Neuzugang Nummer sechs: Mendyl verschärft den Konkurrenzkampf auf der linken Außenbahn

GELSENKIRCHEN Der erste Eindruck: An Selbstvertrauen mangelt es Hamza Mendyl nicht. Bei seiner Präsentation als Schalker Neuzugang Nummer sechs in dieser Saison ließ der 20-Jährige gestern in der Veltins-Arena keinen Zweifel daran, dass er sich die Bundesliga zutraut. „Überall, wo ich bisher gespielt habe, hat es nicht lange gedauert, bis ich mich angepasst habe“, betonte Mendyl, der zukünftig mit der Rückennummer drei auflaufen wird.

  • Hamza Mendyl

    Voller Selbstvertrauen präsentierte sich Hamza Mendyl gestern den Reportern auf Schalke. Foto: René Preuß

Dass auch die britische Klubs FC Arsenal London und Newcastle United Interesse an seiner Verpflichtung hatten, stritt Mendyl nicht ab. „Das stimmt. Aber es gab Probleme mit der Arbeitserlaubnis“, sagte der Linksverteidiger, der sich selbstverständlich nach eigener Aussage auch die Premier League zugetraut hätte.

Dass er sich für den FC Schalke 04 entschied, hatte vor allem mit zwei Personen zu tun: Trainer Domenico Tedesco und seinem neuen Mannschaftskameraden Amine Harit. Über Tedesco habe er nur Gutes gehört. Dieser sei ein Trainer, bei dem er sich weiter entwickeln werde. Tedesco kümmere sich sehr um junge Spieler. Das sei ein wesentlicher Grund für ihn, zu den Königsblauen zu wechseln.

Ein wichtige Rolle für seinen Wechsel nach Gelsenkirchen spielte außerdem sein marokkanischer Landsmann Amine Harit. „Wir haben viel telefoniert. Er hat mir gute Ratschläge gegeben und hilft mir in meinem neuen Verein bei der Integration. Amine ist wie ein Bruder zu mir“, sagte Mendyl.

Beeindruckt von der Unterstützung

Aber auch von den Rahmenbedingungen beim aktuellen Vizemeister schwärmte der Linksverteidiger: „Ich wusste, dass Schalke ein sehr großer Verein in Deutschland ist. Mein Eindruck war vorher schon sehr gut. Seit ich hier bin, beeindruckt mich, dass jeden Tag Fans zum Training kommen und uns zuschauen. Die Unterstützung ist sehr groß.“

Nachdem der noch verletzte Bastian Oczipka in der vergangenen Saison auf der linken Schalker Außenbahn quasi gesetzt war, werden dort die Karten nun neu gemischt. Abdul Rahman Baba will nach langer Leidenszeit beweisen, dass er seine Verletzungsmisere überwunden hat und ein wertvoller Faktor für das Schalker Spiel werden kann.

Und Mendyl mochte gestern nicht einmal ausschließen, dass er schon für das Wolfsburg-Spiel zum Bundesligastart eine ernsthafte Option ist. „Ich bin seit Montag im Training und gebe alles. Die Entscheidung hat aber der Trainer,“ so der Marokkaner, der im Dezember seine Freundin Maroua heiraten wird. Sie hat ihn nach Gelsenkirchen begleitet wie auch seine Eltern, die ihn bei seiner Fußballer-Karriere stets unterstützen.

Wenn Oczipka im Herbst wieder fit sein sollte, wird er sich also auf verstärkten Konkurrenzkampf einstellen müssen. In den Trainingseinheiten in dieser Woche war schon zu sehen, dass Mendyl über eine enorme Geschwindigkeit verfügt. Diese dürfte ihm auch in der Champions League zugutekommen. „Dass ich dort mit 20 Jahren spielen könnte, hätte ich bis vor kurzem nicht geglaubt“, blickt der Neuzugang den Spielen in der Königsklasse schon mit großer Vorfreude entgegen.

 

 

Rückschlag für Benjamin Stambouli: Der Franzose hat sich eine Syndesmoseverletzung zugezogen und wird für einige Wochen ausfallen. Omar Mascarell (Belastungssteuerung) setzte am Dienstag mit dem Training aus. Ralf Fährmann und Franco di Santo waren wieder mit von der Partie, nachdem sie am Montag pausierten.
 
Tedesco hat den Trainingsplan verändert. Ursprünglich waren für Mittwoch zwei Trainingseinheiten angesetzt, jetzt ist trainingsfrei.
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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    22. August 2018, 04:07 Uhr
    Aktualisiert:
    20. September 2018, 03:33 Uhr
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