Interview mit Birds On Planes: Krach mit Melodie

Im Kreis Recklinghausen Musik zu machen und sie anderen zu präsentieren, ist nicht immer ganz einfach. Hauke, Robert, Niklas und Christopher bleiben aber trotz mancher Schwierigkeiten am Ball und treten mit ihrer Band Birds On Planes sogar am Grünen Hügel zur Eröffnung der Ruhrfestspiele auf. Wir haben für Euch mit der Marler Band über musikalische Vorbilder, die Lage für Musiker im Kreis und natürlich auch die Musik von Birds On Planes gesprochen.

  • Birds On Plane

    Christopher, Hauke, Robert und Niklas (v.l.) stecken viel Herzblut in ihren Sound. Das wird mit einem Auftritt auf dem Grünen Hügel beim Finale des Sparkassen-Clubraum-Contests am 1. Mai gewürdigt. Foto: Lennart Kortmann

Scenario: Birds On Planes – wer seid Ihr, was macht Ihr, was wollt Ihr?
Birds On Planes:
Wir sind vier verrückte Vögel, die sich schon seit Jahren kennen. Wir wollen uns von der Leidenschaft, dem Chaos und der Energie der Menschen ernähren, indem wir sie mit unserer Leidenschaft, unserem Chaos und unserer Energie füttern.

Scenario: Wie seid Ihr zu dem Namen gekommen? Steckt da eine Geschichte hinter?
Birds On Planes:
Wir hießen bis Ende 2017 noch „The Opening Hour“ und wechselten den Namen, um frischen Wind und neuen Auftrieb zu gewinnen.

Scenario: Wie würdet Ihr Euren Sound bezeichnen?
Birds On Planes:
Man kann es als Krach mit Melodie bezeichnen, wobei man sich immer auch einen saftigen Ohrwurm rauspicken kann.

Scenario: Habt Ihr eigentlich musikalische Vorbilder, denen Ihr vielleicht sogar nacheifert?
Birds On Planes:
Wir haben vielerlei Einflüsse und unterschiedliche Vorbilder, wollen aber niemandem im Speziellen nacheifern. Nichtsdestotrotz kann man in unserer Musik Einflüsse von Bands wie Nirvana, Queens of the Stone Age, The Hive oder Arctic Monkeys erkennen.

Scenario: Legt Ihr mehr Wert auf die Melodie Eurer Songs oder auf die Texte?
Birds On Planes:
Wenn wir einen Song schreiben, entsteht immer zuerst die Musik, der Text kommt erst im Nachhinein dazu. Deshalb kann man sagen, dass das Musikalische bei uns zwar im Vordergrund steht, aber nur mit einem guten Text wird auch ein Song daraus.

Es ist schwer, in Marl an Proberäume zu kommen

Scenario: Wie würdet Ihr die momentane Situation für Nachwuchsmusiker im Kreis Recklinghausen einschätzen?
Birds On Planes:
Im Großen und Ganzen ist es schwer geworden, an Proberäume und Auftrittsmöglichkeiten in Marl zu kommen. Wenn man seine Musik spielen möchte, ist damit immer auch eine Menge Aufwand und Arbeit nötig. Auch wenn das kein Hindernis sein sollte, sondern Ansporn, scheitern dadurch viele Bandprojekte schon früh.

Scenario: Tretet Ihr lieber indoor oder Open-Air auf – und warum?
Birds On Planes:
Da können wir uns gar nicht genau festlegen, beides hat seine Vorteile. Bei Indoor-Konzerten entsteht oft eine intimere Atmosphäre, andererseits bietet Outdoor die Möglichkeit, ein breiteres Publikum zu erreichen. Abgesehen davon ist es ein tolles Gefühl unter freiem Himmel Musik zu machen.

Scenario: Am 1. Mai tretet Ihr bei der Auftaktveranstaltung der Ruhrfestspiele am Grünen Hügel auf. Wie seid Ihr da dran gekommen? Und seid Ihr privat auch schon mal auf interessante Bands am Hügel aufmerksam geworden oder guckt Ihr Euch in diesem Jahr auch die anderen Combos an?
Birds On Planes:
Wir haben die Vorrunde vom Sparkassen-Clubraum-Contest in Marl gewonnen und dürfen deshalb am 1. Mai am Hügel in Recklinghausen spielen. Schon als Kinder waren ein paar von uns regelmäßig am 1. Mai am Hügel und haben die Atmosphäre immer sehr genossen. Auch dieses Mal freuen wir uns wieder auf viele tolle Bands und ein vielseitiges Programm.
Nicht nur lesen, Leute, Musik muss man auch anhören – das könnt Ihr. Birds on Planes aus Marl könnt Ihr live sehen am 1. Mai ab 13.30 Uhr auf dem Grünen Hügel zur Eröffnung der Ruhrfestspiele beim Sparkassen-Clubraum-Finale.


AUTOR
Annika Mittelbach
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    27. April 2018, 09:45 Uhr
    Aktualisiert:
    28. April 2018, 05:30 Uhr