Insider-Tipps: What to do in London

Reise London wird einfach nicht langweilig, bereits achtmal war ich dort. Heute stelle ich Euch auf Scenario ein paar Dinge vor, die auch wahre London-Insider bisher nicht gemacht oder gesehen haben könnten: Ob Stadtteile, Aussichtspunkte, Aktivitäten oder Street Art, es gibt immer noch viel zu entdecken.

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  • London Notting Hill

    London kann man nicht nur mit dem ÖPNV gut erkunden, sondern auch zu Fuß. Ines schlendert durch Notting Hill.

  • London Bubble

    Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Diese Bubble Waffels sind der Trend schlechthin in London. Foto: Ines Kirchner

  • London Shoreditch

    Trendig ist auch das Szene-Viertel Shoreditch, das sich für coole Fotos bestens eignet.

  • London Tower Bridge

    Ganz besonderes Flair: Die Londoner Tower Bridge macht auch auf einem Foto bei Nacht einiges her.

ÖPNV: In London angekommen, bewegt Ihr Euch am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere mit der Londoner U-Bahn. Ihr habt zwei Preis- bzw. Tarifoptionen: Eine über Jahre verwendbare Oyster Card, für deren Anschaffung Ihr aktuell 5 Pfund zahlt, ist dafür immer die Grundlage, denn mit ihr spart Ihr fast die Hälfte des Ticketpreises im Vergleich zu regulären Einzel- und Tagestickets. Entweder ladet Ihr sie mit einer Travelcard für sieben Tage auf, die einmalig 33 Pfund kostet, oder Ihr zahlt „pay as you go“ und damit in den ersten beiden Zonen 2,90 Pfund pro Fahrt mit einem Maximum von täglich 6,60 Pfund. Die 7-Tage-Travelcard ist ab ca. vier Tagen oder bei Reisen ins Umland eine Option, die sich durchzurechnen lohnt.

Touristen-Basics: Bevor ich nun mit meinen Tipps für London-Aktivitäten starte, sei gesagt, dass sie sich auf Leute beziehen, die das „Grundprogramm“ bereits in mindestens drei bis fünf Tagen absolviert und entsprechend die populärsten Sehenswürdigkeiten gesehen haben. Das heißt, ich gehe davon aus, dass Ihr folgende Dinge schon kennt: Buckingham Palace, St. James’s Park, Big Ben, Westminster Abbey und London Eye, St. Paul’s Cathedral, Tower Bridge und Tower of London, Piccadilly Circus, China Town, Covent Garde sowie den Hyde Park.

Den Primerose Hill erklimmen

Spaziergänge: Habt Ihr das klassische Touristen-Programm „abgearbeitet“, geht’s weiter:
London-Fans wissen, die Stadt erkundet sich am besten im Spaziergang. Für einen schönen Blick auf die Stadt könnt Ihr den Primrose Hill erklimmen (Haltestelle: London Zoo). Wirklich hoch ist der Hügel nicht, sondern vielmehr ein netter kleiner Park, der innerhalb der Woche vornehmlich von Joggern und Hundebesitzern aufgesucht wird. Von dort aus geht’s zum Regent’s Canal. Quasi unterhalb der gängigen Straßen könnt Ihr hier kilometerlang durch London laufen. Alternativ könnt Ihr den Weg für einen kurzen Abstecher nach Camden nehmen. Auch wenn der Stadtteil viel, viel touristischer ist als noch vor zehn Jahren gibt es dort immer noch interessante Shops und Essensstände für den großen und kleinen Hunger.

Street Art und Bars: Shoreditch und Spitalfields sind quasi das neue Camden. Hier gibt’s Street Art, coole kleine Shops und abends überfüllte Bars für die Feierfreunde unter uns. Am besten lasst Ihr Euch einfach mal durch den Stadtteil treiben. Lohnenswerte Punkte für Euer Google Maps: Boxpark für Shops, Brick Lane oder Pump Street Food Market für Essen, unter anderem Redchurch Street, Rivington Street, Princelet Street und Hanbury Street für professionelles Graffiti und damit coole Fotohintergründe.

Luxushäuser: Der Luxus-Stadtteil Notting Hill im Bezirk Kensington ist natürlich allen Julia Roberts-und Hugh Grant-Fans seit der gleichnamigen Film-Romanze ein Begriff und dadurch wahrlich kein echter Geheimtipp mehr. Anstatt aber nur einen kurzen Abstecher in die viel fotografierte Portobello Road zu machen oder den samstäglichen Antiquitätenmarkt zu besuchen, nehmt Euch die Zeit, den Stadtteil genauer zu erkunden. Auch die nicht so bunten Häuser sind wunderschön.

Indoor-Garten mit Rundum-Blick

Indoor-Garten: Der „Sky Garden“, ein drei Stockwerke hoher Indoor-Garten, befindet sich im 35. Stock und bietet einen 360-Grad-Blick auf die Stadt, was natürlich besonders beim Sonnenuntergang ganz fabelhaft aussieht. Der Eintritt ist frei und damit gibt es genau nichts, was gegen einen Besuch spricht. Macht nur nicht denselben Fehler wie ich – seid lieber früh genug dran! Ihr müsst Euren Besuch vorher online anmelden. Buchungen sind drei Wochen im Voraus möglich und quasi mindestens so schnell sind auch alle Termine wieder weg, besonders am Wochenende.

Comedy-Szene: Eine Institution ist der „Angel Comedy Club“, der in Islington in den Pubs „The Bill Murray“ und „The Camden Head“ heimisch ist. Samstagabends treten dort in jeweils zehn Minuten sieben Comedians auf. Der ganze Abend verläuft nach dem „Pay what you want“-Prinzip, 8 bis 10 Pfund pro Person sollte man aber schon einplanen. Zum Vergleich: Da ein 0,5l Bier selten unter 5 Pfund über den Tisch geht, ist das nicht sonderlich viel. Noch eine wichtige Info: Seid zeitig da! Offiziell beginnt die Show um 20 Uhr, inoffiziell wird aber angefangen, sobald niemand mehr reinpasst. Wir waren gegen 18.40 Uhr beim „The Bill Murray“ und kurz danach war der Raum schon voll, da nicht einmal 100 Leute dort hineinpassen.

Bällebad: Na, was hat die Welt definitiv nicht gebraucht, verkauft sich aber wie geschnitten Brot? Richtig, ein im Dunkeln leuchtendes Bällebad für Erwachsene. Der Eintritt ins „BallieBallerson“, die wohl ungewöhnlichste Bar Londons, muss, ähnlich wie der Sky Garden, Wochen vorher gebucht werden, sodass auch hier meine Chance vertan war. Ich möchte Euch den Tipp einer London-Bewohnerin aber nicht vorenthalten. Was sie ebenfalls empfiehlt: den Broadway Market in Dalston gleich um die Ecke.

Essen und Trinken: Seid Ihr schon verhungert? Dann hier noch kurz meine Essenstipps für London:
– Bagels auf die Hand und Schokobrötchen von Beigel Bake (Shoreditch).
– „The Breakfast Club“ ist eine Institution zum Frühstücken und die Wartezeiten lohnen sich in jedem Fall, ich schwärme immer noch von der Chorizo-Wurst. Es gibt fünf Clubs in der Innenstadt, das Original ist in Mitte gleich bei der Oxford Street. (Soho).
– Die besten Fast-Food-Fritten und -Burger zum Selbstbelegen bei Five Guys (zum Beispiel: Covent Garden, Charing Cross).
– Skandinavisches Essen bei Fika (Shoreditch), Libanesisch dinieren bei Yalla Yalla (Soho).
– Weil man das angebliche Nationalgericht längst nicht mehr an jeder Ecke findet: Micky’s Fish & Chips (Paddington).
– Die extrem gehypten, mit Eis gefüllten Bubble Waffels gibt es bei Nosteagia (Shoreditch) oder Bubblewrapwaffle (Chinatown). Bei Nosteagia musste ich mittags nicht anstehen, bei Bubblewrapwaffle gibt es regelmäßig zwei Stunden lange Wartezeiten. Also lieber mit Eurem Spaziergang durch Shoreditch kombinieren!
– Kuchen, Cupcakes und Pastry bei Crumbs and Doilies (Carnaby), Dominique Ansel Bakery (Victoria) oder Fabrique Bakery (unter anderem Covent Garden, Notting Hill)

Wenn Ihr das alles schon erlebt habt und Ihr bei Eurem nächsten Besuch zu schnell genug von London habt, dann plant einen Tagesausflug nach Greenwich (40 Minuten, gut mit Fähre über die Themse kombinierbar) oder Brighton (60 Minuten für Schön-Wetter-Tage) ein. Ich sag‘ ja: Langweilig wird’s nicht!


AUTOR
Ines Kirchner
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. April 2017, 09:26 Uhr
    Aktualisiert:
    21. Oktober 2017, 03:34 Uhr
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