Hannah ist zurück: Das Jahr ging so schnell vorbei

Letzter Teil: Costa Rica Vielleicht haben mich einige schon getroffen. Seit einigen Wochen bin ich wieder zurück in Marl. Wow, unglaublich, wie schnell ein Jahr vorbeigegangen ist.

  • Costa Rica

    Dieser Ort in Costa Rica liegt ca. 9000 km von Marl entfernt – und wird Hannah sicher sehr fehlen. Foto: Hannah Köhn

Grundsätzlich hat sich kaum etwas verändert hier. Die Baustelle bei uns ist fertiggestellt und ein paar Räume in meinem Haus wurden getauscht, aber dennoch kommt es mir so vor, als wäre ich eigentlich nie weg gewesen. Auch wenn Costa Rica auf einem anderen Kontinent, 9000 km entfernt von Marl, liegt, ist trotzdem vieles sehr ähnlich. Na ja, Mensch ist Mensch und am Ende leben wir dann doch alle auf demselben kleinen und wunderschönen Planeten.

Von überall werde ich gefragt: „Und? Hast du dich schon wieder zu Hause eingelebt?“ Ich weiß nie so ganz, was ich antworten soll. Die Phase, in der ich mich dreimal täglich von frischem, saftigm Brot mit leckerer knuspriger Rinde ernähre, um das Jahr in dieser Hinsicht aufzuarbeiten, habe ich bereits hinter mir gelassen. Und auch an das Wetter in Deutschland habe ich mich wieder gewöhnt.

Besonders aufgefallen ist mir aber auch, dass wir in Deutschland Geräte für alles haben, sei es, um Kohlensäure in Wasser zu drücken, den Tisch abzusaugen, Eier zu kochen, Milch zu schäumen oder Ananas zu schälen. Ob man solche Dinge wirklich braucht, sei jetzt mal dahingestellt, man kann sich aber zumindest schnell daran gewöhnen, was die Umstellung von Costa Rica nach Deutschland deutlich leichter gestaltet, als andersherum.

Der eine Abschnitt endet, der andere beginnt

Dennoch denke ich oft an das Jahr zurück und lasse sowohl einige der schönsten, als auch der schlimmsten Momente meines Lebens Revue passieren. Ich muss aber auch nach vorne schauen. Der Abschnitt Freiwilligendienst ist beendet und jetzt beginnt der Abschnitt Studium in meinem Leben. Ich verlasse also zum zweiten Mal Marl und – ich muss gestehen, dass auch ich jetzt so ein Gerät habe, um mein Wasser mit Kohlensäure zu versetzen.

Die Kurse an der Uni haben bereits begonnen. Ich habe viel zu tun und kaum Zeit, Costa Rica großartig zu vermissen, worüber ich eigentlich auch sehr dankbar bin.
Umso schwerer ist es für mich, diesen Text zu verfassen, da der Abschied von Euch mein Jahr in Costa Rica nun endgültig beendet. Vielen Dank an alle, die regelmäßig meine Berichte gelesen und mich begleitet haben! Ich hoffe, es hat Euch so viel Spaß gemacht wie mir.

Costa Rica jedenfalls ist eine zweite Heimat für mich geworden und sicherlich werde ich schon bald noch mal zurückkehren. Ab und zu ein bisschen Heimweh ist aber vermutlich auch ganz normal.
Alles in allem bin ich sehr froh, diesen Freiwilligendienst gemacht zu haben und würde es wieder tun. Ich kann es wärmstens jedem empfehlen – und am Ende ist ein Jahr doch viel zu kurz.
Wenn Ihr Hannahs Freiwilligendienst unterstützen wollt, freut sich unserer Rückkehrerin auch über eine kleine oder große Spende von Euch:
ICJA Freiwilligenaustausch
Verwendungszweck: Spende 15-1629,
Name/Firmenname
IBAN: DE06 3506 0190 1011 8120 38
BIC: GENODED1DKD
Kreditinstitut: KD-Bank Dortmund