennoch gibt es immer noch zahlreiche Scheidungskinder, denen die Trennung ihrer Eltern natürlich immer zu schaffen macht. Das muss jedoch nicht sein – wenn die Eltern es schaffen, miteinander einen angemessenen Umgang zu haben. Zur Not helfen dabei Mitarbeiter des Jugendamtes oder von Beratungsstellen, die aufgebauschte Wogen glätten und das Interesse der Kinder in den Vordergrund stellen. Heute muss sich kein Vater mehr damit abfinden, dass er aus dem Leben seiner Kinder heraus gedrängt wird, sondern er kann und soll sie regelmäßig sehen und auch Teil ihres Lebens sein.
Es sollte natürlich selbstverständlich sein, dass die Unterhaltszahlungen pünktlich eingehen und man als Vater auch die verabredeten Besuchszeiten einhält.
 
Für immer Single?
 
Irgendwann wird es vielleicht zu langweilig, am Meer zu zelten und man wünscht sich wieder eine Frau an der Seite, die darauf besteht, in die Berge zu fahren. Wenn man das Singleleben und seine Vorzüge eine Weile genießen konnte, ist vielleicht an der Zeit, die Augen nach einer neuen Partnerin offen zu halten. In jedem Fall ist man dann reifer und weiß besser, was man in einer Beziehung will – und was man nicht will. Und mit der richtigen Frau an seiner Seite wird man(n) vielleicht doch noch vom Beziehungsmuffel zum Familienmenschen.
 



ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    9. August 2018, 09:56 Uhr
    Aktualisiert:
    9. August 2018, 10:06 Uhr