Der WM-Modus: Tordifferenz wichtiger als direkter Vergleich

Moskau (dpa) Auf 80 Seiten hat die FIFA das Reglement für die WM 2018 festgehalten. In dem Hochglanzdokument geht es unter anderem auch um das korrekte Abspielen der Hymnen oder die Teamausrüstung.

  • WM-Ball

    Der offizielle Spielball der WM 2018 in Russland. Foto: Daniel Karmann

Wichtig für die Fans ist aber vor allem Artikel 32. Dort wird geregelt, nach welchen Kriterien die Teams in die K.o.-Runde einziehen. Die gute Nachricht: Komplizierte Rechenaufgaben wie noch bei der EM 2016 mit 24 Teams gibt es bei der WM nicht.

Für das Achtelfinale qualifizieren sich in jeder der acht Vierergruppen die Sieger und Zweitplatzierten. Sind nach den Gruppenspiele Teams punktgleich, entscheiden folgende Kriterien:

- Tordifferenz aus allen Gruppenspielen
- Anzahl der erzielten Tore aus allen Gruppenspielen
- Anzahl Punkte aus dem direkten Vergleich
- Tordifferenz aus den Direkt-Begegnungen
- Anzahl der in den Direkt-Begegnungen erzielten Tore
- Fair-Play-Wertung (mit Minuspunkten für Gelbe 1, Gelb-Rote 3 und Rote Karten 4)
- Losentscheid

Vom Achtelfinale bis zum Finale sind die Regeln noch einfacher. Steht es nach 90 Minuten Unentschieden, folgt wie üblich eine Verlängerung von 2x15 Minuten. Ist auch dann kein Sieger ermittelt, kommt es zum Elfmeterschießen.