Basketball ProB: Herten er Löwen schlagen Baskets Braunschweig 88:79: Schön siegen, schnell duschen

HERTEN Eine seiner wichtigsten Ansprachen hob sich Boris Kaminski für nach dem Schlusspfiff auf. „Die Mannschaft ist angehalten, schnell zu duschen“, sagte der Trainer der RheinLand Versicherungen Hertener Löwen wenige Minuten nach dem 88:79 (38:38)-Heimsieg des ProB-Ligisten über die Spot Up Medien Baskets Braunschweig.

  • Die pure Entschlossenheit im Bild festgehalten: Josh Taylor zieht energisch zum Braunschweiger Korb. Foto: Krimpmann

Der Grund: Die Mannschaft wollte sich nach dem letzten Heimspiel der Punkterunde erkenntlich zeigen und lud alle noch anwesenden Fans ein, gemeinsam das ein oder andere Gläschen zu leeren. Eine Geste mit Hintergrund.
Bekanntermaßen hatten die Heimspiele der Löwen im vergangenen Jahr nicht allzu oft Anlass gegeben, in Jubel auszubrechen. Basketballfeste waren auf dem heimischen Parkett selten geworden. Am Samstag aber sollte es wieder zu einem solchen kommen.

Mit dem am Ende souverän herausgespielten Sieg festigte Herten den zweiten Tabellenplatz. Im letzten Spiel der Runde bei Schlusslicht Lok Bernau müsste es schon mit dem Teufel zugehen, sollten die Löwen diese gute Ausgangsposition noch verspielen. Zumindest bot die Mannschaft am Samstag nur wenig Grund, daran zu zweifeln.

Die Löwen kamen zwar schwer ins Spiel, wie sie aber die Partie ab Mitte des zweiten Viertels drehten und anschließend beherrschten, das war durchaus beeindruckend. Boris Kaminski wollte daher auch nicht lange ein Haar in der Suppe suchen. „Wir haben uns den Ausgleich erst erkämpft und das Spiel danach kontrolliert. Deshalb bin ich auch sehr zufrieden.“

Der Trainer hatte auch schnell den Grund bei der Hand, warum es zunächst so nicht laufen sollte. Quasi bis zum Sprungball war laut Kaminski höchst fraglich, ob nicht noch Braunschweigs Daniel Theis (19 PpS) und Dennis Schröder (17,5 PpS) auflaufen würden. Kaminski hatte mit beiden fest gerechnet, beide weilten aber noch mit den Phantoms Braunschweig zur BBL-Partie in Würzburg. Nun musste der Trainer seine Taktik über den Haufen werfen. Zeitweilig mit 13 Punkten lagen die Hausherren im Hintertreffen – eine ziemliche Hypothek.

Was vor allem beeindruckte, war die Art und Weise, wie die Löwen zurück ins Spiel fanden. Es waren dabei viele Kleinigkeiten, die das große Ganze ausmachen. Würfe, die normal nicht reingehen, erfolgreiche Abwehraktionen auch bei scheinbar aussichtslosen Bällen. Wie das 38:38, das Vincent Kittmann mit der Halbzeitsirene erzielte. Solch ein Buzzerbeater, erkannte auch Boris Kaminski an, macht ein Team noch einmal stärker. So auch am Samstag.

Kittmann und Zamal Nixon ließen nach der Pause schnell die Punkte 39 bis 42 folgen, und selbst als Braunschweigs Coach Calin Liviu nach 23 Minuten eine Auszeit nahm, änderte es an den Verhältnissen nichts mehr. 60 Sekunden später waren die Löwen auf 54:39 enteilt. Der Rest war Schaulaufen unter dem Jubel der Fans.

Und wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie wichtig ein mannschaftsdienlicher Spieler wie Zamal Nixon für dieses Team ist, dann sei an die 33. Minute erinnert. Der US-Amerikaner lief einen Fastbreak, passte aber unter dem Korb uneigennützig quer auf Vincent Kittmann, der das 72:58 machte. So blieb der Forward, der es auf 25 Punkte brachte, bester Werfer seines Teams. Wieder einmal.

Löwen: Kittmann (25), Nixon (19/2), Taylor (14/2), Hackenesch (11), Wright (10), Berger (9/1), Hartmann, Marquardt, Depta, Geier (n.e.), Piechotta (n.e.)

Braunschweig: Sant-Roos (28/2), Gertz (15/3), Buchmiller (14/1), Theis (14), Wessels (6), Wenzel (2), Redlich, Tessmann, Heise

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AUTOR
Olaf Krimpmann
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    19. Februar 2012, 15:13 Uhr
    Aktualisiert:
    19. Februar 2012, 15:27 Uhr