Hendrik Jochheim
Wenn wir die bisherigen Saisonverlauf sehen, können uns als Fans der Königsblauen wirklich nicht beschweren. Ich kann Schalkes Manager Horst Heldt deshalb durchaus verstehen, dass am Samstag er über die Reaktion einiger Zuschauer so enttäuscht war. Dahinter steckt aber meines Erachtens eine Entwicklung, die schon in den letzten zehn, zwölf Jahren zu beobachten ist: Das Publikum auf Schalke ist viel kritischer geworden.
Früher, noch zu Zeiten des Parkstadions, wären bei so einem Wetter ja allenfalls 30.000 Leute zum Spiel gekommen, die hätten dann aber jeden Ballkontakt ihrer Mannschaft bejubelt. Heute kommen viele, die das Spiel in erster Linie konsumieren wollen: Sie bezahlen viel Geld und wollen dafür etwas geboten bekommen.
Der harte Kern der Fans kann jedoch sehr gut differenzieren. Vor allem die Nordkurve ist viel sensibler im Umgang mit der Mannschaft – nicht so überkritisch.
Sicherlich war es schade, dass Schalke gegen Mainz nicht gewonnen hat, aber die Mannschaft hat sich ja sichtlich bemüht, die Leistung war da. Wenn es nicht so gewesen wäre, dann hätten natürlich auch die Fans der Nordkurve das kritisch angemerkt – und das zu recht.
Aber selbst wenn Schalke 04 es am Ende dieser Saison nicht schaffen sollte, um die Meisterschaft mitzuspielen: ein Championsleague-Platz scheint in der jetzigen Verfassung allemal möglich. Und das ist auch nicht wenig!
Wir sollten nicht zu viel Druck auf die Mannschaft ausüben. Sie braucht uns als Unterstützung, alles andere hilft ihr gewiss nicht weiter.











