Mona* leidet: Das schlägt auf den Magen

Egal ob es sich „einfach“ nur um Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Völlegefühl, saures Aufstoßen oder Blähbauch handelt, damit hat wohl jeder hin und wieder zu kämpfen. Vor einigen Monaten habe ich erstmals feststellen müssen, dass ich wirklich genau darauf achten muss, was ich zu mir nehme.

  • Bauchschmerzen

    Autorin Mona hatte so heftige Bauchschmerzen, dass ihr keine Wärmflasche geholfen hat. Sie musste andere Lösungen für sich finden. Foto: David Ebener (dpa)

Fast täglich hatte ich Bauchschmerzen, irgendwann kam die Angst dazu, auswärts zu essen, denn da – so hört man ja oft – „weiß man ja nie, wie etwas zubereitet wird und wie es mit der Hygiene ausschaut“. Irgendwann war es so weit, dass es völlig egal war, was ich gegessen habe, jeder kleinste Bissen schlug mir auf den Magen. Fast Food kann ich mittlerweile sowieso knicken und dann stellte sich auch noch heraus, dass ich laktoseintolerant geworden war. Auf jegliche Milchprodukte und auf meine Lieblingsspeisen, die oft viel Sahne und Sauce Hollandaise beinhalteten, musste ich auch zwangsweise verzichten.

Belastungen führen schnell zu Problemen

Tatsächlich hat es eine Weile gedauert, bis ich mir über die Rolle, die unser Magen und unser Darm eigentlich für uns spielen, bewusst wurde. Sie sind nicht einfach „nur“ irgendein Organ, sondern stehen in enger Verbindung zu unserem Nervensystem. Nicht umsonst sagt man, dass einem „etwas auf den Magen schlägt“, denn jeglicher Stress und seelische Belastungen können eben sehr schnell zu Problemen im Magen-Darm-Trakt führen.

Gönnt man sich dazu noch andauernd Fast Food oder fettige, blähende Speisen, viel Kaffee, scharfe Gewürze, künstliche Süßungsmittel und ab und an – wie ich – eine Ibu 800 wegen der Nackenschmerzen, die ich aufgrund der ganzen Schreibtischarbeit als Studentin bekommen hatte, dann ist es eigentlich klar, dass der Magen da nicht mehr länger mitspielen will. Als Folge dessen war meine akute Magenschleimhautentzündung dann auch keine große Überraschung.

Mir war klar, dass ich auch nach der Behandlung an meinem Essverhalten und meiner seelischen Gesundheit arbeiten muss. Mein Hausarzt machte mir deutlich, worauf ich in Zukunft verzichten müsste, um meinen ohnehin schon schwer gereizten Magen etwas zu entlasten: stark gewürzte Speisen, säurebildende Früchte und Getränke, Süßigkeiten oder große Mengen an Fleisch und Wurst, aber auch Milchprodukte.

Stattdessen sei basische und vollwertige Kost in solchen Situationen empfehlenswert. Wichtig ist dabei, dass man nicht ständig vergisst, zu essen und sich nicht noch um 22 Uhr spontan den Magen mit Pizza vollschlägt. Regelmäßige Mahlzeiten sind das A und O, denn unser Magen ist ein Gewohnheitstier und funktioniert am besten mit einem regelmäßigen Rhythmus.

Ich lernte, dass für mich die Mahlzeiten am besten warm, also gekocht sein mussten. Gemüsesüppchen und Breie sind besonders bekömmlich und für den Magen leicht zu verdauen. Auf Kaffee verzichte ich nun vollkommen und bin stattdessen auf Tee umgestiegen. Kamille, Pfefferminz, Fenchel oder Melisse wird bei Magenproblemen oftmals empfohlen, brauch‘ ich aber mal etwas, was mich anstelle des Kaffees pusht, mache ich mir einen Earl Grey. Aber auch ein regelmäßiger Wach- und Schlafrhythmus, ausreichend Bewegung und vor allem frische Luft sind hilfreich, denn dadurch fällt einem auch schon eine Menge Anspannung von den Schultern.

Ich hoffe, mit meinem Leidensweg ein paar Magen-Darm-Geplagten einige gute Tipps gegeben zu haben. Gute Besserung!


AUTOR
Mona Bieker (Name v. d. Red. geändert)
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    13. Juli 2018, 14:17 Uhr
    Aktualisiert:
    21. September 2018, 03:33 Uhr
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