Benedikt Höwedes (r.) soll bei Bayern im Gespräch sein.
Doch ein Transfer kam im vergangenen Jahr nicht zustande, wohl auch, weil der FC Bayern zuvor Torhüter Manuel Neuer von den Königsblauen verpflichtete. Neuer würde sich über eine Verpflichtung von Benedikt Höwedes garantiert sehr freuen. Beide verbindet seit vielen Jahren ein freundschaftliches Verhältnis.
Der Schalker Mannschaftskapitän hat zwar noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014 bei den Königsblauen, doch die Bayern haben ausreichend Finanzmittel, um Schalke ein interessantes Angebot zu machen. Denn die rund 60 Millionen Euro, die die Bayern in der Champions-League-Saison eingenommen haben, sollen komplett in neue Spieler investiert werden. Bisher haben die Bayern Xherdan Shaqiri vom FC Basel (rund 12 Millionen Euro Ablöse), den Gladbacher Innenverteidiger Dante (5) und Hoffenheims Torhüter Tom Starke (ablösefrei) verpflichtet.
Dass gerade in der Abwehr Handlungsbedarf besteht, darüber sind sich Vorstand und Trainerteam der Bayern längst einig. Obwohl die Münchener in der abgelaufenen Saison nur 22 Gegentore kassierten und damit die beste Abwehr der Bundesliga stellten, ist das Vertrauen in Boateng und Co. gering.
Bayern will angeblich Schalke den Höwedes-Transfer dadurch schmackhaft machen, dass neben einer hohen Ablösesumme auch noch der Ex-Schalker Rafinha den Königsblauen angeboten werden soll. Der Brasilianer spielte von 2005 bis 2010 beim FC Schalke 04, wo er Leistungsträger und Stammspieler war. Doch beim FC Bayern ist Rafinhas Stammplatz nur noch die Ersatzbank. Dass Rafinha damit nicht zufrieden ist, hat er den Bayern-Verantwortlichen bereits gesagt.
Der umworbene Höwedes hat bisher immer versichert: „Bayern ist überhaupt kein Thema für mich. Ich mache mir darüber zurzeit keine Gedanken. Mein Fokus liegt allein auf Schalke 04.“ Und auch Manager Horst Heldt hat zuletzt klargestellt: „Benedikt hat als Ur-Schalker nicht die Absicht, uns zu verlassen, und wir denken auch nicht darüber nach, ihn abzugeben.“ Doch die von Hoeneß angekündigte Transferoffensive könnte Schalke schon bald zum Umdenken veranlassen. Das letzte Wort zur Zukunft von Höwedes scheint noch längst nicht gesprochen.









