Unfall auf Bundesbank-Baustelle: Von Bagger überrollter Bauarbeiter interpretierte Piepen falsch

Aplerbeck Ein Bauarbeiter ist am Mittwochvormittag bei einem Arbeitsunfall auf der Baustelle der Bundesbank unter einen Bagger geraten. Das Amt für Arbeitsschutz nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Demnach ging dem Unglück wohl ein tragischer Fehler des Arbeiters voraus.

Aktualisierung (Donnerstag, 14.46 Uhr):

Das Amt für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Arnsberg hat inzwischen die Ermittlungen für den Unfall übernommen. Demnach sei es zu einem "akustischen Missverständnis" gekommen, wie der Pressesprecher der Bezirksregierung, Christoph Söbbeler, auf Anfrage erklärte.

Ein Trecker war aufgrund des schlechten Wetters im Schlamm stecken geblieben. Nun sollte der Raupenbagger ebendiesen wieder befreien. Dazu fuhr der Bagger rückwärts an den Trecker heran. "Aus Sicherheitsgründen ertönt dann immer ein Piepen vom Bagger", so Söbbeler. Quasi wie eine Rückfahrhilfe, nur dass der Ton auch außen zu hören ist.

Der später verletzte Arbeiter interpretierte dieses Geräusch falsch, statt Abstand zu halten,,stellte er sich an den Trecker. "Er wollte wohl helfen", so der Pressesprecher. Dabei geriet er unter den Raupenbagger. Doch Söbbeler konnte auch Positives verkünden: Der verletzte Arbeiter werde wieder vollständig gesund.

Ursprungsmeldung vom Mittwoch:

Wie die Feuerwehr Dortmund mitteilte, kam es am Mittwochvormittag gegen 11.30 Uhr zu dem Unglück auf der Baustelle in Dortmund-Aplerbeck. Der 21-jährige Arbeiter war bei Planierarbeiten von einem Raupenbagger überfahren worden.

Als die Feuerwehr am Unfallort eintraf, war der junge Mann bereits befreit und wurde vom Rettungsdienst versorgt. Anschließend transportierte ein Rettungswagen den Bauarbeiter ins Krankenhaus. Über seinem Gesundheitszustand hatte die Feuerwehr am Mittwochnachmittag keine Informationen.

Baggerfahrer steht unter Schock

Der Fahrer des Raupenbaggers erlitt einen schweren Schock und musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei weitere Arbeiter, die den Unfall beobachtet hatten, wurden psychologisch betreut.

Wie genau es zu dem Unfall kam, ist bislang unklar. Die Polizei Dortmund ermittelt aktuell den Unfallhergang. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit insgesamt 34 Kräften vor Ort.