Marzipan im Hochsommer: Keks-Herzen zum Nachbacken

Datteln Hochsommer passt nicht zu Keksen? Wohl! Diese Walnuss-Marzipan-Herzen sind einfach, sehen edel aus, schmecken SO GUT, sind vegan und haben keine Allergene außer Walnüsse, Gluten und Mandeln, was will man mehr?! Man kann sie in so gut wie jede Geschmacksrichtung abwandeln, nur Marzipan sollte man einigermaßen mögen.

  • Walnuss-Marzipan-Herzen

    Mjam, diese Kekese sehen tatsächlich aus wie vom Konditor. Foto: Lena Gibbels

Das braucht Ihr:
200 g Sonnenblumenmargarine
125 g Puderzucker
1 Pkt. Vanillezucker
1/2 Banane
60 g geriebene Walnüsse
300 g Mehl
400 g Marzipan-Rohmasse
ein Glas Aprikosenmarmelade
400 g Zartbitterkuvertüre
ein paar halbierte Walnusskerne
Und so geht’s:
Zuerst zermatscht Ihr die Banane. Ich hab keinen schöneren Begriff, die muss halt matschig werden. Dann verrührt Ihr sie mit der Margarine, dem Puderzucker, dem Vanillezucker und den geriebenen Walnüssen. Das Mehl wird dann nach und nach reingeknetet und der Teig eine Stunde lang abgedeckt im Kühlschrank gelassen.
Dann wird er ausgerollt wie ein normaler Plätzchenteig, also mit Mehl auf der Küchenrolle und der Unterlage – Ihr kennt es von Weihnachten! Jetzt könnt Ihr ausstechen, was ihr wollt. Ich steche immer gern Herzen aus, einfach weil die fertigen Kekse so konditorei-artig gut aussehen. Das Ganze wird dann im vorgeheizten Backofen bei 150°C Ober-/Unterhitze für 15-20 Minuten gebacken. Die Kekse sollten hellgelb gebacken sein.
In der Zeit verknetet Ihr die Marzipanmasse und den Puderzucker, rollt das Ganze wieder dünn (!) aus und stecht dieselbe Form draus aus – in meinem Fall also Herzen. Dann können die Plätzchen auch schon rausgeholt werden. Wenn sie abgekühlt sind, bestreicht Ihr sie dünn mit Aprikosenkonfitüre und legt das ausgestochene Marzipan auf.
Nun wird die Kuvertüre geschmolzen – ich mache das am liebsten im Wasserbad, aber jedem das Seine – um die Plätzchen damit zu überziehen. Wenn sie noch flüssig ist, legt Ihr einen Walnusskern oben drauf, damit der auch gut klebt.

Es sieht aus wie in einer TV-Werbung

Abkühlen lassen, aufräumen und tadaa, eure Kreation sieht aus wie direkt aus einer TV-Werbung.
Spezialisten können die Bitterkuvertüre noch mit weißer Kuvertüre dekorieren oder mit der Gabel kleine Muster reinmalen, aber so stark künstlerisch veranlagt bin ich persönlich dann doch nicht. :D
Mit Allergenen müsst ihr aufpassen, in der Kuvertüre sind bei vielen Marken zum Beispiel noch Spuren von Laktose drin. Da besteht im peniblen Deutschland eigentlich nicht viel Gefahr, aber ganz empfindliche Allergiker sollten halt mal drauf schauen.
Und natürlich ist eine Aprikosenmarmelade mit Gelatine nicht vegan. :D In manchen Zartbitterkuvertüren ist trotzdem Milch, aber da wird man im Supermarkt fündig und muss keine überteuerte Reisschokolade aus dem Reformhaus kaufen, um das zu umgehen. Je hochprozentiger, desto kleiner die Chance – und der Rest des Kekses ist so süß, dass es da auch was sehr Dunkles sein kann! Viel Spaß mit dem Kekse-Tipp!


AUTOR
Lena Gibbels
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    1. September 2016, 11:06 Uhr
    Aktualisiert:
    1. September 2016, 11:10 Uhr