Bereits im Januar waren Teile des Arena-Daches durch Schnee und Eis so stark beschädigt, dass zu zwei Heimspielen hinter der Haupttribüne Regen und Wind das Zuschauen zu keinem Vergnügen machte. Doch diesmal sind die Schäden noch viel größer. Zwei der insgesamt 40 Bahnen der Dachmembran sind auf der Haupttribünenseite eingerissen, eine weitere in der Südkurve droht dasselbe Schicksal. Dabei handelt es sich um eine Fläche von fast 3 000 Quadratmetern. „Die schwierigen Witterungsbedingungen lassen es jedoch derzeit nicht zu, das Dach der Spielstätte zu betreten, um es vom Schnee zu räumen. Deshalb haben wir das Stadion gesperrt“, erläutert Ulrich Dargel, der Technische Leiter der Arena, der am „Heiligen Abend“ telefonisch im Dauereinsatz war.
Da die Sicherheit der Menschen für Schalke oberste Priorität hat, war die Absage der Biathlon-Veranstaltung die logische Konsequenz. Sie soll nun zwischen Januar und März 2011 nachgeholt werden. Die Karten behalten ihre Gültigkeit oder können eingetauscht werden. Der Verein richtet in den nächsten Tagen eine Servicenummer ein.
Nun beginnt für Schalke ein Wettlauf mit der Zeit, denn schon am 15. Januar soll in der Veltins-Arena das Heimspiel gegen den Hamburger SV ausgetragen werden. Ab heute sollen die Arbeiten unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen beginnen. Ob die Reparaturarbeiten rechtzeitig fertig sind, steht in den Sternen. Denn die Dachmembranen sind Spezialanfertigungen mit langen Lieferzeiten. Bereits beim ersten Dachschaden im Januar gab es einige Verzögerungen, bis die amerikanische Firma, der Schalke den Auftrag erteilt hatte, liefern konnte. Außerdem spielt das Wetter eine entscheidende Rolle.
Sicher ist schon jetzt: Gegen den HSV kann das Arena-Dach nicht geschlossen werden. Dieser Dachschaden wird Schalke also noch eine Weile beschäftigen.











