Westfälisches Landestheater: Wut und Frust der Teenager

CASTROP-RAUXEL Mit einem aktuellen Thema, dem unter Jugendlichen beliebten Zeitvertreib Komasaufen, beschäftigt sich die jüngste Produktion des Westfälischen Landestheaters (WLT): Die Adaption von Wolfram Hänels Jugendroman "Alk. Außer Kontrolle", für die Bühne von Dramaturgin Sabrina Ullrich bearbeitet und von Veit Kassel in Szene gesetzt, feierte am Sonntag Premiere im Studio in Castrop-Rauxel.

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    Vor Stapeln mit Bierlästen spielen die Schauspieler des WLT das Jugendstück übers Komasaufen. Foto: Foto: Beushausen

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    Die Hauptdarsteller im Jugendstück des Westfälischen Landestheaters. Foto: Foto: Beushausen

In einem plakativen Szenen-Reigen und viel Musik wird die Geschichte von Sebastian Marx erzählt, der mit dem Tod seines besten Freundes nicht klarkommt. Mit zwei Schulkameraden von der Hauptschule und dem Mädchen Marie hängt er ab - und Alkohol ist immer mit dabei.

Die Welt scheint nur aus Verboten zu bestehen, die Teenager wissen nicht, wie sie sich in die Gesellschaft einbringen können - und so brüllen sie mit pubertären Pathos ihre Wut heraus.

Grenzen aufzeigen

Die Erwachsenen zeigen ihnen nur ihre Grenzen auf, Kommunikation scheint unmöglich: So erwischt Alexander Leders Lehrer Marx mit Kumpel Krawinski (Steffen Weixler) beim Haschischrauchen auf der Schultoillette. Marx´ Mama, die Denise Elsen zwischen besorgt und verärgert gibt, tritt nur als nörglende Spaßbremse auf.

Daniel Printz spielt Marx leicht melancholisch verunsichert, der nur schüchtern auf die Anmache von Marie eingeht, die Julia Panzilius überzeugend als selbstbewusstes Mädchen verkörpert.

Ausstatterin Marie Edith Kandolf hat die jungen Leute in typische Alltagskleidung gesteckt und die Bühne mit 150 Bierkästen gefüllt. In unterschiedlichen Anordnungen geben sie die diversen Spielorte ab - und es braucht nur wenige weitere Requisiten: Ein "Open"-Schild markiert den Eingang zur Disco und ein aufgehängtes Transparent mit einer gemalten Bücherwand steht für Maries sturmfreie Bude. 

Viel Applaus für ein jugendgerecht und actionreich inszeniertes Spiel und die engagierten Mimen, denen der Zuschauer ihren Weltschmerz abnimmt.

Termine: 21./22./25,/26.2.; Karten: Tel. (02305) 22299.

 

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