Stürmer ist ein Glücksgriff: Harit begeistert Schalke-Manager Heidel

Stuttgart Die Schalker Fans hatten ihr Urteil schnell gefällt. Schon Mitte der zweiten Halbzeit kam beim Schalker 2:0 (2:0)-Erfolg in Stuttgart das Liedrepertoire zum Einsatz, das Anhänger eben so singen, wenn ihre Mannschaft auf einen ungefährdeten Sieg zusteuert.

  • FC Schalke 04 - 1. FC Köln

    Amine Harit (l), Max Meyer und Naldo (r). Foto: Ina Fassbender

Von „Oh, wie ist das schön“ bis zu „Die Nummer eins im Pott sind wir“ reichten die Sprechchöre. Dass Fährmann und Co. hinterher in der Fankurve begeistert gefeiert wurden, passte ins Bild eines rundum gelungenen Nachmittags aus der Sicht der Königsblauen. Auch Schalke-Trainer Domenico Tedesco war mittendrin statt nur dabei beim Bad in der Menge.

Obwohl wie immer sehr aktiv an der Seitenlinie, erlebte der 32-Jährige alles in allem geruhsame 90 Minuten. Zu überlegen war seine Mannschaft mit dem jungen Spaßfußballer Amine Harit an der Spitze, der mit jeder Partie wertvoller für die Blau-Weißen wird.

Und auch das Selbstvertrauen des 20-Jährigen wächst mit jedem Spiel. Als Yevhen Konoplyanka in der 19. Minute den Ball in den Händen hielt, Max Meyer ihm bedeutete, Daniel Caligiuri sollte nach Foul an Leon Goretzka den fälligen Elfmeter treten, schnappte sich Harit einfach das Spielgerät und verwandelte eiskalt.
„Da haben wir uns auch auf der Bank ein bisschen gewundert“, schmunzelte Manager Christian Heidel über den jungen Stürmer, den Schalke im vergangenen Sommer angesichts des mehr und mehr aus den Fugen geratenen Transfermarktes relativ preisgünstig (8,5 Millionen Euro) ergattern konnte.

„Ich habe ihm nach der Partie gesagt, er kann jetzt auch mal zwei, drei schlechte Spiele machen“, scherzte Heidel, nachdem er darauf angesprochen wurde, ob Harit im Sommer in den Fokus anderer Klubs geraten könnte. „Der Junge wird immer besser, er hat einen Trainer, der auf ihn steht und mit ihm im taktischen Bereich individuell arbeitet. Auch defensiv ist er fleißig. Es macht Spaß mit ihm“, so Heidel.

Schon drei Tore erzielt

Jetzt hat der erblondete Stürmer schon drei Saisontore auf dem Konto. „Es macht Spaß, auf Schalke zu spielen. Ich habe mich vor dem Elfmeter gut gefühlt, deshalb habe ich mir den Ball genommen“, erzählte Harit mit einem Grinsen.

Grund zur Freude hatte auch Trainer Tedesco, der seine schwäbische Heimat unbedingt mit einem Sieg verlassen wollte. Vor allem in der ersten Halbzeit beherrschte seine Mannschaft den Gegner nach Belieben. Taktisch diszipliniert und läuferisch höchst engagiert, waren Fährmann und Co. den biederen Stuttgartern, die am Sonntag ihren Trainer Hannes Wolf feuerten, in allen Belangen überlegen. Dass die beiden Schalker Tore durch Naldo (14.) und Harit (19.) früh fielen, spielte den Königsblauen zusätzlich in die Karten.
Einzig die Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit rief Kritik bei Tedesco hervor. „Da haben wir unsere Konterchancen wieder nicht gut ausgespielt.“ Den Vogel schoss dabei Konoplyanka ab, der aus kurzer Entfernung am fast leeren Tor vorbei schoss.

„Nach 100 Metern im vollen Sprint habe ich meine Beine nicht mehr gespürt. Das ist extrem ärgerlich, aber trotzdem kann ich heute gut schlafen, weil wir das Spiel gewonnen haben“, trug der Ukrainer sein Missgeschick mit Fassung.

Schalke blieb erstmals seit dem 19. November 2017 (2:0-Erfolg gegen den Hamburger SV) ohne Gegentor und verteidigte seinen Champions-League-Platz. Und auch Leon Goretzka macht weiter Fortschritte. In den 56 Minuten, die der Nationalspieler spielte, zeigte er sich wesentlich formverbessert im Vergleich zum Hannover-Spiel. Heidel ist überzeugt: „Leon wird uns weiter helfen.“

Schon im Heimspiel gegen Bremen erhofft sich der Schalke-Manager die nächste Leistungssteigerung von Goretzka. Ob dann auch die Schalker Fans wieder ihre Mannschaft feiern können?
1 KOMMENTAR
04.02.18 22:46

gegen werder

von news

war harit eine gurke - mußte wegen nachtreten rot sehen und verschuldet mit total unmotiviertem fehlpass ein gegentor

?

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  • Erstellt:
    29. Januar 2018, 06:13 Uhr
    Aktualisiert:
    3. März 2018, 03:34 Uhr
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