Testspiel am Samstag: Schalke plant Büro in China und spielt gegen Paderborn

GELSENKIRCHEN Der Jetlag, die hohe Luftfeuchtigkeit, die tropischen Temperaturen, der Reisestress – das sind nur einige der strapaziösen Rahmenbedingungen, die den FC Schalke 04 auf seiner China-Reise erwarten. Ab Sonntag geht es vom Frankfurter Flughafen bis zum 22. Juli ins Reich der Mitte.

  • Alexander Jobst

    Schalkes Marketing-Vorstand Alexander Jobst Foto: Tim Rehbein/Archiv

Trotz der anstrengenden Umstände schon zu Beginn der Saisonvorbereitung sei diese Reise für den FC Schalke 04 eine Notwendigkeit, betonte Alexander Jobst. „Denn China ist für uns ein sehr wichtiger Markt“, sagte das Vorstandsmitglied, der seit 2011 den Marketing- und Merchandising-Bereich verantwortet, im Gespräch mit dieser Zeitung. So wichtig, dass die Königsblauen sogar ihr eigentliches Trainingslager im österreichischen Mittersill um einen Tag nach hinten verschoben haben.

Schalke fährt nach 2016 erneut nach China, um den eigenen Bekanntheitsgrad zu erhöhen und die eigene Marktposition auszubauen. Rund 1,5 Millionen Chinesen informieren sich regelmäßig durch die sozialen Medien über den FC Schalke 04. Eine ordentliche Zahl, die Jobst aber noch erheblich steigern will. Um dauerhaft im hart umkämpften asiatischen Markt Fuß zu fassen, will Schalke in ein oder zwei Jahren sogar ein eigenes Büro in China eröffnen.

„Das ist in Planung“, bestätigt Jobst, wohlwissend, dass sportlicher Erfolg unabdingbar ist, um die Herzen der Asiaten zu erobern. Weil Schalke erstmals seit der Saison 2008/2009 das internationale Geschäft verpasst hat, ist seine Arbeit aber nicht leichter geworden. Doch bei der Erschließung neuer Wachstumsmärkte will Schalke dem FC Bayern und Borussia Dortmund auf den Fersen bleiben, die in New York und Shanghai (Bayern) bzw. Singapur und Shanghai (BVB) bereits eigene Repräsentanzen eröffnet haben.

Der asiatische Markt ist hart

Mit welch harten Bandagen um Sponsoren im asiatischen Markt gekämpft wird, bekam Schalke bereits zu spüren. Zwei chinesische Partner  („Huawei“ und „Hisense“) sind bereits wieder abgesprungen. Doch es ist kein Geheimnis, dass es Jobst gelungen ist, mindestens einen neuen Sponsor zu gewinnen, der während der China-Reise vorgestellt werden soll.

Neben zahlreichen Sponsorenterminen wird in den sieben Tagen im Reich der Mitte auch Fußball gespielt. Schalke trifft auf Besiktas Istanbul (19. Juli) und Inter Mailand (21. Juli). Rund 65 Personen wird die Schalke-Delegation umfassen. Mit seiner Knappen-Fußballschule leistet Schalke zudem fußballerische Entwicklungsarbeit in China. Jobst: „Monat für Monat sind Trainer zu Gast in der Region Kunshan und trainieren Jugendliche in Elitemannschaften. Das unterstreicht das Interesse an unserem Know-How in der Nachwuchsarbeit. Wir wollen uns als Schalke 04 offen, transparent und vor allem fannah präsentieren.“
Vor der China-Reise steht heute (14.05 Uhr, live im WDR) noch das zweite Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung beim Drittligisten SC Paderborn auf dem Programm. Dabei wird Amine Harit sein Debüt im Schalke-Trikot feiern. Der designierte Neuzugang Bastian Oczipka wird wohl noch nicht dabei sein. Unwetter in den USA haben seine Rückkehr nach Deutschland verzögert. Deshalb ist auch sehr fraglich, ob der Verteidiger die China-Reise wird mitmachen können, weil auch noch Visumsangelegenheiten zu regeln sind.
Vom Tisch sind die Hoffnungen des AS Rom, Matija Nastasic zu verpflichten. Manager Christian Heidel bestätigte gegenüber „Sky“, dass der Serbe auf Schalke bleibe. Die Römer hätten den 24-Jährigen gerne als Nachfolger für den zum FC Chelsea abgewanderten Antonio Rüdiger verpflichtet.


 
Am 31. August bestreitet Schalke ein Benefizspiel zugunsten des finanziell angeschlagenen FC Gütersloh. Gespielt wird ab 19 Uhr im Heidewaldstadion.
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