Fabian erklärt's: Gibt’s Alternativen zu den großen App-Stores?

Serie Apps sind toll. Sie helfen uns im Alltag – super, die Erfindung der Taschenlampen-App – oder wir können mit ihnen die Zeit vertrödeln, indem wir uns die neuesten Spiele aufs Smartphone, auf den Tablet oder gar auf unser Smart-TV runterladen. Doch gibt es eigentlich echte Alternativen zu den bekannten Stores wie dem Google Playstore oder dem App Store?

  • Apps auf iPhone - iTunes

    Klar, der App Store ist für Apple-Fans das Ding schlechthin. Aber gibt es noch Alternativen? Unser Technik-Experte Fabian erklärt es. Foto: Jan-Philipp Strobel (dpa)

Nun ja, auf Bluray-Playern oder Smart-TVs gibt es eigentlich immer nur die Möglichkeit, weitere Apps aus den Quellen der Hersteller zu beziehen, da es sich in den meisten Fällen um „geschlossene“ Systeme handelt – die eingeschränkten Möglichkeiten zur App-Installation verstehen sich hier als ein Sicherheitsmerkmal.
Das Gleiche gilt für Apple-Produkte, auch hier ist eine Installation nur direkt aus dem vorinstallierten App-Store erlaubt. Lediglich als Entwickler oder mithilfe eines sogenannten „Jailbreaks“ ist es möglich, Anwendungen aus anderen Quellen herunterzuladen. Letzterer ist aber eher für erfahrene Nutzer zu empfehlen, da bei diesem Prozess die Sicherheitsmechanismen des Systems umgangen werden und Apple das nicht gerne sieht – was in einem Garantie- und Supportverlust enden kann.

Ebenfalls reiht sich Windows in diese Liste ein. Während die seit jeher bekannten Programme auch weiterhin frei aus dem Internet bezogen werden können, sieht es bei den neuartigen Windows-Apps, die seit Version 8 ihren Einzug gefunden haben, anders aus. Auch hier ist der Microsoft Store als Bezugspunkt fest vorgegeben, einen anderen Weg gibt es (zumindest derzeit) nicht.

Anders sieht es bei einem offenen System wie Android aus: Hier gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. In den Einstellungen gibt es eine Option für die „Installation aus unbekannten Quellen“. Ist diese einmal aktiviert, so stehen einem alle Türen offen, denn dadurch wird die Verwendung von sogenannten „APK“-Dateien – das steht kurz für „Android Package“ – ermöglicht, die die Installationsdateien für Apps darstellen.
Diese „APK-Dateien“ kann man dann entweder direkt im Internet oder über einen alternativen App-Store herunterladen.

F-Droid ist noch nicht so bekannt

Beispiele für einen App-Store abseits des eigentlichen Google Play Stores wären zum Beispiel der Amazon App Shop oder F-Droid. Letzterer mag vielleicht weniger bekannt sein, doch ist eine gute Anlaufstelle für kostenfreie und quelloffene Anwendungen.
Bei einem direkten Download ist hingegen apkmirror.com zu empfehlen, dort finden sich alle populären und wichtigen Applikationen in ihrer aktuellsten Version – doch auch hier ist man auf ein kostenfreies Angebot beschränkt. Teilweise stellen alle Programmierer und Firmen ihre APK-Dateien sogar selbst über die eigene Homepage zur Verfügung.

Egal ob man seine Apps aber nun auf direktem Wege oder über einen Store herunterlädt, Vorsicht ist immer geboten. Denn durch die Aktivierung der Option öffnet man leider ebenso ein Einfalltor für Viren und Schadprogramme.
Daher sollte man sich immer an bekannte und seriöse Webseiten und Stores halten, wenn man eine Infektion mit den kleinen Schädlingen vermeiden möchte.



AUTOR
Fabian Liebehenz
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    23. März 2017, 09:26 Uhr
    Aktualisiert:
    20. September 2017, 03:34 Uhr
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