Torhüter Timo Hildebrand (l) steht bei Schalke im Tor. Foto: Bernd Thissen
Dass ausgerechnet Timo Hildebrand, der am vergangenen Sonntag gegen den VfL Wolfsburg für den verletzten Lars Unnerstall ins Spiel kam, morgen (21.05 Uhr, live auf Kabel 1) nicht im Tor steht, ist jedoch kaum denkbar. Der 32-Jährige erklärt jedenfalls, dass er sich auf die Europapokal-Atmosphäre in der Arena freue.
Für Hildebrand, den die Schalker nach der Verletzung von Ralf Fährmann im Oktober 2011 verpflichteten, wird die Partie gegen Pilsen erst das dritte Pflichtspiel für die Blau-Weißen sein. Er sei angespannter als sonst, gibt Hildebrand unumwunden zu. Denn er weiß, welche Erwartungshaltung auf ihm ruht: Es geht um Schalkes Weiterkommen. Und es geht auch darum, für sich selbst zu werben, um seine eigene Zukunft – ob nun bei den Königsblauen oder bei einem anderen Verein. Sein Vertrag bei den Schalkern, die ihn ja nur wegen der schweren Verletzung von Ralf Fährmann geholt hatten, läuft im Sommer aus.
Hildebrand gibt sich dankbar für die Chance, die Schalker ihm gewährte: „Ich hatte eine schwierige Phase, bevor ich hierher kam.“ Er habe sich schon Gedanken gemacht, „ob ich überhaupt wieder auf höchstem Niveau spielen kann und darf, weil Plätze besetzt und viele junge Torhüter nachgekommen sind.“
Als er nach Schalke kam, fehlte ihm die Spielpraxis. Mit Einsätzen in Schalkes U23 hat sich Hildebrand wieder herangearbeitet. Außerdem: „Wir haben Timo und Mathias in Trainingsspielen mehrfach getestet“, sagt Schalkes Trainer Huub Stevens. Hildebrand hat an sich gearbeitet und gibt sich doch zurückhaltend: „Wo ich bin, wird man in den nächsten Spielen sehen. Ich versuche mein Bestes zu geben“, sagt er, der sein Scheitern in Valencia und Lissabon abgehakt hat. „Ich möchte nicht mehr so viel in die Vergangenheit blicken, sondern meine Karriere fortsetzen und eine gute Leistung bringen“, erklärt er. „Ich lebe im Jetzt und Hier und habe noch die Chance in der Bundesliga und international zu Spielen. Und diese Chance möchte ich nutzen.“
Mit dem Gegner aus Pilsen hat sich Hildebrand intensiv beschäftigt: „Sie sind bei Standards enorm gefährlich, verfügen über gute Offensivleute in ihren Reihen und haben uns im Hinspiel teilweise arg unter Druck gesetzt.“
Manager Horst Heldt blickt Hildebrands Einsatz mit vollstem Vertrauen entgegen: „Er kann uns mit seiner Erfahrung weiterhelfen, strahlt Ruhe in seinen Aktionen aus und hat bereits in Haifa seine Reaktionsschnelligkeit bewiesen“, sagt er. „Timo gehört nach wie vor zu den besten spielenden Torwarten“, betont Heldt. Was Hildebrand gegen Pilsen beweisen will.











