Heinrich-Lersch-Straße: Gefährliche Absperrung mit Holzlatten

HERTEN. An der Heinrich-Lersch-Straße lagen Holzbalken – wohl um zu verhindern, dass am Fahrbahnrand Autos parken. Das führt zu gefährlichen Situationen. So musste Marion Kerstan ruckartig das Lenkrad rumreißen, als sie in die Straße einbiegen wollte. „Unmöglich und gefährlich“, findet die Süderin diese Art der Absperrung.

  • Mit Holzbalken wird an der Heinrich-Lersch-Straße der Straßenrand blockiert, damit dort niemand parkt.

Hintergrund dürften die Bauarbeiten sein, die derzeit an den Mietshäusern der Wohnungsgesellschaft „Vivawest“ stattfinden. Seit Monaten werden Dächer gedeckt und Fassaden gestrichen, weshalb die Gebäude eingerüstet sind. Es herrscht oft das übliche Baustellen-Gewusel mit Lastwagen, Schuttcontainern etc. Vor dem Hintergrund der ohnehin prekären Parksituation bedeutet dies eine zusätzliche Belastung für die Anwohner.

Marion Kerstan hatte bereits einmal beklagt, dass die Container für Bauschutt auf dem Gehweg abgestellt wurden. Dadurch waren Passanten – darunter auch die Schüler der Süder Grundschule in der Straße In der Feige – gezwungen, auf die stellenweise recht unübersichtliche Straße auszuweichen. „Das war schon ein Unding – und jetzt auch noch das!“, klagt Marion Kerstan. „Warum wird dort keine ordentliche Baustelle eingerichtet?“
 

Stadt war nicht informiert


Die Stadt Herten war über die Holzlatten-Absperrung nicht informiert. Auf Anfrage unserer Zeitung teilt die Sprecherin der Verwaltung, Calina Herzog mit: „Das ist natürlich völlig ordnungswidrig und wird umgehend kontrolliert.“ Dass bei Baustellen oft Absperrungen notwendig sind, sei klar. „Sie müssen aber genehmigt werden.“


Vivawest-Sprecher Thomas Wels erklärt: „Aufgrund Ihres Hinweises haben wir heute bei dem vor Ort tätigen Bauunternehmen veranlasst, dass die Bohlen sofort beseitigt werden. Diese Art des Freihaltens von Straßenraum ist auch aus unserer Sicht nicht akzeptabel.“ Die Bauleitung sei angewiesen, entsprechend zu kontrollieren. Wels: „Entstandene Unannehmlichkeiten bedauern wir.“
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