Hunderte Studenten betroffen: Handgranaten-Attrappe: Gebäude an der TU Dortmund evakuiert

DORTMUND An der TU Dortmund ist am Dienstagmittag ein Gebäude an der Emil-Figge-Straße geräumt worden. In einem Hörsaal fand ein Hausmeister einen verdächtigen Gegenstand. Der Einsatzleiter der Polizei erkannte auf den ersten Blick, was es damit auf sich hatte.

Das gesamte Gebäude an der Emil-Figge-Straße mit der Hausnummer 50 wurde laut einer Mitteilung der Polizei evakuiert. Zunächst hieß es, dass nur der Hörsaal geräumt wurde. Hunderte Studenten mussten gegen 11.50 Uhr das Gebäude verlassen. Mittlerweile sind die Räume wieder freigegeben.

Als der Einsatzleiter anschließend den Gegenstand untersuchte, sei ihm sofort klar gewesen, dass er nicht mehr gefährlich sei. Es handelte sich um eine Handgranate ohne Sprengstoff, die zwischen zwei Tischen eingeklemmt lag. Sie war aufgebohrt worden und von innen hohl, also eine Attrappe.

Keine Entschärfer angefordert

Die Polizei forderte daher auch nicht den Kampfmittelräumdienst an. "Es handelt sich nicht um eine Straftat nach dem Waffengesetz, da kein Sprengstoff mehr zu finden war", sagte der Sprecher. Unabhängig davon sucht die Polizei nach dem Täter - bislang gibt es noch keine Hinweise.

Dem Täter könnte eine Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat vorgeworfen werden, erklärte Henner Kruse, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund. Darauf steht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.