Lässiges Lernen: Mit vier Tipps entspannt das Abitur machen

Dieses Gefühl kennt jeder von uns: „Ach du meine Güte. Eben habe ich noch in der fünften Klasse sorglos herum getobt und jetzt stehe ich kurz vor dem Abi.“ Wir Abiturienten haben es wahrlich nicht leicht. Die Abiturprüfungen stehen vor der Tür und jeder von uns verbringt die letzten Monate mit Lernstress und Selbstzweifeln. Dagegen habe ich einige Tipps…

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    Irgendwann kommt der Tag der Wahrheit. Hat man genug gelernt, ist man gut genug vorbereitet? Autorin Mirlinda hat Tipps fürs lässige Lernen für die Abi-Prüfungen. Foto: Julian Stratenschulte (dpa)

Klar, die letzte Zeit in der Schule ist geprägt von einer Unsicherheit, die einen maßlos quält. Der Stress kann nicht reduziert werden und allein schon der Gedanke an das Abitur, versetzt uns regelrecht in Panik. Bei vielen wird der Stress zu einer chronischen Belastung, da man sich selbst unter Druck setzt und den Kopf in den Sand steckt. Die Angst vor dem urplötzlichen Blackout ist ständig präsent. Weil mich dieser Wahnsinn selbst überall verfolgte und mich nicht in Ruhe ließ, entschied ich mich, aktiv was dagegen zu unternehmen. Ich setzte mein Organisationstalent ein, damit ich die nächsten Monate vor dem Abitur in Ruhe lernen kann, ohne Angst zu haben, dass ich versagen werde. Der Stress ließ langsam nach und ich wusste, dass ich diese Methode jedem ans Herz legen muss. Hier sind vier Tipps, die Euch bei der Abiturvorbereitung helfen können:

Organisation
Jeder Abiturient hat ein mündliches Prüfungsfach und drei schriftliche Fächer. Viele fragen sich, wie der gesamte Lernstoff der letzten Jahre zu meistern ist. Ich habe mir Karteikarten angelegt und alle relevanten Themen notiert. Zwar hatte ich am Ende vier große Stapel davon, aber dennoch einen Überblick über den gesamten Stoff.
Dabei habe ich gemerkt, dass die Karteikarten hilfreich sind und dass ich mir dadurch alles besser merken kann.
Damit Ihr Euch überhaupt an diese Vorbereitungszeit haltet, könnt Ihr Euch auch noch einen Kalender anlegen, in dem Ihr notiert, an welchem Tag Ihr für welches Fach lernen möchtet. Vorteil: Das ist übersichtlich und Ihr könnt Eure Lernzeit gezielt einplanen. Haltet Euch an Euren Zeitplan, aber plant auch ausreichend Pausen ein.

Motivation
Drückt Euch aber bloß nicht vorm Lernen, denn das bringt Euch nichts! Viele Abiturienten werten sich selbst ab, was dazu führt, dass auf das Lernen nicht so viel Wert gelegt wird. Plötzlich entscheidet man sich, das „überflüssige“ Lernen sein zu lassen, um sich dem Stress zu entziehen. Dabei vergisst man dann, dass der Stress durch diese Denkweise noch mehr ansteigt. Denkt daran: Ihr wurdet zum Abitur zugelassen, also schafft Ihr auch noch diesen letzten Schritt! Durch ein bisschen Interesse und Selbstvertrauen schafft Ihr alles. Also setzt Euch mit dem Lernstoff auseinander und glaubt an Euch! Ihr solltet die Situation als eine positive Herausforderung sehen und Euch auf die wunderbare Zeit nach dem Abitur freuen.

Erholung
Zur Stressbewältigung gehört natürlich auch eine Erholungsphase. Wenn Euch das Lernen zu viel wird, dann legt eine Pause ein. Verlasst den Schreibtisch und fahrt ins Fitnessstudio, verabredet Euch mit Freunden zum Kaffeetrinken oder schaut Euch einen Film an! Ihr braucht auch mal zwischendurch freie Gedanken, damit Ihr besser lernen könnt! Lasst Euch auf keinen Fall von Klassenkameraden beeinflussen, wie viel sie gelernt haben. Ihr gestaltet und organisiert schließlich Eure Lern- und Erholungsphasen ganz allein und seid für Euch selbst verantwortlich.

Keine Lerngruppen
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass Lerngruppen überhaupt nichts bringen. Zwar sind die meisten überzeugt, dass sie gemeinsam viel besser und effektiver lernen können, aber ganz richtig ist das meiner Erfahrung nach nicht. Die meisten Abiturienten treffen sich in Bibliotheken oder zu Hause, um gemeinsam zu lernen. Dabei sind sie sich sicher, dass sie voneinander eine Menge lernen können. Dass ist natürlich nicht falsch, wenn man wirklich nur auf das Lernen konzentriert ist. Wenn Ihr in einer Gruppe lernt, erkennt Ihr vielleicht selbst, dass die Gruppenarbeit nicht erfolgreich abläuft. Immer wieder gibt es verschiedene Ansichtsweisen. Einige Teilnehmer möchten Themen behandeln, an denen andere kein Interesse haben. Das führt zu Konflikten, wobei die Zeit draufgeht.
Auch besteht die Gefahr, abgelenkt oder gestört zu werden, die man sich echt in so einer Zeit nicht leisten kann. Aus diesen Gründen würde ich Euch raten, wirklich alleine zu lernen, denn wer alleine lernt, arbeitet konzertierter und effektiver für eine gute Note.



AUTOR
Mirlinda Lushtaku
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    21. Februar 2018, 16:45 Uhr
    Aktualisiert:
    21. Februar 2018, 16:49 Uhr
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