Praktikant Fabian erklärt’s: Wie vermeide ich SMS-Abofallen?

Serie - Teil 9 Um den Technik-Unwissenden zu helfen, liefere ich Euch in „Technik täglich“ Erklärungen rund um Computer und Internet. Heute: SMS-Abofallen

  • Fabian

    In dieser Woche bekommt Ihr Technikhilfe von Praktikant Fabian. Foto: Oliver Körting

Die heutige Ausgabe von „Technik täglich“ ist etwas Besonderes. Das Thema habe ich nämlich deshalb ausgewählt, weil es gerade heute wieder bei einer Freundin passiert ist: Heute Morgen erreichte sie eine SMS, mit dem Hinweis, dass ihr sieben Euro wegen eines „Premium-­Dienstes” vom Guthaben abgezogen wurden. Heute geht es deshalb um SMS-­Abofallen.

Das Gleiche ist einem Freund vor ein paar Monaten passiert. Aus diesem Grund möchte ich Euch mal aufklären, was es damit auf sich hat und wie Ihr solche Situationen vermeiden könnt.
Ihr kennt vielleicht noch die Hintergrundbilder, Klingeltöne oder auch angeblichen Nacktscanner, die man früher per SMS – gegen eine nicht gerade geringe Gebühr mit anschließendem Abo – anfordern konnte? Solche Dienste gibt es schrecklicherweise immer noch, allerdings hat man sich nun auch auf das Internet spezialisiert. Die benutzten Methoden sind hier natürlich wieder genauso falsch wie früher: gefälschte Seiten, die beispielsweise vorgeben, nach Eingabe der Handynummer „Ab­18“-Inhalte oder einen angeblichen IQ­-Test bereitzustellen und Ähnliches.

Allerdings traue ich keinem meiner beiden Freunde zu, die Handynummer bei solchen Seiten angegeben und dann auch noch ein Abo abgeschlossen zu haben, der Verdacht liegt also nahe, dass die Anbieter Euch solche Vertragsabschlüsse „anhängen“, sollten sie einmal die Handynummer aus irgendeiner Quelle in die Finger bekommen haben.

Verlangt eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter!

Ihr seid noch kein Opfer geworden? Gut, damit das auch so bleibt, solltet Ihr Euch bei Eurem Mobilfunkanbieter (Telekom, Vodafone, O2 etc.) beim Kundensupport melden und eine Drittanbietersperre verlangen. Diese sorgt dafür, dass solche „Premium­Dienste“ nicht mehr mit Eurer Karte bezahlt werden können. Solltet Ihr Euer Handy nicht online für (gewollte) Zahlungen einsetzen, so hat dies auch keine negativen Konsequenzen.

Ihr habt eine solche SMS schon bekommen? Sofort kündigen, die Abrechnung erfolgt meist auf Wochenbasis. In der SMS wird meist der Dienst genannt, an den das Geld bezahlt wurde – das ist Euer Anhaltspunkt! Sucht am besten nach dem Namen bei Google, meist finden sich so Erfahrungsberichte von anderen Opfern und Beschreibungen, wie der Dienst gekündigt werden kann! In den beiden Fällen, die ich mitbekommen habe, ging das zumindest sehr leicht vonstatten: Auf der Website des Anbieters hat man sich mit der Handynummer und einen per SMS übermittelten PIN angemeldet. Danach konnte man die Abos einsehen und direkt kündigen. Das Geld zurück zu bekommen war aber leider nicht möglich.

Also: Tappt nicht in die Abo-Falle und passt gut auf Euer Guthaben auf!


AUTOR
Scenario-Praktikant Fabian
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    29. Februar 2016, 15:32 Uhr
    Aktualisiert:
    3. März 2016, 09:12 Uhr