Lippebrücke: Bürger werden erst im Frühjahr informiert

AHSEN Zum Thema Ersatz für die gesperrte Lippebrücke wird es erst im Februar oder März eine Informationsveranstaltung für Bürger geben. Die Initiative "IGLO“ macht sich für einen Neubau stark.

  • Die Initiative „IGLO“ macht sich auch bei einem Neubau der Lippebrücke Ahsen für eine Gewichtsbeschränkung für Fahrzeuge wie vor der Sperrung stark, solange die Ortsumgehung nicht fertig ist. So soll der Schwerlastverkehr aus dem Dorf gehalten werden. Foto: Andreas Kalthoff

Ende Oktober hieß es aus dem Recklinghäuser Kreishaus noch, es werde in jedem Fall im November eine Bürgerinfo zum Thema Ersatz für die gesperrte Lippebrücke geben. Das hat die Kreisverwaltung Recklinghausen nun revidiert. Die Informationsveranstaltung wird wohl erst im Februar oder März stattfinden. Jan-Michel Tesmer von der Initiative „IGLO“ (Interessengemeinschaft Lippebrücke und Ortsumgehung) hält das für die richtige Vorgehensweise.

Der Kreis sei noch nicht so weit. Deshalb mache eine solche Veranstaltung, bei der die Bürger am Ende mit mehr Fragezeichen über dem Kopf rausgehen als mit Ausrufezeichen, nicht wirklich Sinn, so Tesmer auf Anfrage unserer Redaktion.

Bis zum 11. Dezember auf Ausschreibung bewerben

Wie berichtet, hat der Kreis Recklinghausen, der die Federführung bei diesem Vorhaben hat, jetzt die Ausschreibung für die Vorplanung einer Ersatzbrücke herausgegeben. Bis 11. Dezember können sich Unternehmen darauf bewerben. Die Ausschreibung sieht sowohl die Variante einer Behelfsbrücke als auch den Neubau ohne Zwischenlösung vor. „IGLO“ hat dabei eine klare Präferenz. „Wenn es zu einer Behelfslösung kommt, die später durch einen richtigen Neubau ersetzt wird, hätten wir in Ahsen ja eine erneute Sperrzeit der Brücke“, so Tesmer weiter. Entscheidend für die beiden Varianten ist die Tragfähigkeit der vorhandenen Fundamente. Auch die soll im Zuge der Vorplanung untersucht werden. Sind die vorhandenen Fundamente nicht mehr nutzbar, hätte sich die Variante mit einer Zwischenlösung ohnehin erübrigt.

"IGLO" fordert Gewichtsbegrenzung

„IGLO“ macht sich zudem dafür stark, dass selbst bei einem Komplettneubau einer zweispurigen Brücke wie bis zur Sperrung im April eine Gewichtsbegrenzung von 3,5 Tonnen gelten soll. „Sonst bekommen wir wieder Schwerlastverkehr ins Dorf“, befürchtet der „IGLO“-Sprecher“. Anders sieht es aus, wenn die geforderte Ortsumgehung fertig ist, die an die neue Lippebrücke angebunden werden soll. „Dann brauchen wir natürlich keine Gewichtsbegrenzung mehr.“ Nach Ansicht Tesmers würde ein zweispuriger Komplett-Neubau die Politik bei der Ortsumgehung auch ein Stück weit unter Zugzwang setzen.
4 KOMMENTARE
17.11.18 18:09

Immer wieder andere Ausreden...

von Fam.Juszszak

die Brücke ist schon lange nicht im Super Zustand gewesen.Und Schuld will keiner sein.Die lange Umleitung für jeden eine Zumutung!! Hat sicherlich irgendwann mal ein Ende, aber ist genauso Unverständlich wie die Hebewerks Brücke, die auch eine für den normalen Bürger untragbare Zustände täglich Kopfschütteln lässt.

16.11.18 09:23

Hinhaltetaktik...so kennen wir es

von Meckerkopp0311

Und anscheinend wollen wir es auch nicht anders. Denn wir sind es nicht anders gewohnt, uns in diesem unseren Lande von morgens bis abends verarschen zu lassen.
Nicht nur von der von uns gewählten Bundesregierung, nein, auch in der Kommunalpolitik wird alles zu Lasten des Bürgers ausgetragen.
Der hat unter der Unfähigkeit der Politik zu leiden.
Auch im Kreis Recklinghausen.
Der hätte zwar genug Geld für einen Kreistagsneubau, der zum Glück nun Geschichte ist, aber für eine kleine Brücke, hier in Datteln-Ahsen, da fehlen die Mittel....oder die Lust, etwas zu bewegen.
Glück auf

15.11.18 15:51

Die große Verantwortung

von Heidrun

Sie wird immer dann sehr herausgekehrt wenn es um mehr Gehalt oder eine Beförderung geht. Wenn tatsächlich Verantwortung übernommen werden soll wird sich schnell weg geduckt.

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