Auf Ewald: Aus Beton-Barrieren-Test wird Dauerzustand

HERTEN-SÜD Mitte Februar ließ die Stadt Herten im Kampf gegen Raser Beton-Barrieren auf dem Gelände der Zeche Ewald aufstellen. Diese sollten testweise ein halbes Jahr dort stehen bleiben. Die Zeit ist nun rum, für die Stadt steht fest, dass aus der Probe erst einmal ein Dauerzustand wird.

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    Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofes Herten (ZBH) stellen im Februar Beton-Barrieren auf, die nach einem halben Jahr Probe nun auch dauerhaft bleiben. Foto: Daniel Maiß

Schon nach drei Monaten hatte die Pressestelle erklärt, dass die Maßnahme aus Sicht der Stadt erfolgreich wäre. Demnach sei das Ziel der Absperrung gewesen, Beschleunigungsrennen auf der Albert-Einstein-Allee zu unterbinden. Dicke übereinander gestapelte und verfüllte Betonringe verhindern die Weiterfahrt vom Abzweig Friedrich-Bergius-Straße bis zum Doncaster-Platz. Dem Ordnungsamt lagen laut Stadtverwaltung damals nach dem Aufstellen kaum noch Beschwerden über Raser oder Rennen auf dem Ewaldgelände vor.

Dass die Beton-Ringe ihren Zweck erfüllen und auch notwendig sind, habe die Stadt nach Aussage der Pressestelle erst unlängst wieder festgestellt. Während der elftägigen Cranger Kirmes in Herne mussten die Barrieren für die Dauer des Volksfestes abgebaut werden. Das Gelände der Zeche Ewald war nämlich als Versorgungs-Ort vorgesehen, wenn es auf der Kirmes zu einem so genannten „Massenanfall von Verletzten“ gekommen wäre.

Da die nun wieder geöffnete kerzengerade Albert-Einstein-Allee nicht rund um die Uhr bewacht wurde, nutzten einige Raser die „freie Fahrt“ nach Auskunft der Pressestelle sofort wieder für Rennen. „In dieser Zeit gingen beim Ordnungsamt erneut mehrere Beschwerden wegen Rasen und Lärmbelästigung auf dem Gelände ein“, erklärt Stadtsprecherin Anne-Kathrin Lappe.

Spätestens das habe die Stadt in der Auffassung bestätigt, dass die Barrieren auch in der Zukunft stehen bleiben müssen. Lappe: „Und zwar bis auf Weiteres.“
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