Chris in Australien: „Es gibt hier sogar Aldi!“

Teil 2 Here we are, Australia! Endlich angekommen! Nach mehr als 20 Stunden Flug bin ich mit einer Reisegruppe größtenteils unbeschadet in Sydney angekommen.

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  • Australien Chris Riedel

    Wow, Wolkenkratzer! Chris ist an seinem ersten Tag in Sydney direkt begeistert. Foto: Privat

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    Sydney empfängt unseren Jugendredakteur Chris aus Herten und präsentiert sich mit dem tollen Strand von seiner schönsten Seite. Foto: Privat

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    Keinen Schritt weiter, Chris – und: Zieh bitte Dein Neuseeland-Shirt aus, jetzt bist Du in Australien angekommen! Foto: Chris Riedel

Bereits am frühen Morgen haben wir die größte Metropole Australiens erreicht. Meine aktuelle Reisegruppe besteht aus zehn Leuten, die für „Down Under“ den weiten Weg aus allen Ecken Deutschlands auf sich genommen haben. Nach einem solch langen Flug ist man selbstverständlich ein bisschen geschlaucht und müde, doch Schlafen ist zum jetzigen Zeitpunkt ein fataler Fehler. Stichwort Jetlag – wir müssen uns, so schnell es geht, an die Zeitumstellung gewöhnen. Das bedeutet wach bleiben, bis der Abend kommt.

Es gibt nichts Besseres, als sich die Zeit mit Sightseeing zu vertreiben. Somit gehe ich mit meinen Reisegefährten zum berühmten Sydney Opera House und zur Harbour Bridge. Das Wetter ist fantastisch. Keine Wolke ist am Himmel zu sehen und es wird langsam warm. Meine ersten Gedanken: Diese Stadt ist einfach riesig. Wolkenkratzer ragen in den Himmel, daneben liegt ein Park mit üppiger Grünfläche, in dem sich die Einheimischen sonnen.

Alles fühlt sich unwirklich an

Aktuell ist es für mich noch so unreal, dass ich tatsächlich hier bin – und ich meine Familie und Freunde ein ganzes Jahr nicht sehen werde. Andererseits fühlt es sich gar nicht so weit weg an. Wenn man mal davon absieht, dass Deutschland und Australien knapp 15.000 km trennt.

Viele Leute fragen mich immer wieder, wie das Essen in Australien ist, oder wie die Menschen so drauf sind. Aber wir müssen uns eins klar machen: Trotz der großen Entfernung befinden wir uns immer noch in einem westlich geprägten Land. Es gibt natürlich Unterschiede zu Deutschland, aber diese sind bei Weitem nicht so groß, wie man sie sich vorstellt. Man kann hier genauso im Supermarkt einkaufen gehen und kochen, wie man es auch in Deutschland tut. Und völlig verrückt: Es gibt hier sogar Aldi.

Vielleicht fragt Ihr Euch jetzt, wie es für mich weitergeht. Bevor ich Sydney verlasse – so ist mein Plan–, möchte ich mir ein Auto zulegen, damit ich mobiler bin. Für ein ganzes Jahr lohnt sich das auch. Viele argumentieren zwar, dass ein Auto im Vergleich zu dem öffentlichen Transportmittel Greyhound Bus sehr teuer ist, aber man muss auch bedenken, dass der Greyhound Bus mich nicht zur Arbeit oder zum Einkaufen fährt.

Daher habe ich mich für das Auto entschieden. Der Vorteil ist, dass man ein Auto sehr gut von anderen Backpackern – mit vollem Camping-Equipment – kaufen kann. Ich möchte trotzdem nicht allzu lange in Sydney verweilen und so schnell wie möglich das „wahre Australien“ kennenlernen. Raus aus der Großstadt und rein in die Wildnis! Ob alles so klappt, wie ich es mir vorstelle? Keine Ahnung. Wir werden es sehen.
Chris Riedel (24, Herten) kennen vielleicht noch einige von früher. Vor zwei Jahren berichtete er bei uns von seinem viermonatigen Aufenthalt in Neuseeland. Nun geht’s länger am Stück weg: Ein Jahr will Chris als Work-and-Traveller durch Australien reisen. Bei Scenario erzählt er jetzt also von seinen Erlebnissen auf dem roten Kontinent.