Blindgänger: Donnerstag droht die nächste Evakuierung

DÜMMER Stadtverwaltung und der Kampfmittelbeseitigungsdienst bereiten sich auf die nächste mögliche Entschärfung eines Blindgängers vor. Am Donnerstag werden am Meckinghover Weg 1 gegen 8 Uhr die Grabungen starten.

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    Das ist die 250-Meter-Evakuierungszone für den Fall, dass am Donnerstag eine Fünf-Zentner-Bombe am Meckinghover Weg entschärft werden muss.

Angesichts der Tiefe des sondierten Metallgegenstandes – 4,50 Meter – sei die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, recht hoch, sagt Stadtsprecher Dirk Lehmanski auf Anfrage.
Ob tatsächlich eine noch scharfe Fliegerbombe im Boden schlummert und ob diese dann unmittelbar entschärft werden muss, steht aber erst fest, wenn der Metallgegenstand freigelegt ist. Wann das passiert, darauf will sich der Stadtsprecher mit Hinweis auf die tiefe Lage im Boden nicht festlegen. Bei Entschärfungsaktionen in der jüngsten Vergangenheit gab es immer wieder Probleme mit eindringendem Grundwasser, das die Grabungen verzögerte.
 

Bis zu 2200 Bürger betroffen

Im Fall der Fälle hat die Stadtverwaltung auch bereits einen Evakuierungsplan für den Radius von 250 Metern um den Verdachtspunkt herum vorbereitet. Betroffen wären rund 850 Anwohner. Sollte sich gar eine scharfe Zehn-Zentner-Bombe im Boden befinden, müssten ca. 2200 Menschen ihre Wohnungen verlassen, sagt der Stadtsprecher.
 

Notquartier vorbereitet

Für Bürger, die während einer möglichen Evakuierung nicht wissen, wo sie die Zeit verbringen sollen, wird die Stadt ein Notquartier im Familienbüro Süd, Böckenheckstraße 3 am Süder Marktplatz, einrichten. Bei einer erforderlichen Entschärfung ist auch die B 235 betroffen, der Verdachtspunkt befindet sich unmittelbar am Kreuzungsbereich Castroper Straße/Meckinghover Weg.
 

Sperrung der B 235

Die Stadt will die Zeit der Sperrung der Hauptverkehrsachse Dattelns auf ein Minimum reduzieren, um ein Verkehrschaos zu vermeiden. Der Plan ist, die Sperrung der B 235 erst unmittelbar vor der eigentlichen Entschärfung zu starten.

Im Zuge von Kabelarbeiten des Versorgers Innogy wurde bei der Auswertung von alten Luftbildaufnahmen der Verdachtspunkt auf dem Eckgrundstück Meckinghover Weg/Castroper Straße ausgemacht.

In der Dümmersiedlung hat es in diesem Jahr bereits drei Evakuierungen und Bombenentschärfungen gegeben, einen weiteren Bombenfund gab es in Hagem. Nun müssen sich Bewohner in der Dümmersiedlung erneut darauf einstellen, ihre Häuser gegebenenfalls am Donnerstag für mehrere Stunden verlassen zu müssen.

 
Folgende Straßen wären von einer Evakuierung betroffen: Barbarastraße 6a, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 18; Castroper Straße 241, 262, 264, 266, 268, 275, 279, 283, 285, 287, 299, 301, 303, 304, 305, 307, 308, 309, 310, 311a, 311, 312, 314, 315, 316, 317, 322, 323, 324, 326; Dümmerstraße 9, 10, 11, 12, 14; Frankfurter Straße 1, 2, 3, 3, 4, 5, 7, 9, 11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37; Gerhardstraße 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 11, 13; In den Erlen 21 (Netto-Markt); Margaretenstraße 7a, 7b, 8a, 8, 9a, 9, 10a, 10; Marienstraße 1, 3; Meckinghover Weg 1, 3, 9, 11, 13, 15, 18, 20, 23, 31, 33a, 33b, 35, 36, 37; Tannenbergstraße 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 14, 16; Theresienstraße 1a, 1b, 2a, 2b, 2, 3a, 3b, 4, 5a, 5b, 7a, 7b, 8a, 8b, 9a, 9b, 10a, 10b, 14a, 14b.
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