Streckensperrung Hamm: Das sind die Auswirkungen der Streckensperrung zwischen Hamm und Dortmund

Dortmund Ab Samstag (14.7.) wird wegen Bauarbeiten die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Hamm für knapp zwei Monate gesperrt. Die Konsequenzen für Pendler im Überblick.

Die Deutsche Bahn (DB) sperrt von Samstag (14.7.) 0 Uhr bis zum 10. September (Montag) um 4 Uhr die Zugstrecke zwischen Dortmund un Hamm. In diesem Bereich erneuert sie die Schieneninfrastruktur und baut fünf Bahnhöfe aus. Die Arbeiten laufen gleichzeitig auf, neben und über den Gleisen, um Weichen und Schienen zu verlegen, die Oberleitung zu erneuern und Haltepunkte und Bahnhöfe zu modernisieren. Pendler, die nach Dortmund Kurl oder Kamen wollen, trifft das besonders hart.

Das ändert sich für Reisende:

Am Freitag ist außerdem bekannt geworden, dass auch der RE11 und die S5 am Wochenende 14.7. und 15.7. ausfallen. Der Grund sind laut Bahn "kurzfristig aufgetretene Personalengpässe".

Totalsperrung beschleunigt die Arbeiten

Die DB teilt mit, die Vollsperrung sei nötig, um die Arbeiten zugig durchzuführen. So könne eine lang andauernde eingleisige Sperrung vermieden werden. "Wir haben die einzelnen Projekte in dieser Baumaßnahme gebündelt, um zeitgleich so viele Arbeiten wie möglich durchzuführen", sagt der Projektverantwortliche Stefan Hänneschen von der DB Netz AG. Dafür muss auch nachts gearbeitet werden. Man versuche, die Belastung für die Anwohner so weit es geht zu reduzieren.

Die Bahn erneuert auf 26 Kilometern die Gleise, verlegt 44.000 Schwellen und mehr als fünf Kilometer Fahrdraht, setzt 36 neue Oberleitungsmasten und erneuert fünf Weichen, davon drei auf Dortmunder Gebiet. Das Investitionsvolumen für den Streckenabschnitt beträgt in diesem Jahr mehr als 57 Millionen Euro. Bis 2020 werden 73 Millionen Euro investiert.

Weg nach Bochum wird erschwert

Studentin Annika fährt normalerweise jeden Tag mit der Regionalbahn von Kurl zum Bochumer Hauptbahnhof. Sie ist froh, dass sie in den Semesterferien nur ein- bis zweimal in der Woche zur Ruhr-Uni Bochum muss. "Wahrscheinlich werde ich ab kommender Woche mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof fahren, von dort kann ich dann ja jeden Zug nach Bochum nehmen." Etwa 15 Minuten mehr Zeit pro Strecke plant sie ein. "Der Ersatzbus wird bestimmt viel länger brauchen", sagt sie.

Es gibt aber auch Bahnkunden, die von den Umleitungen profitieren. Wie Jenna Jochim aus Unna, die die Rheinisch-Westfälische Realschule für Hörgeschädigte in Dortmund besucht. Sie sagt, durch die Umleitung habe sie in den kommenden Wochen sogar mehr Züge zur Auswahl.