Streitgespräch im Schloss: Gut besuchter Schlagabtausch

SCHLOSSPARK Einen Schlagabtausch zwischen den Kandidaten der Bürgermeister-Stichwahl erlebten 400 Besucher am Dienstagabend, 31. Mai, im gut gefüllten Schloss Herten. Auf dem Hof standen viele weitere Interessierte. Sie alle waren der Einladung unserer Zeitung gefolgt, um Alexander Letzel (SPD) und Fred Toplak (parteilos) im direkten Vergleich zu erleben und ihre Standpunkte zu hören. Hier können Sie die Aufzeichnung der kompletten Veranstaltung noch einmal ansehen.

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36 KOMMENTARE
02.06.16 12:06

Fakencheck und die Aufrichtigkeit des A.L.

von jj-ph

Danke, H.A. für ihr Engagement in Sachen BM-Stichwahl. Danke für die Videoaufzeichnung. Lässt man diese nochmals Revue passieren, so ist eine Stelle – nach ca. 2 Stunden die Äußerung von Herr Letzel bemerkenswert.- Zitat:..man muss ehrlicherweise sagen, dass auch Politik ehrenamtliches Engagement ist. …. Das mache ich neben dem Beruf in meiner Freizeit, dafür kriege ich auch wenig Geld für, knapp 342 € im Monat, die voll versteuert werden müssen, davon gehen noch einmal 60,-€ an die Partei zurück, also damit verdient man nicht wirklich Geld mit, dass ist auch Ehrenamt…“
Diese Aussage ist schlicht nicht wahr! Herr Letzel bekommt, wie jedes Ratsmitglied nun erst einmal 386,80 Euro / Mon. . Zusätzliche Aufwandsentschädigung bekommt er als stellv. Bürgermeister den dreifachen Satz, so dass er allein an „Aufwandsentschädigung = 1160,40 + 386,80 =1.547,20 € bekommt. Hier sind noch nicht einmal die Aufwandsentschädigungen als Aufsichtsratsmitglied der städtischen Unternehmen enthalten. Ich denke alles in allem wird er mit 2000,- € /Monat für sein Ehrenamt entschädigt. Dass er nun der Öffentlichkeit weißmachen will, dass er nur ca. 342,- € bekommt, verstehe wer will. Aufrichtigkeit, gerade als Bürgermeisterkandidat – gerade im Wahlkampf - geht anders.

02.06.16 09:09

Bürgermeister, SPD und Herten

von fedo-xxl

Habe mir das Ganze noch einmal per Video angesehen.
Als ich Herrn Laetzels Argumente für den Umbau der Fussgängerzone und die Argumente um das Hertenforum anhörte, wurde mir schlecht. Wenn ich bei all dem Theater dann noch daran Denke, dass hier vorzeitig Arbeitsplätze und Steuereinnahmen vernichtet wurden (auf den Freizeitwert gar nicht geachtet, den die Bowlingbahn und das Kino für Herten darstellte), wird mir noch schlechter. Alles in Allem eine der größten Missgeschicke von Herten (nach dem Zechengelände-Chaos in Disteln). ICH bin der Meinung in Herten ist man für solche Projekte nicht gerüstet. Das zeigen auch ganz deutlich die Desaster, Blauer Turm, H2 Herten, Motorworld, etc..

02.06.16 08:13

Toplak überzeugt nicht wirklich.

von Mordred-Le-Fay

68 Jahre SPD geführtes Herten sind genug. Habe ich mir auch gedacht und habe es doch tatsächlich gewagt mal was anderes zu wählen. Gut es war nicht Toplak, denn der konnte mich schon im April nicht recht überzeugen. Und das bestätigte sich am Dienstag wieder. Da war Letzel klar im Vorteil. Der doch mit Wissen glänzen konnte. Problem ist, der Herr Letzel kommt nicht gut rüber. Irgendwie will der Funke da nicht überspringen.
Mein Fazit aus dem ganzen ist egal wenn man wählt, es wird sich nicht viel ändern.
Wenn Herr Toplak gewinnt wird er es verdammt schwer haben, mit einem Rat in dem die SPD mit absoluter Mehrheit sitzt.
Wenn Herr Letzel gewinnt geht es halt noch mal vier Jahre so weiter wie bisher.
Und dann wird sich zeigen ob der Wähler wirklich einen Politik wechsel in Herten will.
Aber auch da sollte man seine Euphorie nicht so hoch ansetzen. Ohne Geld können die anderen auch nicht viel machen.

02.06.16 20:11

Andere können es durchaus besser machen als die verkrustete Hertener SPD und ihr BM-Kandidat

von Westmichel

Die Politik braucht Erneuerung - nicht mehr des Selben!
Es ist neben der Frage des Geldes auch eine Frage der poltischen Strategie! Da können andere BM und andere Parteien durchaus andere Prioritäten setzen und andere Handlungsansätze entwickeln! Wie der erste Wahlgang gezeigt hat, will doch die Mehrheit der Hertener Wählerinnen und Wähler nicht wieder einen SPD-Bürgermeister!

02.06.16 08:00

Interessanter Kommentar beim Stadtspiegel:

von wollis

Nun. Dann gebe ich auch mal eine Entscheidungshilfe mit auf den Weg:
- Der DGB schreibt seine Mitglieder in Herten an und fordert sie auf, Letzel zu wählen, denn (Zitat!) "...zur Wahl stehen ein Gewerkschaftskollege und ein Unternehmer" - und dann implizit der Vorwurf, alle ausser dem "Gewerkschaftskollegen" würden Leiharbeit und Privatisierung befördern. Der Unternehmer als Feindbild - das ist moderne Gewerkschaftsdenke
Unterzeichnet von Herrn Hülsdünker, der auch im Vorstand der SPD Gelsenkirchen sitzt. Nur mal so.

- Die SPD platziert im Stadtspiegel eine Werbeannonce der SPD, die als Umfrage getarnt daher kommt, weil der Vermerk "Anzeige" an einer anderen Position weiter Rechts steht. Beschwerde an den Presserat ist raus - Verstoß gegen den Pressekodex, Ziffer 7.

- gestern kam mir zu Ohren, dass die SPD ihre Leute anscheinend gezielt in Seniorenheime schickt, um dort die alten Herrschaften dazu zu drängeln, für Letzel abzustimmen.

Stellt sich mir eine Frage:
Was soll man von einem Kandidaten halten, dessen Partei versucht, mit solchen Mitteln ihren Kandidaten ins Amt zu hieven?

02.06.16 12:54

Stimmenfang

von Youkon2008

Habe gehört, dass unser ehemaliger Bürgermeister die Vorsitzenden von Vereinen anschreibt und darum bittet, die Vereinsmitglieder dazu zu bewegen, "seinen" Kandidaten zu wählen. Da frag ich mich doch: Wie ist er an die Anschriften gekommen? Hat da die Stadt wieder Adressen weitergegeben? Sollte die HA vielleicht auch mal recherchieren!

02.06.16 08:34

Berichterstattung nötig

von FinRay

Diese Praktiken sind mir auch schon zu Ohren gekommen. Ich würde mich freuen, wenn die Hertener Allgemeine da noch mal recherchiert und berichtet!

02.06.16 07:53

Herten hat jetzt eine Mega-Chance

von Bienemoni

Ganz ehrlich ? Natürlich muss Fred Toplak gewählt werden! Jetzt hat Herten die Chance festzustellen , ob es mit FT als BM aufwärts geht. Herr Toplak ist mit all seinen Aussagen messbar und würde als Unternehmer (sollte er wider Erwarten als BM scheitern) dazu seinen guten Ruf aufs Spiel setzen !
Und trotzdem will er BM werden!
Der Mann will wirklich , der ist grundehrlich !
Nutzt die Chance...
TOPLAK wählen!

02.06.16 05:38

Uli Paetzel verschickt Wahlempfehlungen und Stadtspiel veröffentlicht falsche Umfrage

von FinRay

Ich glaub, mich trifft der Schlag. Die SPD muss aber ordentlich die Hose voll haben. Uli Paetzel verschickt an alle Hertener Vereine eine Wahlempfehlung für Letzel (zufällig auch aun die CDU!) und im Stadtspiegel wird eine Werbeanzeige geschaltet, die den Anschein einer seriösen Wahlumfrage hat.

Sehr geehrte Hertener Allgemeine, berichten Sie doch mal darüber. Das ist Neu. Wann hat es dass in einem Wahlkampf in Herten schon gegeben? Die Vorgänge sind problemlos auf Facebook nachzulesen. Aber auf den Stadt Spiegel und eine Wahlempfehlung von Uli Paetzle können Sie sicherlich auch so zugreifen ...

02.06.16 13:02

Briefe an Vereine

von Youkon2008

Habe deinen Eintrag zu spät gelesen und weiter oben bereits gefragt, wie Paetzel an die Anschrift gekommen ist grinsen

01.06.16 22:17

Wird Zeit

von volker1808

Das sich was in Herten ändert,und endlich mal die SPD kein Bürgermeister stellt. Finde mit Fred kommt endlich mal einer aus dem Volk,der mitten im Leben steht und nicht so einer von der Schule der noch nichts erreicht hat. Finde es auch lächerlich seine Wahlplakate wo er mit Kumpels abgebildet ist,aber selbst noch nie ein Bergwerk gesehen. Das müsste doch für jeden Bergmann ein Schlag ins Gesicht sein,da doch die SPD nicht unschuldig ist das der Bergbau nicht mehr gibt.
Was hat die SPD in Herten die letzten Jahre geschafft,nichts. Wenn ich mir das Herten Forum angucke seit Jahren eine Bruchbude. Was ist mit der Ewaldstraße nur leer stand. Und ganz ehrlich was hat ein Torismusbüro an Ewald zusuchen,sowas gehört in die Stadtmitte,auch auf dem Mist vom Bürgermeister der SPD zuverdanken. Kann mich noch dran erinnern das Herten mal Kinderfreundlich war und überall Schilder standen,die abgebaut werden mussten und sich auch nicht mehr Kinderfreundlich nennen dürfen. Und so kann man es immer weiter ziehen.
Also sage ich mir schlimmer gehts nicht mehr also,den Roten Filz abwählen und ein Bürgermeister aus dem Volk wählen,nur so kann sich was ändern.

01.06.16 22:01

Wird Zeit

von volker1808

0

01.06.16 19:08

Eine Oper?

von nickelback

Wollen nicht alle was für die Jugend tun? Dann könnte auch noch eine Disco dort eröffnet werden.

01.06.16 16:41

Alterssicherung

von ruhri1904

Vielleicht gibt es ja auch einen ganz anderen Aspekt, warum Herr Toplak in dieses Amt will: Seine Altersicherung mal noch so kurz vor dem Ruhestand aufbessern. Muss nicht sein. Aber kann.
Ansonsten bleibt festzustellen: Am 05.06. ALEX WÄHLEN!!!!

01.06.16 17:33

O je

von fine

Na ruhri1904, auch bei der SPD?
Wenn Sie fordern ALEX WÄHLEN!!!! - sag ich TUTs NICHT !!!!!!
Lieber S.K.: damit stehts jetzt bereits 2:1.
Aber wo ich schon mal an den Tasten bin, sagt mal Leute hier: Sind doch alles Luxus-Probleme..., ich lese von Methodenwissen, Fachwissen, Hintergrundwissen
- fehlt noch das Halbwissen, ... wie wärs denn mal mit substanzionellem Erfahrungswissen (kommt gleich noch die Hundewiese?)
Als Dreingabe noch mein Kommentar an die Besserwissenden: Ich erwarte von einem Bürgermeister, dass er als Führungskraft leitet, analog wie ein Bahnhof oder Stellwerk. Da soll er nicht selbst die Züge fahren oder in jeden Waggon gucken, er soll die Weichen stellen.
Abschließend fordere ich als kulturbeflissener Bürger den Umbau des Herten-Forums zur Oper-Herten.
Grüße

02.06.16 07:49

ich kann es nicht mehr hören

von Joshi

Alex wählen so ein Käse ich will einen Bürgermeister wählen und nicht einen Klassensprecher . Habe nichts gegen Junge Zielstrebige Leute aber Leute in Führungspositionen die mal gesehen haben wie andere arbeiten das kann nichts werden habe es zigfach erlebt Glückauf und Daumendruck für Herrn Toplack

01.06.16 17:32

Ruhestand ...

von FinRay

Eines der witzigsten Statements in diesem Wahlkampf. Als Bürgermeister hat man doch nie wirklich Feierabend. Warum sollte man sich das antun für eine Altersabsicherung. Herr Toplak muss erstmal die Kosten für den Wahlkampf wieder reinbekommen ^^

01.06.16 16:51

Ach jott ach jott... was für ein lahmes Argument

von S.K.

Das setzt ja nun voraus, dass man als Unternehmer im Hause Toplak ein erheblich schlechteres Einkommen erzielt, als man es als Bürgermeister tut. Gemessen an dem Zeitaufwand, den man als Bürgermeister mit einbringen muß, ist das nun wirklich kein Tausch, bei dem es einem nur aufs Gehalt ankommen darf. X-D

Insofern setze ich dagegen: FRED WÄHLEN!
Womit Ihre und meine Stimme sich gegeneinander aufheben. zwinkern

Ansonsten bleibt festzustellen: Am 05.06. wählen gehen!
Ob Fred oder Alex, das entscheide jeder für sich - aber es wäre wirklich traurig, wenn wir in der Stichwahl eine Wahlbeteiligung unter 30% hätten, wo es hier immerhin um die Zukunft unserer Stadt geht.

01.06.16 16:36

Alterssicherung

von ruhri1904

0

01.06.16 16:01

Das Schlusswort

von FinRay

Was ich übrigens auch noch anmerken möchte: Beim Schlusswort hat man gemerkt, wer mit dem Herzen dabei ist und wer auswendig gelernt hat: Während Toplak kurz nachdachte, dann ausformulierte und auch wirklich persönlich wurde, hat Letzel seine drei Punkte runtergeleiert.

01.06.16 16:21

Es sind immer drei Punkte

von S.K.

Das ist eine ganz einfache Vortragstechnik. Es sind bei sehr vielen Vorträgen drei Punkte. Drei Kernthesen. Drei Pro- und drei Kontra-Argumente. Powerpoint-Vortrags-Grundkurs.

Deshalb kommt man auch ins Schleudern, wenn der Moderator dann einwirft, EIN Schlußwort sei erlaubt und man dann krampfhaft unbedingt trotzdem in die drei Punkte zurückfinden muß. X-D

01.06.16 15:47

Toplak hat die Ruhe weg

von FinRay

Ich finde es gut, dass Fred Toplak ganz ehrlich gesagt hat, dass er jetzt nichts mehr unternehmen wird, um die Leute für sich zu mobilisieren, weil sonst die Stimmung kippt. Damit hat er meiner Meinung nach völlig recht. Diese übertriebene Plakatierung der SPD ist sehr bedrängend und das Verhalten der SPD-Leute auch noch penetrant. Letzel hat sich in einigen Punkten besser geschlagen. Das heißt aber nicht, dass Toplak es nicht drauf hat. Selbst, wenn er nicht BM wird, hoffe ich, dass die Hertener Bürger jetzt endlich mal kritisch werden und das System hinterfragen. Es muss nicht alles so bleiben, wie es ist, auch wenn ein wieder ein SPD-BM möglich ist.

01.06.16 15:26

"Der Alex" bringt Herten nicht weiter!

von Westmichel

Der Alex ist ein großer - anscheinend auch fleißiger, lieber - Junge, der offenbar bemüht ist, alles richtig zu machen. „Opa Willi“, „Papa Cay“ und der ältere „Bruder Ulli“ haben den Jüngsten aus der SPD-Familie in die Mitte genommen und sagen ihm: Du schaffst es! Der kann es aber noch nicht! Wer Alex´ Auftritte in der Öffentlichkeit verfolgt merkt, dass beim ihm alles nur eingeübt, einstudiert, kopiert, aber (noch) nicht durch eigene Erkenntnis und Erfahrung erworben ist. Seine im Wahlkampf verkündeten Ziele und fleißig auswendig gelernten Zahlen und Fakten über die Hertener Politik und Verwaltung deuten darauf hin, dass ihm wahrscheinlich die Erwachsenen in seiner Partei und der von dieser dominierten Verwaltung vorgeben, was er sagen muss und wo es „mit ihm als Bürgermeister“ lang gehen soll. Die Hertener SPD will uns einen „Azubi“ als Bürgermeister und Verwaltungschef verkaufen und die Funktionäre im Hintergrund wollen vermutlich nach eigenem Gutdünken die Fäden ziehen. Als Bürgermeister ist Alex (noch) einige Nummern zu klein. Einen solchen SPD-Schwindel haben weder die Hertener Bürgerinnen und Bürger noch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus und den städtischen Betrieben verdient.

01.06.16 17:50

Was hat Toplak zu bieten???

von Mr_Spock

Es ist schon wenig an Argumenten gegen Alex Letzel die Sie da anführen Westmichl. Allein das Alter kann kein Argument sein und auf diese Art und Weise Argumente zu widerlegen, indem man sie durch Spekulationen und nicht belegbare Behauptungen versucht zu entkräften ist schon sehr spärlich. Das Angebot von Herr Toplak ist jedenfalls sehr mager. Zu sagen, die Mitarbeiter im Rathaus wissen was sie tun und da will ich mich auch gar nicht einmischen überzeugt nicht mit Kompetenz. Nach dem Streitgespräch konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehen, dass der frische Wind, den Herr Toplak verspricht eher heiße Luft ist.

01.06.16 21:18

Was Herr Toplak zu bieten hat? Unabhängigkeit von den Genossen

von kurtkarl

und dass er keiner Partei angehört die sich um Lichtjahre von den Bürgern entfernt hat und so man sagt dass überall wo die SPD ihr Unwesen treibt, es rasant bergab geht.

01.06.16 21:11

Einfach: Ideen, Konzepte, Vorstellungen

von tschilp

Das ist es doch, worum es geht: ein Konzept, wo es hingehen soll und wie. Und das haben beide Kandidaten. Die Wahl ist also in erster Linie: welches Konzept gefällt mir besser?

Ich weiß ja nicht, was ihr euch alle vorstellt, was Toplak denn machen soll. Mit dem goldenen Schwert auf weißem Roß ins Rathaus reiten und die "falschen" Mitarbeiter vertreiben? Sich mit der Peitsche hinter die Mitarbeiter stellen? Jeden Verwaltungsvorgang einzeln auf Effizienz prüfen? Alle Vorgänge ändern, verschieben, umstellen?

Was denken die Leute eigentlich, was so ein Bürgermeister ist und tut? Der Vorstandsvorsitzende eines Konzerns geht auch nicht durch alle Büros und schaut, ob die Sekretärinnen fleißig tippen. Der muß sich auch darauf verlassen, dass die Leute wissen, was sie da tun.

Insofern fand ich es auch doof, wie einige Leute immer wieder nachfragten "wie wollen sie das denn erreichen, wie wollen sie das denn erreichen" - hat er doch gesagt. Wollten die Leute hören "und am Dienstag, dem 23. gehe ich um 9:45 zu demunddem und sage dem mach dasunddas?". Also wirklich. Lasst doch mal die Kirche im Dorf, Leute.

Erst die Idee, dann das Konzept und dann erst die Handlung. Dann die Folge, das Ergebnis, die Prüfung. Mehr kann Toplak nicht versprechen und das hat er ja auch nicht. Alles andere wäre unehrlich.

01.06.16 14:41

Ich fand es auch erschreckend,

von nickelback

daß er wenig Hintergrundwissen hat. Sicher hat er nicht mit so einem Wahlergebniss gerechnet. Die Frage ist jetzt: wie schnell könnte er sich die aneignen?

01.06.16 15:57

Ruhig Blut.

von S.K.

Ich fand den (natürlich vorhersehbaren) Vorwurf des Mangels an Hintergrundwissen reichlich unfair. Klar liegen viele Formulare, Vorlagen und Statistiken in den Tiefen des städtischen Web-Archivs verborgen. Die sind da aber mitunter auch nicht so leicht zu finden, wenn man nicht weiß, wo und wie man danach suchen soll.
"Das liegt da alles" ist ein gängiger Angriff der Marke "du bist zu faul zum Suchen" - während man selbst ja weiß, wer es wann wo hingelegt hat oder einfach die Leute hat, die man ganz schnell ansprechen muß, damit die das gesuchte Papier aus dem Aktenkasten fischen. Das ist halt die fachliche Überlegenheit dessen, der den Kram schon seit Jahren macht.

Es ist aber keine Kunst dahinter. Man geht, wenn man es selbst nicht weiß, zu dem, der es wissen muß und sagt "mach mal". Und dann macht der das. Keine Hexerei.
Im Übrigen ist "Hintergrundwissen" auch nicht, 50000 Seiten Ratsvorlagen gelesen zu haben - das ist Fleiß. Das macht kein Mensch, auch die angeblich so klugen Lokalpolitiker haben die ganzen Seiten Papier nicht im Kopf. Aber sie tun immer so.

Deshalb macht es auch keinen Sinn, künstlich Fachwissen zu heucheln, indem man den ganzen Krempel auswendig lernt. In so einer Podiumsdiskussion kommt dann nämlich meist genau dann jemand um die Ecke und fragt etwas spitzfindiges zu genau dieser einen einzigen Seite, die man eben *nicht* gelesen hat. zwinkern

Für den unabhängigen Kandidaten ist daher das ganze Spezialwissen erstmal etwas, was man sich aneignen muß. Für den partigeschulten Verwaltungslehrling gehört es zur Ausbildung. Als Bewertungsgrundlage, wer der bessere BM wäre, taugt das wenig.
Wichtiger sind da schon die Konzepte, der Grundlagenplan.

Da erwarte ich von einem SPD-BM aber keine großen Neuerungen, einfach deshalb, weil er auf der selben alten Linie schwimmt, ja, schwimmen muß.

01.06.16 14:38

Und zuletzt: unfaire Kampagne Marke Rot

von S.K.

Mal abgesehen davon, dass die SPD jetzt jede frei werdende Laterne mit Plakaten behängt, greifen die Genossen auf die letzten Meter jetzt ganz, ganz tief in die Kiste der schmutzigen Tricks. Dabei scheut man auch nicht davor zurück, rechtlich nicht mehr einwandfreie Dinge zu tun:

- gestern höre ich doch, SPD-Anhänger bedrängen Menschen in Altenheimen dazu, Letzel zu wählen. Möglichst schnell und bevor die eigenen Verwandten mit den alten Herrschaften/Damen nochmal darüber in Ruhe diskutieren können
- beim Plakatieren lässt man die Wildsau raus: generell ist es schon immer untersagt, in Kreisverkehren und an Verkehrsschildern zu plakatieren. Wie man an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet sehen kann, ist das den Wahlkämpfern der SPD sch...egal.
- in Anzeigeblättern lässt man als journalistische Artikel getarnte, reine pro-Letzel-"Umfragen" veröffentlichen, die aber so gesetzt wurden, dass sie nicht korrekt als ANZEIGE gekennzeichnet sind.

Mal ehrlich - was soll sowas?
Das beweist doch mal wieder nur, dass "Fairness" kein Begriff der Politik, sondern des Sports ist. Und es stellt der SPD in Herten ein wirklich mieses Zeugnis aus.

01.06.16 19:55

Altenheimen?

von nickelback

Oder meinen Sie Altenheim in seinem anscheinend bevorzugten Stadtteil Langenbochum? Davon hat mir nämlich mein Vater heute auch erzählt.

01.06.16 15:08

Kuchen wird langsam zu teuer.

von nickelback

Daher verteilt man jetzt "frische Brezel " bei der Vestischen.

01.06.16 10:47

Herr Letzel ...

von Bartleby

... Wäre in der Verwaltung sicher genau der richtige. Aber ich sehe das ein wenig wie Herr Toplak. Ein Bürgermeister muss mehr können als Verwalten!

01.06.16 13:41

Ein Bürgermeister

von Ruhri

muss aber auch mehr können als ohne Hintergrundwissen irgendwelche "Ideen" zu entwickeln. Ich bin ja auch sehr dafür, dass verkrustete Strukturen mal aufgemischt werden, aber Herr Toplak scheint mir, nachdem ich diese Diskussion gesehen habe, wenig geeignet. Da hat sich Herr Letzel deutlich besser und informierter dargestellt, trotz seines Alters.

01.06.16 16:13

Methodenwissen ist erlernbar

von S.K.

Es wäre eher erschreckend gewesen, hätte Herr Letzel offene Defizite bezüglich des Hintergrundwissens Lokalpolitik/Verwaltung eklatante Mängel aufgezeigt, hätte das doch die Qualität seiner Ausbildung in Frage gestellt.
Das hat alles nichts mit dem Alter zu tun. Wenn ein Handwerker die Ausbildung abschließt, ist er auch noch keine dreißig Jahre alt und kann dafür Dinge, die ein 60jähriger nicht kann, weil er eben eine andere Ausbildung genossen hat.

Leute lassen sich immer zu leicht von reinem Methoden-/Stoffwissen beeindrucken. Das ist alles nichts, was sich ein wacher Geist nicht selbst aneignen kann. Bei den "Profis" ist das Wissen ja auch nicht vom Himmel gefallen, die mussten das auch lernen. Viele lernen es sehr schnell, vor allem wenn man ein Gespür für Menschen und Strukturen hat. Das traue ich Herrn Toplak zu.

Inwiefern nun aber die Ausbildung entscheidend für die Effizienz eines Bürgermeisters ist und ob ein Sozial-/Politikwissenschaftler wie Hr.Dr.Paetzel oder Hr.Letzel nun besser für die Belange einer Stadt und ihrer Verwaltung ist als ein Elektriker (Marl), Informatiker (Castrop-Rauxel), Wirtschaftsjurist (Oer-Erkenschwick) oder Berufsschullehrer (Gelsenkirchen), lassen wir mal anheim gestellt sein... ich denke, da sollte man sich nicht allzu sehr blenden lassen.

01.06.16 09:01

Er ist ja schon ein paar Jahre

von nickelback

in der Fraktion. Aber da werden sicher Strippenzieher hinter stehen.

01.06.16 08:51

Naja.....

von Sweety1988

Das man mit 29 Jahren solch eine Erfahrung hat bezweifel ich .....

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    31. Mai 2016, 21:19 Uhr
    Aktualisiert:
    1. Juni 2016, 01:16 Uhr
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