Derby-Tipps vom BVB-Star: Schalkes Neuzugang Harit und Dembélé sind befreundet

Gelsenkirchen Schon in den ersten Trainingseinheiten war es deutlich zu sehen: Amine Harit ist schnell, trickreich, wendig und hat eine gute Spielübersicht. Das alles sind Tugenden, die dem FC Schalke 04 äußerst gut zu Gesicht stehen.

  • Amine Harit vom FC Schalke 04

    Amine Harit präsentiert sein neues Trikot in der Veltins-Arena. Foto: Ina Fassbender (dpa)

Der 20-Jährige machte am Donnerstag keinen Hehl daraus, dass er sehr froh ist, endlich auf Schalke gelandet zu sein. Der wochenlange Transferpoker zwischen dem FC Nantes und den Königsblauen zehrte auch ein bisschen an seinen Nerven. „Aber jetzt ist alles gut“, sagte der offensive Mittelfeldspieler, der zukünftig mit der Rückennummer 25 auflaufen wird.

Diese trug viele Jahre Klaas-Jan Huntelaar, hinter Klaus Fischer Schalkes zweitbester Torjäger der Vereinsgeschichte. „Ich wollte eigentlich die Nummer 14 haben, die ich auch in Nantes getragen habe. Aber das hat nicht geklappt“, erzählte Harit. Deshalb nahm er sich die 25, „weil ein Freund aus Nantes auch diese Nummer hat“, so der Mittelfeldspieler.

Dass Harit nicht die Nummer 14 bekam, deutet übrigens darauf hin, dass Abdul Rahman Baba vom FC Chelsea erneut von Schalke unter Vertrag genommen wird. Denn die Nummer 14 trug in der vergangenen Saison Baba.

Bevor Harit sich entschlossen hatte, zu Schalke zu wechseln anstatt ein Angebot aus der Premier League anzunehmen, holte er sich Tipps von BVB-Star Ousmane Dembélé. „Er ist ein guter Freund und hat mir schon viel über die Bedeutung des Derbys und die Rivalität zwischen Schalke und Dortmund erzählt“, so Harit.

Zurück in die Spitzengruppe

Die Erzählungen von Dembele bestärkten ihn, den Schritt in die Bundesliga zu wagen. Mit nur 67 Kilogramm gehört der französische Junioren-Nationalspieler sicherlich zu den leichtesten Spielern der Bundesliga. Doch als sportliches Leichtgewicht will er sich nicht entpuppen. Auf seiner Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld – auf der 10 oder 8 – will er mithelfen, dass Schalke zurückkehrt in die Spitzengruppe der Bundesliga.

„Schalke hat ein tolles Stadion und eine hervorragende Infrastruktur. Es ist alles da,“ schwärmt Harit von den Rahmenbedingungen beim Bundesligisten. Seine Familie, neben Vater und Mutter hat er einen Bruder und eine Schwester, verfolgt jeden Schritt des Hochbegabten. Im ersten Heimspiel gegen Leipzig will die gesamte Familie auch im Stadion sein.

Auch Pablo Insua hat nach seiner ersten Woche im königsblauen Trikot ein positives Bild von seinem neuen Arbeitgeber. „So viele Fans bei jedem Training, das hatte ich nicht erwartet. So etwas kenne ich aus Spanien nicht“, sagte der 23-Jährige, der in einem System mit Dreierkette am liebsten in der Mitte spielt. Zusammen mit Freundin Joanna hat er schon einiges von Gelsenkirchen und der Umgebung gesehen. Die Integration wird ihm auch dadurch erleichtert, dass Trainer Domenico Tedesco sowie Coke und Franco Di Santo die spanische Sprache beherrschen.

Für beide Neuzugänge ist klar: Sie wollen alles dafür tun, damit Schalke auf die internationale Fußball-Bühne zurückkehrt. „Champions League oder Europa League zu spielen, das wäre eine schöne Sache“, betonte Harit. Mit guten Leistungen für die Schalker in der Bundesliga will sich der Mittelfeldspieler auch für die französische Nationalelf ins Gespräch bringen. „Jeder Fußballer träumt davon, für sein Heimatland zu spielen. Frankreich hat gerade eine sehr gute Generation mit außergewöhnlichen Qualitäten. Wenn ich im Verein meine Leistungen bringen, kann ich mich für das Nationalteam empfehlen“, hofft Harit.
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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    13. Juli 2017, 21:16 Uhr
    Aktualisiert:
    13. Juli 2017, 21:20 Uhr