Knapp 700 Kinder machten beim Kids-Run mit.
Da waren vor seinen Augen gerade 700 Kinder und 750 Erwachsene über den 1,2 Kilometer langen Erlebnispfad quer durch die Westfalenhallen geflitzt, gesprungen, geschlindert, gestolpert, geklettert und manchmal sogar gekrochen: Der Parcours, quasi ein „Best of“ von allen erdenklichen Hindernissen aus der Natur und der Westfalenhallen-Konstruktion, zog den Läufern sämtliche Kraft aus den Beinen.
Und dafür gab es dickes Lob von den Neulingen („Das hat total Spaß gemacht, super abwechslungsreich“, Lauf-Einsteigerin Meike Hellweg) bis hin zu den Profis („Die Strecke fordert Kraft und Technik, obendrein bietet die Halle viel Stimmung“, Trailrunner Martin Dröll). Klar: Der Parcours war der Star.
Konzentriertes Spektakel
Dem konnten sich die Dortmunder Lauffreunde aus der Bittermark nur anschließen. „Das hat was. Die Strecke ist spannend, das Publikum kann die Läufer ständig sehen, hier bekommen alle etwas geboten“, erklärte Raimund Schledde. Zwar gibt es auch hier einen Ruhrklippenlauf, aber so ein konzentriertes Spektakel lässt sich nur künstlich erzeugen.
Dem Ruf der Weltpremiere waren Starter aus der Region und aus ganz Deutschland gefolgt. Für den Spaß, für die Herausforderung. Anders als bei Straßenläufen zählten keine Kilometer-Durchgangszeiten, keine Tempohatz um jeden Preis. An den Treppen staute sich das Feld immer wieder, Beschwerden gab es darüber kaum.
Höhler und Vogt auf Platz zwei
Während die Masse das Vergnügen genoss, zeigte ein gutes Dutzend Athleten sportlichen Ehrgeiz. Die Drei-Tageswertung mit den Läufen über 1, 5 und 10 Runden gewann der Göttinger Florian Reichert vor dem Lokalmatator Knut Höhler von der LG Olympia Dortmund und Sven Serke (Kamen). Bei den Frauen siegte Natascha Schmitt (Frankfurt) vor Sonja Vogt (Bunert Trail Team Dortmund.)
Im freien Training sprangen ehrgeizige Sprinter, bedächtige Jogger, wilde sowie vorsichtige Kinder Seite an Seite über Baumstämme, wateten durch Schlamm und kämpften sich durch Geäst.








