Slawo Freier (li.) und die Vfl-Fußballer wollen am Millerntor Revanche nehmen für die 1:2-Hinspielniederlage.
Es dauerte länger als üblich, "weil es zu dem Spiel eine ganze Menge zu sagen gab", wie Cheftrainer Andreas Bergmann kurz erläuterte. "Bei der Nachbesprechung des Heimspiels konzentrierte man sich besonders auf die zweite Spielhälfte, in der die Bochumer zeitweise die Begegnung aus der Hand gaben, weil sie dem Rostocker Druck zu wenig Power entgegensetzten und sich im Aufbau zu viele Fehler leisteten. "Das haben wir uns noch einmal ganz genau angesehen und die Spieler haben lebhaft mitdiskutiert", war Bergmann mit den Ergebnissen der Nachbetrachtung offensichtlich zufrieden.
Vielleicht reicht der Lernprozess aus, um am Sonntag in Hamburg endlich zu realisieren, was im bisherigen Saisonverlauf noch nicht gelang: ein Sieg gegen eine Top-Mannschaft der Liga. Auch im Hinspiel scheiterte der Versuch trotz einer 1:0-Führung durch Kapitän Christoph Dabrowski. Weil im späteren Verlauf Bartels und Kruse und für die Gäste trafen, nahm St. Pauli die Punkte mit zur Reeperbahn. Für die Bochumer war es der Auftakt zu vier Niederlagen in Serie und damit der Anfang vom Ende aller Aufstiegshoffnungen.
Mit gutem Grund weist Giovanni Federico, der sich unter Trainer Andreas Bergmann in der Stamm-Elf des VfL festgespielt hat, darauf hin, dass "wir in der Hinrunde viel verschlafen haben", weshalb jetzt noch einige Rechnungen zu begleichen seien.
Sieben Heimsiege
Im ausverkauften Millerntor-Stadion wollen die Gastgeber ihre Heimstärke untermauern. Von zehn bislang ausgetragenen Heimspielen gewannen die Norddeutschen sieben. Einmal spielte St. Pauli unentschieden, zwei Begegnungen wurden verloren.
Auf St. Pauli gibt es am Sonntag ein Wiedersehen mit zwei ehemaligen VfL-Fußballern, die aber beide nicht in der Anfangsformation von Trainer André Schubert stehen: Torhüter Philipp Heerwagen (ausgeliehen bis Saisonende) und Stürmer Mahir Saglik spielen für den Kiez-Klub.


