Berufung eingelegt: 27-jähriger Halterner nach Disko-Schlägerei vor Gericht

HALTERN/BOCHUM Vor mehr als zwei Jahren hat ein Versicherungskaufmann (27) aus Haltern am See im Streit einen Disko-Boss niedergestreckt. Mit bitteren Folgen: Das Opfer hat nun Schrauben und Platten im Fußgelenk. Am Montag akzeptierte der Schläger vor dem Bochumer Landgericht endgültig seine Strafe.

Das Amtsgericht in Recklinghausen hatte bereits am 14. Dezember 2016 eine Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro (90 Tagessätze) wegen Körperverletzung verhängt. Weil der 27-Jährige damit nicht einverstanden war, hatte er zunächst Berufung eingelegt. Nach einer unmissverständlichen Ansage der Berufungskammer, dass dieses Urteil noch eher zu mild als zu hart ist und für den Halterner nach Aktenlage nichts, aber auch gar nichts rauszuholen sei, zog der Schläger (anfangs noch erkennbar widerwillig) seine Berufung schlussendlich zurück.

Hintergrund für die Tat war eine Geburtstagsfeier in einem Nachtclub in Recklinghausen im Oktober 2015. Der Versicherungskaufmann war bei der Privatparty als Aushilfe eingesetzt. Nachdem sein ebenfalls anwesender Bruder gegen 3 Uhr nachts nach Pöbeleien aus der Disko geworfen worden war, hatte sich der 27-Jährige eingemischt. Er versetzte dem Disko-Inhaber einen Faustschlag, dieser stolperte und stürzte folgenschwer.

Er zog sich einen komplizierten Bruch des Sprunggelenks zu. Es folgte eine Operation, bei der zur Fixierung der Bruchstellen zwei Stahlplatten und zwölf Schrauben eingebracht werden mussten. Ob der Disko-Boss jemals wieder beschwerdefrei laufen kann, ist unklar.