Schalke verliert 1:2 gegen Bremen: Bittere Niederlage nach Treffer in der Nachspielzeit

Gelsenkirchen Schalke 04 hat in der Fußball-Bundesliga einen herben Rückschlag im Kampf um das internationale Geschäft erlitten. Beim 1:2 gegen Abstiegskandidat Werder Bremen gaben die Königsblauen, bei denen der scheidende Nachwuchsstar Leon Goretzka erneut zu Beginn nur auf der Bank saß, nach einer schwachen Leistung auf eigenem Platz leichtfertig eine Führung ab und verloren durch einen Treffer in der Nachspielzeit noch mit 1:2.

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  • FC Schalke 04 - Werder Bremen

    Schalkes Max Meyer und Bremens Maximilian Eggestein (r.) im Zweikampf. Foto: Ina Fassbender (dpa)

  • FC Schalke 04 - Werder Bremen

    Yevhen Konoplyanka erzielt das 1:0 für Schalke gegen Bremen. Foto: Ina Fassbender (dpa)

Zunächst war in der 24. Minute aber Bremens Jiri Pavlenka im Tiefschlaf: Nach wenig überzeugender Anfangsphase auf beiden Seiten drohte die Partie gerade komplett im Mittelmaß zu versinken, da ließ der Werder-Torwart einen harmlosen Schuss von Yevhen Konoplyanka aus 20 Metern durch die Hände ins Netz gleiten - sehr zur Freude der S04-Fans.

In der Folgezeit der ersten Hälfte kontrollierte der bisherige Liga-Zweite dann nach Belieben das Geschehen auf dem Feld - ohne zu wirklich zwingenden Aktionen im Bremer Strafraum zu kommen. Schalke-Trainer Domenico Tedesco hatte im Sturm - wie schon vor Wochenfrist in Stuttgart - erneut Franco Di Santo den Vorzug gegen Guido Burgstaller gegeben. Der Argentinier konnte sich aber nur selten auszeichnen. Dagegen glänzte Publikumsliebling Amine Harit im offensiven Mittelfeld erneut mit schönen Einzelaktionen, großem Einsatzwillen und enormem Laufpensum.

In der zweiten Halbzeit brachte Tedesco dann doch den in den letzten Wochen für seinen Wechsel zu Bayern München vielfach gescholtenen Goretzka für Bentaleb - und plötzlich lief es für die bis dato recht harmlosen Schalker. Mit dem neuen Ideengeber auf dem Platz hatte nun auch Di Santo gute Torchancen. Die größte machte in der 53. Minute Pavlenka zunichte, der den Ball reaktionsschnell um den rechten Pfosten lenkte. In der 65. Minute musste der Argentinier schließlich aber Burgstaller weichen, der als Joker für die Entscheidung sorgen sollte - so zumindest der Plan des Trainers.

Doch es kam ganz anders: In der Schluss-Viertelstunde wurden die Bremer nämlich endlich frecher. Eine Notbremse von Nastasic, für die der Schalke-Verteidiger seine zweite gelbe Karte sah und daher mit Gelb-Rot vom Platz musste, leitete schließlich den Ausgleich ein. Nach dem anschließenden Freistoß gab es ein Gerangel im Schalker Fünfmeterraum, bei dem Ralf Fährmann offenbar den Überblick - und den Ball aus den Händen - verlor. Max Kruse bedankte sich beim S04-Keeper - und schob zum 1:1 ein (79.).

Und es wurde noch schlimmer für den Schalker Torwart: In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde er zunächst vor dem Kasten getunnelt und musste dann mit ansehen, wie der eingewechselte Junuzovic das Leder unter dem Riesenjubel der Werderaner zum 1:2 über die Linie drückte.

Dann war auch schon Schluss, und Schalker Spieler wie Fans blieben geschockt in der Veltins Arena zurück: Sie konnten das zuvor Geschehene auch Minuten später einfach nicht fassen.

FC Schalke 04: Fährmann, Kehrer, Naldo, Nastasic, Caligiuri, Oczipka, Bentaleb (46. Goretzka), Meyer, Harit, Konoplyanka (70. Pjaca), di Santo (65. Burgstaller)
SV Werder Bremen: Pavlenka, Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson, Delaney, Eggestein, Rashica (56. Johansson), Gondorf (70. Junuzovic), Kruse, Belfodil
Zuschauer: 62.271 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
Tore: 1:0 Konoplyanka (24.), 1:1 Kruse (79.), 1:2 Junuzovic (90. +3)
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Nastasic (Schalke, 78.)

 
4 KOMMENTARE
04.02.18 22:44

wenn man 1 glückstor macht

von news

und sich dann 60 minuten ausruht muß der schuß nach hinten losgehen

04.02.18 09:47

Moin, was ist grün

und schießt zwei Tore?

?

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Februar 2018, 17:32 Uhr
    Aktualisiert:
    8. März 2018, 03:34 Uhr