Natürlich weiß ich längst, wer bei der Wahl gewonnen hat. Ich könnte es jetzt schreiben. Ich kann es auch lassen, um die Spannung aufrecht zu halten. Ich könnte aber auch schreiben, wer es eben nicht geworden ist. Und das tue ich jetzt.
Im Kreisgebiet zur Wahl standen bekanntlich einige prominente und höchst erfolgreiche Sportler. Weltcupsieger waren dabei, Deutsche Meister, gar Weltmeister. Sie sehen: Man muss schon mit einem echten Pfund wuchern können, um überhaupt in die engere Wahl zu kommen.
Viele Menschen nutzen dabei das Internet, um sich an der Abstimmung zu beteiligen. Das ist gut, denn das erspart uns jede Menge Arbeit. Ein Knopfdruck und das Ergebnis ist da.
Viele Menschen setzen aber auch auf die bewährten Stimmzettel. Auch das ist gut, macht aber jede Menge Arbeit. Freude bereiten diese Zettel aber auch, denn mit denen ist es möglich, für einen Sportler zu stimmen, der es gar nicht auf die Kandidatenliste geschafft hat.
Ich könnte damit zum Beispiel mich selbst vorschlagen! Und das haben einige Leser offenbar getan. Hier nun also die Top 3 der nachweislich gewählten Kandidaten, die es ganz knapp nicht aufs Podium geschafft haben:
Der geteilte 3. Platz mit je einer Stimme geht an die Fußballer des SV Westerholt (Kreisliga-A-Klassenerhalt in letzter Minute) und Spvgg. Erkenschwick (Abstieg aus der NRW-Liga).
Platz 2 belegt GW Barkenberg (ebenfalls Fußball; Verdienste im Jahr 2011 unbekannt).
Platz 1 mit einer satten Mehrheit von 3 Stimmen geht an Genclik Spor Recklinghausen, dem Fast-Meister und Beinahe-Aufsteiger der Kreisliga A Ost wie sie damals noch hieß.
Den Sonderehrenpreis verleihen wir dafür nur allzu gerne. In der Rubrik "Sportler des Jahres" hat doch ein Teilnehmer glatt geschrieben: Meine Mama!
Und dass die alle Welt- und Europameister in den Schatten stellt, dürfte einleuchten.


