Streitgespräch im Schloss: Gut besuchter Schlagabtausch

SCHLOSSPARK Einen Schlagabtausch zwischen den Kandidaten der Bürgermeister-Stichwahl erlebten 400 Besucher am Dienstagabend, 31. Mai, im gut gefüllten Schloss Herten. Auf dem Hof standen viele weitere Interessierte. Sie alle waren der Einladung unserer Zeitung gefolgt, um Alexander Letzel (SPD) und Fred Toplak (parteilos) im direkten Vergleich zu erleben und ihre Standpunkte zu hören. Hier können Sie die Aufzeichnung der kompletten Veranstaltung noch einmal ansehen.



HA-Redaktionsleiter Frank Bergmannshoff moderierte den Abend. Alexander Letzel (29) pochte auf seine politische Erfahrung als Ratsherr und seine Leidenschaft für die Stadt und das Amt. Fred Toplak (57) dagegen betonte, dass er als Politikneuling sehr wohl die nötige Qualifikation mitbringe: Er sei Vermittler, Motivator, Koordinator und Ideengeber zwischen Bürgern, Verwaltung und Parteien.

Nachdem sie diese und viele weitere Meinungen der Bürgermeister-Kandidaten gehört hatten, urteilten viele Besucher positiv. Petra Strobelt (61) sagte: „Der Besuch hat sich gelohnt.“ Sie will Fred Toplak ihre Stimme geben. Das gilt auch für Dirk Czocherra (51), der nun noch mehr von dem dauerlaufenden Unternehmer Toplak überzeugt ist. Sven Dusza (27), kritisierte hingegen, dass Toplak, den er erstmals live erlebt hat, zu wenig konkrete Inhalte transportiere. Und auch Unternehmerin Katja Moseler (37) bleibt bei ihrem Favoriten Alexander Letzel, „weil da inhaltlich mehr Substanz und Hintergrundwissen herausklingt.“
36 KOMMENTARE
02.06.16 12:06

Fakencheck und die Aufrichtigkeit des A.L.

von jj-ph

Danke, H.A. für ihr Engagement in Sachen BM-Stichwahl. Danke für die Videoaufzeichnung. Lässt man diese nochmals Revue passieren, so ist eine Stelle – nach ca. 2 Stunden die Äußerung von Herr Letzel bemerkenswert.- Zitat:..man muss ehrlicherweise sagen, dass auch Politik ehrenamtliches Engagement ist. …. Das mache ich neben dem Beruf in meiner Freizeit, dafür kriege ich auch wenig Geld für, knapp 342 € im Monat, die voll versteuert werden müssen, davon gehen noch einmal 60,-€ an die Partei zurück, also damit verdient man nicht wirklich Geld mit, dass ist auch Ehrenamt…“
Diese Aussage ist schlicht nicht wahr! Herr Letzel bekommt, wie jedes Ratsmitglied nun erst einmal 386,80 Euro / Mon. . Zusätzliche Aufwandsentschädigung bekommt er als stellv. Bürgermeister den dreifachen Satz, so dass er allein an „Aufwandsentschädigung = 1160,40 + 386,80 =1.547,20 € bekommt. Hier sind noch nicht einmal die Aufwandsentschädigungen als Aufsichtsratsmitglied der städtischen Unternehmen enthalten. Ich denke alles in allem wird er mit 2000,- € /Monat für sein Ehrenamt entschädigt. Dass er nun der Öffentlichkeit weißmachen will, dass er nur ca. 342,- € bekommt, verstehe wer will. Aufrichtigkeit, gerade als Bürgermeisterkandidat – gerade im Wahlkampf - geht anders.

02.06.16 09:09

Bürgermeister, SPD und Herten

von fedo-xxl

Habe mir das Ganze noch einmal per Video angesehen.
Als ich Herrn Laetzels Argumente für den Umbau der Fussgängerzone und die Argumente um das Hertenforum anhörte, wurde mir schlecht. Wenn ich bei all dem Theater dann noch daran Denke, dass hier vorzeitig Arbeitsplätze und Steuereinnahmen vernichtet wurden (auf den Freizeitwert gar nicht geachtet, den die Bowlingbahn und das Kino für Herten darstellte), wird mir noch schlechter. Alles in Allem eine der größten Missgeschicke von Herten (nach dem Zechengelände-Chaos in Disteln). ICH bin der Meinung in Herten ist man für solche Projekte nicht gerüstet. Das zeigen auch ganz deutlich die Desaster, Blauer Turm, H2 Herten, Motorworld, etc..

02.06.16 08:13

Toplak überzeugt nicht wirklich.

von Mordred-Le-Fay

68 Jahre SPD geführtes Herten sind genug. Habe ich mir auch gedacht und habe es doch tatsächlich gewagt mal was anderes zu wählen. Gut es war nicht Toplak, denn der konnte mich schon im April nicht recht überzeugen. Und das bestätigte sich am Dienstag wieder. Da war Letzel klar im Vorteil. Der doch mit Wissen glänzen konnte. Problem ist, der Herr Letzel kommt nicht gut rüber. Irgendwie will der Funke da nicht überspringen.
Mein Fazit aus dem ganzen ist egal wenn man wählt, es wird sich nicht viel ändern.
Wenn Herr Toplak gewinnt wird er es verdammt schwer haben, mit einem Rat in dem die SPD mit absoluter Mehrheit sitzt.
Wenn Herr Letzel gewinnt geht es halt noch mal vier Jahre so weiter wie bisher.
Und dann wird sich zeigen ob der Wähler wirklich einen Politik wechsel in Herten will.
Aber auch da sollte man seine Euphorie nicht so hoch ansetzen. Ohne Geld können die anderen auch nicht viel machen.

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.