Griechenland – ein Hauch von Luxus im Urlaub

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Luxus-Urlaub ist nicht immer gleichbedeutend mit hohen Kosten. Manchmal ist es ein großer Luxus von Menschen umgeben zu sein, die sehr aufmerksam sind und die Kunst der Gastfreundschaft perfekt beherrschen. In den 60er-Jahren war Griechenland der Inbegriff von luxuriösen und glanzvollen Ferien, Dank Berühmtheiten wie Aristoteles Onassis oder Maria Callas. Griechenland steht auch heute noch für unvergessliche Ferien. Zu den erstklassigen Ferienzielen gehören die Inseln Mykonos, Kreta, Rhodos, Korfu und Chalkidiki. Auf dem Festland stehen Athen und Thessaloniki ganz oben auf der Beliebtheitsskala.
 

Griechenland in Zahlen und Daten

Griechenland liegt an der Ägäis, einem Nebenarm des Mittelmeeres. Es besteht aus Festland und mehr als 3000 Inseln. Allerdings sind nur 87 dieser Inseln bewohnt. Das antike Griechenland ist heute noch zu sehen, beispielsweise erinnert die Akropolis an diese Zeit. Griechenland hat etwa zehn Millionen Einwohner (Stand: 2016). In der Hauptstadt Athen leben circa 665.000 davon.
Die griechischen Touristenorte sind leicht erreichbar. Auf dem Festland und den großen Inseln gibt es zahlreiche Flughäfen. Als deutscher Staatsangehöriger sind weder Visum noch Reisepass für die Einreise notwendig, es genügt der gültige Personalausweis.
Das warme Mittelmeerklima lockt vor allem im Sommer viele Touristen auf die Inseln. Dort sind die Temperaturen von 40 °C im Hochsommer in den Monaten Juli und August gut auszuhalten. Strandurlaub ist in Griechenland auch in der Nebensaison möglich. In Mai, September und Oktober herrschen immer noch Temperaturen von 20–25 °C vor, das Wasser ist angenehm.
Die Wirtschaft in Griechenland erholt sich langsam von der schweren Krise. Für die erste Jahreshälfte 2017 ist ein leichtes Wachstum zu verzeichnen. Hauptwachstumsmotor in der griechischen Wirtschaft ist die Tourismusbranche. Das ist auch daran zu erkennen, dass die Arbeitslosenzahlen stark zurückgegangen sind.
 

Die griechischen Inseln – Kreta, Mykonos, Naxos

Kreta ist die größte griechische Insel. Traumhafte Strände, sonnenverwöhnte Küste, türkisblaues Meer und ein beeindruckendes Landschaftsbild mit Gebirgen und fruchtbaren Hochebenen locken die Besucher an. Das Flair auf der Insel ist unbeschreiblich, bestimmt von malerischen Dörfern, Städten und historischen Sehenswürdigkeiten. Rekordverdächtige 300 Sonnentage hat Kreta im Jahr zu verzeichnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Regentage in den ersehnten Urlaub fallen, ist hier sehr gering.
Mykonos entspricht genau dem Bild, das überall von Griechenland gezeichnet wird: weiße Häuser mit intensiv blauen Fenstern und Türen, schmale Gassen, reich mit Blumen geschmückte Balkone und natürlich kristallklares Meer. Am Hafen laden die mit Weinranken überdachten Tavernen zu köstlichem griechischem Wein ein.
Naxos ist die richtige Insel für alle, die geschichtsträchtige Ruinen und eine bewegte Vergangenheit erforschen wollen, beispielsweise in der Burganlage von Naxos oder dem mächtigen Tor Opisthodomos in der unvollendeten Tempelanlage zu Ehren des Gottes Dionysos.
 

Das Festland – Athen, Thessaloniki

Das griechische Festland ist nicht ganz so beliebt, wie die griechischen Inseln. Die beiden größten Städte des Landes, Athen und Thessaloniki, liegen auf dem Festland und warten mit beeindruckend schönen Sehenswürdigkeiten auf die Besucher.
 

Athen

Das bekannteste Bauwerk Griechenlands befindet sich in Athen: die Akropolis mit dem Parthenon-Tempel. In diesem Tempel verehrten die Menschen im antiken Griechenland die Göttin Athene. Im Archäologischen Nationalmuseum, das sich im Zentrum Athens befindet, sind viele Relikte der Antike ausgestellt. Exponate erinnern an die Minoische Kultur, beispielsweise die Goldmaske von Agamemnon. Zum höchsten Punkt der Stadt, dem Stadtberg Lykabettus mit 277 Metern Höhe, ist der Aufstieg zu Fuß ziemlich anstrengend. Der Ausblick entschädigt jedoch für die Strapazen. Das Herz der Stadt ist der Syntagma-Platz, auf dem das ganze Jahr verschiedene Veranstaltungen stattfinden, wie beispielsweise der Weihnachtsmarkt. Abseits von Lärm und Hektik ein wenig außerhalb von Athen steht der Tempel des Poseidons. Piräus gehört nicht direkt zu Athen, liegt aber sehr nahe und ist ein wichtiger Hafen.
 

Thessaloniki

Thessaloniki ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Das Wahrzeichen, der Weiße Turm, steht an der Uferpromenade und war einst Teil der Stadtbefestigung. Es ist nicht ganz klar, ob die Venezianer oder die Türken den Turm einst errichtet haben. Jedenfalls diente er in der osmanischen Zeit als Gefängnis. Die Stadtmauer ist noch sehr gut erhalten, sie diente dem Schutz vor türkischen Eindringlingen. Der Galerius-Bogen geht zurück auf den römischen Kaiser Galerius, der sich einen Triumphbogen errichten ließ. Die Rotunda war ursprünglich als Mausoleum für diesen Kaiser errichtet, heute ist sie ein Museum. Viele kleine Kirchen befinden sich in Thessaloniki, in der typischen Bauform der Kreuzkuppelkirche. Die Hauptkirche der Stadt liegt in der Nähe der Innenstadt, die Kirche des heiligen Demetrios. Hier ist die Krypta der interessanteste Teil, der frei zu besichtigen ist.
 

Pilion

Pilion ist ein Geheimtipp. Die Stadt liegt auf halbem Weg zwischen Athen und Thessaloniki. Die Landschaft ist geprägt von dicht bewachsenen Wäldern und felsigen Buchten, für Wanderer ein wahres Paradies. Der Strand Papa Nero und der Badeort Agria sind ideal für einen Aufenthalt am Meer. In den Dörfern Kala Nera und Afissos gibt es Einblick in die lokale Kultur. In Trikeri, ebenfalls ein kleines Dorf, stehen weiß gestrichene Herrenhäuser, meist dreigeschossig, die sogenannten Archontika. Aristokraten haben diese Häuser im 18. und 19. Jahrhundert errichtet. Einige davon dienen heute als Privathotels. Die griechischen Dörfer haben alle eine Platia, einen zentralen Marktplatz. Dort findet das gesellschaftliche Leben statt.
 

Die sprichwörtliche griechische Gastfreundschaft

Wahrer Luxus in Griechenland ist die „Philoxenía“, die Großzügigkeit und Freundlichkeit der Griechen. Ihre Wurzeln liegen in der griechischen Mythologie und den Legenden über die Götter. Fremde willkommen zu heißen ist Teil der griechischen Kultur. Fremde auf Zeit in der eigenen Familie aufzunehmen, das ist Gastfreundschaft auf Griechisch. Die Griechen haben ein sehr ausgeprägtes Familienleben, mit gemeinsamen Mahlzeiten. Gespräche mit der Familie und Gästen sind ein wichtiger Teil davon. In Deutschland ist es fast unvorstellbar, einen Fremden, einen Touristen zum Essen zur Familie zu holen. In Griechenland kann das schon mal passieren. Selbst wenn es zu Verständigungsschwierigkeiten kommt, finden die Griechen einen Weg, mit ihren Gästen zu kommunizieren. Für diese Gastfreundschaft verlangen die Menschen kein Geld. Es ist Gastfreundschaft, die von Herzen kommt. Manche sagen, sie ist angeboren.
 




ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    31. August 2017, 15:49 Uhr
    Aktualisiert:
    9. März 2018, 03:34 Uhr