Kathi auf Malta: Viel gelernt und viel gesehen

Letzter Teil Es ist doch echt verrückt, wie schnell dieses halbe Jahr auf Malta herumgegangen ist! Jetzt sind wir schon am Ende, die Prüfungen sind geschrieben, Hausarbeiten und Beiträge abgegeben. Der letzte Monat war echt nervenzerreißend, aber meine Kommilitonen und ich haben es geschafft. Und: Die Zeit auf Malta hat sich gelohnt.

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  • Kathi Malta

    Kathi genießt noch den letzten Blick auf die Golden Bay. Zu Hause in Herten gibt’s ja leider kein Meer, doof. Foto: Privat

  • Malta Kathi Lenger

    „Mach’s gut, Valletta, es war schön mit Dir!“ – Kathi schießt von Maltas Hauptstadt ein tolles Erinnerungsfoto. Foto: Privat

Kaum zu glauben, dass nun Schluss ist. Es geht also wirklich schon nach Hause. Zurück nach Deutschland, zurück nach Herten. Zurück zu meinen Liebsten und in die vertraue Umgebung.

Meine beiden Koffer habe ich schon gepackt, nur die Bettwäsche muss ich noch verstauen. Während ich die Bilder vom Spiegel abhänge, fühlt es sich ganz komisch an – vielleicht, weil ich noch nicht realisiert habe, dass es vorbei ist: das halbe Jahr hier auf Malta, die Uni-Vorlesungen, die Treffen mit den anderen Studenten.
Irgendwie ist es traurig, aber die Freude auf Zuhause überwiegt bei mir. Wahrscheinlich werde ich erst daheim merken, was mir fehlt.

Nach dem Packen geht es ans Putzen – und ans Verabschieden von den Freunden, die ich hier gefunden habe. Ein emotionaler Moment, bei dem dann doch einige Tränen laufen. Und wie Ihr ja schon aus den anderen Malta-Teilen wisst, finde ich Abschiede ganz schrecklich.

Schon am nächsten Morgen in der Früh gegen fünf Uhr werden meine mitgereisten Kommilitoninnen und ich vom Taxi abgeholt. Unser Flug nach Deutschland startet um 7.20 Uhr und pünktlich um 10 Uhr landen wir am Köln-Bonner Flughafen. Endlich kann ich meinen Liebsten in die Arme laufen, wir drücken uns alle ganz fest und die Wiedersehensfreude ist riesengroß. Endlich, ich bin wieder zu Hause!

Und mein Fazit zu meinem Auslandssemester auf Malta? Malta war eine Erfahrung wert, und wenn mich jemand fragt, ob ich diesen Schritt bereue, sage ich: auf keinen Fall. Ein Auslandssemester kann ich jedem nur empfehlen, wenn er oder sie diese Chance bekommt. Macht es einfach, traut Euch! Denn eine andere Kultur, eine andere Sprache und neue Leute kennenzulernen, sind Erfahrungen, die meiner Meinung nach richtig wichtig sind. Natürlich bin ich noch immer kein Englisch-Profi – da bin ich ehrlich. Aber mein Englisch ist deutlich besser geworden. Zudem verstehe ich auch viel mehr als vorher. Und das war mir persönlich wichtig. Der englischsprachige Unterricht, die Hausarbeit und die vielen Abgaben und Beiträge, die wir hatten, und der Kontakt zu verschiedenen Leuten waren es allemal wert. Die Zeit hier hat mich stärker und selbstbewusster gemacht. Und ich bereue es nicht, diesen Schritt gemacht zu haben.

Priorität Nummer 1: die Uni-Vorlesungen

Trotz der vielen Besuche, die wir von unserer Familie und unseren Freunden bekamen, und den zahlreichen Entdeckungstouren stand die University of Malta und somit das Semester ganz oben auf unserer Prioritäts-Liste. Erst nach den Vorlesungen, die übrigens alle mit Anwesenheitspflicht gekennzeichnet waren, hatten wir Zeit für die Insel, wie Ihr es hier auf Scenario mitverfolgen konntet.

Malta ist aber auch ohne Auslandssemester ein tolles Land zum Urlaubmachen. Übrigens: Die Hauptstadt Valletta ist Kulturhauptstadt 2018. Viele Veranstaltungen und Feste stehen vor allem an den Wochenenden auf dem Programm. Es lohnt sich also doppelt, hierherzukommen.

Nun habe ich noch einige Tipps für Euch im Überblick, falls Ihr plant, nach Malta zu reisen:

Fortbewegung: Malta hat ein gutes Bus-System. Man kommt wirklich überall hin. Mit Verspätungen von mindestens 15 Minuten müsst Ihr dort aber immer rechnen, da die Insel so klein ist und trotzdem jeder hier Auto fährt. Da kommt es gerne mal zu mehreren Staus. Straßenbahnen und Züge gibt es hier nicht. Ich kann Euch die „Tallinja Card“ für 15 Euro empfehlen. Statt zwei Euro (in den Sommermonaten) oder 1,50 Euro (in den Wintermonaten) kostet eine Fahrt damit nur noch 75 Cent. Des Weiteren kann man mit einer kleinen Fähre vom Ferienort Sliema aus nach Valletta fahren – für nur einen Euro!

Essen und Trinken: Pizza und Pasta kommen bei Maltesern häufig auf den Teller. Was man hier unbedingt auf Malta gegessen haben muss: Pastizzi. Das ist der typische maltesische Snack, ein Blätterteig gefüllt mit Ricotta-Käse, ziemlich fettig, aber wirklich sehr lecker – für unglaubliche 30 Cent! Die Preise in den Supermärkten und Restaurants sind im Großen und Ganzen so ähnlich wie in Deutschland.

Meine Lieblingsrestaurants und Cafés: The Compass Lounge in Sliema, Café Naar in San Julians – vor allem empfehlenswert ist das Frühstücksangebot, Molly’s Café in Mosta, Fontanella Tea Garden in Mdina.
Sehenswertes: Blue Lagoon, Blue Grotto und Bootsfahrt durch die Grotte (8 Euro pro Person), Mdina, Valletta, Dingli Cliffs, die Nachbarinsel Gozo und St. Peter’s Pool.
Kathi Lenger (23, Herten) kennt Ihr als Jugendredakteurin. Sie ist außerdem Journalismus- und PR-Studentin an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und wird für sechs Monate ein Auslandssemester absolvieren und an der University of Malta studieren. Hier bei Scenario lässt Kathi Euch teilhaben, wie es ihr das halbe Jahr ergeht.