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Schwarzgelbe Brillanz: 3:1 - Borussia erteilt auch Hoffenheim eine Lehrstunde

Von Matthias Dersch am 28. Januar 2012 16:35

DORTMUND. Schwarzgelbe Brillanz, blauweißer Offenbarungseid: Beim 3:1 (2:0)-Erfolg über 1899 Hoffenheim hat der BVB am Samstag 60 Minuten lang eine fußballerische Lehrstunde abgeliefert. Die Kraichgauer präsentierten sich dagegen desolat. Gegen die Dortmunder Offensiv-Power hatten die völlig indisponierten Gäste nicht den Hauch einer Chance.

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Die Dortmunder Mats Hummels (l.) und Torschütze Kevin Großkreutz jubeln über den Treffer zum 2:0.

"Ich hoffe, dass wir in Dortmund nicht untergehen." Mit diesen aufbauenden Worten hatte 1899-Mäzen Dietmar Hopp seinen Trainer Holger Stanislawski auf die Reise nach Dortmund geschickt. Doch seine Hoffnungen wurden bitter enttäuscht. Der BVB inszenierte der Hoffenheimer Mannschaft, die bereits nach wenigen Minuten in ihre Einzelteile zerfiel, ihren ganz persönlichen, einstündigen Horrorfilm.
Der überragende Shinji Kagawa (16.) und der nur unwesentlich schwächere Kevin Großkreutz (31.) hatten die Borussia schon vor der Pause deutlich in Führung geschossen. Allein der starken Leistung von 1899-Keeper Tom Starke konnten es die Hoffenheimer verdanken, nicht schon nach 45 Minuten hoffnungslos zurückzuliegen. Nach der Pause erzielten Kagawa (55.) und Fabian Johnson (63.) die Tore zum 3:1-Endstand.
 
Rückkehrer Roman Weidenfeller plus die zehn Feldspieler, die auch schon den HSV demontiert hatten – diese Kombination wählte BVB-Trainer Jürgen Klopp für das erste Heimspiel des Jahres 2012. Und sein Team knüpfte sofort nahtlos an die überragende Leistung beim 5:1-Auftakterfolg an.

Lewandowski vergibt Führung
 
Robert Lewandowski hätte den BVB bereits nach nicht einmal zehn Minuten beruhigend in Führung schießen können. Doch dreimal fand Dortmunds bester Scorer in Starke seinen Meister (5., 8., 9.). Schon nach zehn Minuten deutete sich an, dass es an diesem Nachmittag auf ein munteres Scheibenschießen hinauslief. Dortmund presste stark, attackierte die Hoffenheimer häufig schon tief in ihrer Hälfte und ließ die Gäste zu keinem Zeitpunkt aus der festen Umklammerung.
Fast logisch dann die 1:0-Führung durch Kagawa. Starke fand keinen Abnehmer, drosch den Ball mittig nach vorne auf den zugestellten Rudy. Kehl bedankte sich, leitete auf Kagawa weiter – der Rest war nur noch Formsache für den Japaner, der wieder so frisch und flink wirkt wie in seiner Premierenhinrunde beim BVB.
 
In ähnlichem Tempo ging es weiter. Die Dortmunder kombinierten sich die Füße wund und wenn dann doch einmal die Kugel verloren ging, half Hoffenheim mit. Vor dem 2:0 durch Großkreutz (31.) nach maßgenauer Flanke des starken Jakub Blaszczykowski war es Kagawa, der einen Fehlpass aufnahm und blitzschnell die Lücken in der 1899-Abwehr auflegte.

TSG wie eine Schülermannschaft
 
Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den 80.500 Zuschauern im Signal Iduna Park das gleiche Bild. Wie eine Schülermannschaft dilettierte die Stanislawski-Elf, die nach dem Verkauf von Topstürmer Vedad Ibisevic ohne echten Angreifer antrat, über den Rasen. 
 
Sinnbildlich für die Leistung: Ein Befreiungsschlag des bemitleidenswerten Youngsters Jannik Verstergaard, der schon nach 51 Spielminuten offenbar keinen anderen Ausweg aus der Misere sah, als den Ball möglichst hoch auf die Tribüne zu dreschen. Und der BVB zeigte weiter, wie schön Fußball sein kann: Steilpass Kagawa, Hackentrick Großkreutz, Abschluss Kagawa – 3:0 (55.). 

Anschluss durch Johnson
 
Zehn Minuten gönnte der BVB seinen Gästen, die durch Johnson zum Anschluss kamen (63.), anschließend eine Verschnaufpause. Dann drehten die Gastgeber wieder auf, schalteten jedoch nicht mehr in den höchsten Gang. Kagawa (71.), Lewandowski (76.) und Lucas Barrios (90.) brachten den Ball trotz toller Kombinationen und guter Chancen nicht mehr im Hoffenheimer Tor unter. Hoffenheim blieb das in Hälfte eins zu befürchtende Debakel erspart.
 
Am kommenden Freitag tritt der BVB beim 1. FC Nürnberg an (20.30 Uhr). Mit einem Punktgewinn wären die Dortmunder – zumindest für eine Nacht – wieder auf der Pole Position.

Bundesliga: 36. Spieltag

Samstag, 05.05.12 - 15:30 Uhr

Borussia Dortmund

SC Freiburg
4:0
(4:0)

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Vom 5. bis zum 12. Januar bereitet sich Borussia Dortmund im spanischen La Manga auf die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga vor. Unsere Redakteure Dirk Krampe und Matthias Dersch begleiten die Mannschaft und berichten täglich in unserem BVB-Tagebuch über Team, Training und Personalien.

Termine

Samstag, 16. Juni
Geburtstag Jürgen Klopp, Chef-Trainer (45)

Samstag, 7. Juli
Geburtstag Frank Gräfen, Zeugwart (47)

Donnerstag, 19. Juli
Geburtstag Kevin Großkreutz (24)

Sonntag, 3. Juni
Geburtstag Mario Götze (20)

Sonntag, 3. Juni
Geburtstag Lukasz Piszczek (27)

Sonntag, 10. Juni
Geburtstag Thorben Voeste, Physiotherapeut (31)

Mittwoch, 13. Juni
Geburtstag Marvin Bakalorz (23)

Mittwoch, 13. Juni
Geburtstag Antonio da Silva (34)

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