Festival-Stimmung: Das Wir-Gefühl geht zelten

Freizeit Ich gehe total gerne auf Festivals und jetzt freue ich mich, dass die Festivalzeit mit dem Sommer so richtig in Fahrt kommt. Die Stimmung, die Atmosphäre finde ich ganz toll. Schon das Campen macht Spaß. Hauptsächlich gehe ich natürlich wegen der Musik zu solchen Veranstaltungen, aber auch die gemeinsame Zeit mit Freunden genieße ich. Eine Gruppe um die zehn Personen, das ist für mich die normale Größe. Man freundet sich mit den Nachbarn an und macht ab und zu mal was zusammen.

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    Für einen kurzen Moment ist in der Zeltstadt Ruhe eingekehrt. Die Festival-Besucher erholen sich, jeder für sich, um gleich gemeinsam wieder abzufeiern. Foto: Obs/Flickr/Körschgen/Southside (CosmosDirekt)

Bis man sich sonntags oder montags wieder verabschiedet. Nach dem Festival erzählt man noch lange von den witzigen Geschichten, die dort entstanden, und lacht in der Clique darüber. Vergangenes Jahr haben eine Freundin und ich mal ein Experiment gewagt: Wir sind nicht mit vielen Leuten zum Festival gefahren, sondern nur zu zweit. Mitte August war es so weit: Zwei Mädels, ein vollgepacktes Auto, 330 Kilometer und fünf Tage Festival lagen vor uns.

Da wir bereits vor Öffnung der Campingplätze da waren, lernten wir bereits auf dem Parkplatz jede Menge Leute kennen. Und zwar so viele und so nette, dass wir erst Stunden nach Öffnung der Campingplätze unsere Zelte in die Hand nahmen und uns ein Plätzchen suchten. Wir hatten leider aufgrund von Platzmangel im Auto keinen Pavillon dabei, darum suchten wir sympathische Leute, die bereit waren, ihren mit uns zu teilen.
So trafen wir auf zwei Jungs aus dem Schwarzwald mit gelbem Pavillon, der den Vorteil der Einzigartigkeit hatte, weswegen man ihn immer leicht finden konnte. Die beiden waren ja auch nur zu zweit, und so waren wir zusammen vier Leute. Na, das darf sich doch schon Gruppe nennen!

Leute, die man auf Festivals kennenlernt, sind die besten

Doch es wurde noch besser. Wie? Na, durch super Nachbarn! Sieben Leute waren die, wir vier, also im Endeffekt elf. Denn sie wurden im Laufe des Wochenendes mehr als Nachbarn: Der Pavillon wurde verschoben, sodass er näher bei ihnen stand und wir saßen immer alle zusammen darunter. Jeder verstand sich mit jedem, es war nach einer Eingewöhnung nichts mehr davon zu merken, dass wir uns noch nicht lange kannten und eigentlich aus drei „Gruppen“ bestanden. Wir campten nicht nur zusammen und machten den üblichen Zeltplatzkram zusammen, sondern gingen auch zusammen zum Festivalgelände, um uns die Bands anzusehen. Denn wir hatten den großen Vorteil, den gleichen Musikgeschmack zu haben. Dieses Festival-Wochenende hat meiner Freundin und mir also mal wieder gezeigt: Leute, die man auf Festivals kennenlernt, sind die besten, man macht immer nette Bekanntschaften und wer danach nicht neue Handykontakte und Facebook-Freunde hat, macht etwas falsch. Außerdem bewies uns dieses Festival, was wir vorher schon gedacht hatten: Auch zu zweit wird es nicht langweilig und man kann sich schnell und leicht in andere Gruppen integrieren oder neue bilden.

 


AUTOR
Lara Teschers
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    1. Juni 2016, 15:30 Uhr
    Aktualisiert:
    19. Oktober 2016, 03:34 Uhr
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