Generation Y: Der Weg zum persönlichen Karriereglück

Flexibilität, Freunde, Familie und Fernstudium statt eindimensionaler Karriereleiter: Immer mehr junge Menschen interessieren sich für eine akademische Weiterbildung parallel zum Erwerbsarbeit.

Laut einer aktuellen Onlinebefragung der Internationen Hochschule Bad Homburg mit mehr als 1000 Befragten ist ein Fernstudium eine starke zeitliche und geistige Belastung, die sich aber für 96% der Befragten gelohnt hat. Aber was hat das mit der Generation Y zu tun? Es harmoniert mit der generellen Einstellung der sogenannten Generation warum (Y = why, engl. hinterfragen), welche die Geburtsjahrgänge 1977-1998 umfasst. Selbst gewählte Herausforderungen, in denen sie einen Sinn sehen, nehmen die zur Zeit 16- bis 38-jährigen gern an.

Die neuen Medien ermöglichten den aktuellen Trend zum Workaholic und Studenten, da dank ihnen der Kontakt der Lernenden eines Studiengangs erheblich leichter ist und sich viele Lerninhalte multimedial verständlicher erklären lassen. Das Angebot an digitalen Lernmedien habe ihre Studienwahl beeinflusst, so 92% der Teilnehmenden der Trendstudie 2014 von der IUBH Fernuniversität. Die Angehörigen der Generation Y sind mit Computern, Filmen und mobiler Kommunikation aufgewachsen und daher zumeist intuitiv in der Lage, diese Elemente zum effizienteren Lernen zu nutzen. Sie sind die sogenannten ``digital natives‘‘.

Neben den beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten sehen die jungen Menschen der Generation Y in ihrem Leben auch die Chance auf persönliche Weiterentwicklung. Schließlich soll der Beruf nicht mehr nur eine lästige Pflicht sein, die Geld einbringt, sondern vielmehr ein Faktor des persönlichen Glücks sein. Es geht um das Wohlfühlen im Job, sodass ohne großen Druck effizient durch den Führungsstil des Vorgesetzten gearbeitet werden kann und der Arbeitgeber Voraussetzungen schafft, so dass der Arbeitnehmer mit Freude und Engagement seinen Tätigkeiten nachgeht. Neue interessante Aufgabenbereiche und sinnvolle Arbeitstätigkeiten werden häufig durch die im Studium erworbenen Qualifikationen möglich.

Wer gebildet ist und die Vorzüge eines erfüllten Soziallebens und einer guten Arbeitsstelle zu schätzen gelernt hat, möchte heutzutage oft beides nicht für ein Vollzeitstudium aufgeben. Ein flexibles Fernstudium lockt die Generation Y mit der harmonischen Verknüpfung ihrer Lebensbereiche. Allerdings sind eine gewisse Disziplin und ein sinnvolles Zeitmanagement wichtig, um das Fernstudium mit Erfolg abzuschließen. Wer berufsbegleitend studiert, lernt überwiegend an Wochenenden, Urlaubstagen und während der Abendstunden. Die damit verbundene Konkurrenz der Bildungsmaßnahme mit Ruhezeiten und Zeiten für soziale Kontakte können Menschen der Generation Y leichter managen als viele ältere Menschen, da sie ihrem Lebensstil entgegenkommt. Es handelt sich um eine äußerst optimistische Generation auf der Suche nach dem persönlichen Glück.




ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    17. November 2014, 17:52 Uhr
    Aktualisiert:
    17. November 2014, 17:54 Uhr