FC Schalke 04: Kein Freibrief für Huntelaar

GELSENKIRCHEN Etwas mehr als 100 Tage ist Markus Weinzierl jetzt Trainer des FC Schalke 04. Gestern zog der 41-Jährige eine erste Zwischenbilanz.

  • Drucksituation

    Markus Weinzierl. Foto: Guido Kirchner

Markus Weinzierl über...

... seine Gefühlslage: "Es geht mir besser als vor zwei Wochen. Wir waren alle sehr unzufrieden nach dem schwachen Bundesliga-Start. Vor dem Gladbach-Spiel hatten wir eine Drucksituation, der wir sehr gut standgehalten haben."

... die Länderspielpause: "Wir müssen die Gegebenheiten so hinnehmen. Die Unterbrechung der Saison gibt uns die Zeit einmal durch zu schnaufen. Außerdem können wir im Training individueller arbeiten."

... den bisherigen Saisonverlauf: "Dass auf uns Probleme zukommen würden, war mir bewusst. Der späte Einstieg der Neuzugänge, das schwierige Startprogramm, das fehlende Spielglück, alle diese Faktoren haben mit dazu beigetragen, dass der Saisonauftakt in die Hose gegangen ist. Wir hätten mehr Punkte haben müssen."

... die Bedeutung des ersten Bundesligasiegs gegen Gladbach: "Wir gaben gewonnen, weil wir nicht die besseren Einzelspieler, sondern als Mannschaft funktioniert haben. Wenn wir diese Leidenschaft konstant auf den Platz bringen, dann werden wir auch unsere Ziele erreichen. Das muss der Weg sein."

... die Struktur seiner Mannschaft: "Wir sind jetzt in einer Phase, wo wir wichtige Erkenntnisse über jeden einzelnen Spieler gewonnen haben. Denn fast alle haben ihre Einsatzzeiten bekommen. Jetzt muss die Mannschaft auf dieser Basis weiter entwickelt werden."

... die Arbeit auf Schalke: "Ich bin schnell angekommen und habe sofort viele Schwierigkeiten mitbekommen. Schalke ist ein großer Verein mit Problemen in seinem Kader. Da braucht man nicht drum herum zu reden. Diese Probleme müssen und werden wir meistern. Da bin ich ganz zuversichtlich. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir haben auch noch Nachholbedarf."

... das Wiedersehen mit dem FC Augsburg: "Ich freue mich darauf. Das waren vier tolle Jahre. Ich habe lange Zeit gebraucht, das richtige Konzept, die richtige Mischung zu finden. In Augsburg habe ich gemeinsam mit meinem Trainerteam dann nach einem brutal schwierigen Start alle unsere Ziele erreicht. Ich freue mich für den FCA, wie gut der Verein mittlerweile da steht. Leider konnte ich mich nicht vom Klub und seinen Anhängern verabschieden. Aber ich denke, die Fans habe ein feines Gespür dafür, welche gute Arbeit in den vergangenen Jahren geleistet wurde."

... Klaas-Jan Huntelaar: "Wir haben uns eine Struktur erarbeitet, in der er zu den Führungsspielern zählt. Jede Mannschaft lebt davon, dass sie gute Einzelspieler in ihren Reihen hat. Aber ich kann keine Rücksicht auf die Gemütslage einzelner Spieler nehmen, wenn sie auf der Bank sitzen müssen. Ein Trainer muss auch harte Entscheidungen treffen. Es geht immer darum, was für die Mannschaft die beste Lösung ist."

... das Saisonziel in der Bundesliga: "Wir wollen eine Aufholjagd starten. Zwischen 50 und 55 Punkte muss man holen, um international dabei zu sein. Das ist noch möglich. Aber jedem muss klar sein, dass wir ohne Kampf und Leidenschaft keine Spiele gewinnen werden."

... seinen Nachfolger als FCA-Trainer: "Augsburg kann froh und glücklich sein, dass sie Dirk Schuster bekommen haben. Er ist ein sehr guter Trainer, der eine gewachsene und eingespielte Mannschaft zur Verfügung hat. Aber mein Vorteil ist, dass ich den FCA sehr gut kenne (lacht)."

... die Umsetzung seiner Spielphilosophie: "Wenn Sie auf die Tabelle schauen, hat nicht viel geklappt. Wenn Sie nur das Gladbach-Spiel zugrunde legen, dann sind wir auf dem richtigen Weg."

... den verletzten Leon Goretzka: "Ich gehe davon aus, dass er nächste Woche ins Training zurückkehrt. Eine unserer Hauptaufgaben bestand zuletzt darin, das Zentrum stabiler zu machen. Dazu hat Leon sehr gut beigetragen."

... Transferaktivitäten in der Winterpause: "Wir halten immer die Augen offen. Um unsere Ziele zu erreichen, wird es weitere Veränderungen geben müssen."
1 KOMMENTAR
08.10.16 09:31

Weinzierl

von MikeWorld

Wenn er das schafft, was er hier sagt, hat Schalke richtig Glück mit ihm gehabt, nämlich ihn verpflichten zu können. Am Besten hat mir der Kommentar von ihm über Huntelaar gefallen. Schalke ist nicht Huntelaar, sondern ein Spieler von Schalke. Wer keine Leistung bringt gehört auf die Tribüne. Das er auf der Bank sitzt ist schon mehr als ein entgegenkommen vom Trainerteam.

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  • Erstellt:
    7. Oktober 2016, 19:15 Uhr
    Aktualisiert:
    8. November 2016, 03:34 Uhr
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