Vollalarm für Hertener Feuerwehr: Schreinerei wird Raub der Flammen

HERTEN Offenbar bei Arbeiten eines Dachdeckers ist gestern Mittag eine Schreinerei an der Steverstraße zum großen Teil zerstört worden. 68 Einsatzkräfte aus Herten, Marl und Recklinghausen waren mehr als drei Stunden lang vor Ort. Die Anwohner mussten wegen erhöhter Schadstoff-Konzentrationen in der Luft die Fenster schließen.

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    Der Ostring ist derzeit voll gesperrt. Foto: Danijela Budschun

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    Die Schreinerei an der Steverstraße steht lichterloh in Flammen. Foto: Feuerwehr Recklinghausen

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    Einsatzkräfte von allen Löschzügen der Hertener Feuerwehr sind im Einsatz. Foto: Feuerwehr Recklinghausen

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    Nachdem das Feuer weitgehend gelöscht ist, muss das Dach von innen aufgerissen werden, um die vielen Glutnester finden zu können. Foto: Danijela Budschun

Bei dem ersten Notruf, der um 12.43 Uhr die Feuerwehr erreichte, war von einem Wohnungsbrand die Rede. Die Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr waren noch auf dem Weg zum Gewerbegebiet Langenbochum/Westerholt, als klar wurde, dass eine Schreinerei lichterloh brennt. Da in der Mittagszeit erfahrungsgemäß nicht allzu viele ehrenamtliche Helfer zur Verfügung stehen, wurden sofort alle drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Die Feuerwehr Marl schickte Fahrzeuge mit Atemschutzgeräten sowie für Luftuntersuchungen und Lautsprecherdurchsagen. Aus Recklinghausen kam ein Notarzt.

Letzterer musste zum Glück nicht aktiv werden. „Wir haben zwei Menschen aus dem Gebäude geholt, aber es ist niemand verletzt worden“, sagte Einsatzleiter Stefan Lammering. Neben der Schreinerei wurden auch hochwertige Maschinen stark in Mitleidenschaft gezogen. Feuerwehr und Polizei schätzen den Gesamtschaden auf 220.000 Euro.

Meterhohe Flammen

Zeitweise schlugen die Flammen meterhoch aus dem Dach; eine gewaltige Rauchsäule stand über dem Gewerbegebiet. Der Wind trieb den giftigen und stinkenden Qualm in Richtung Langenbochum. Die Besatzung des Messwagens stellte dort erhöhte Schadstoffwerte fest. Per Lautsprecher wurden die Anwohner aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.



Es war die Dämmung im Dach der Schreinerei, die nicht nur für die Schadstoffe in der Luft sorgte, sondern der Feuerwehr auch einen aufwendigen Einsatz bescherte. Die Dämmung bestand aus Pellets aus PU-Schaum (Polyurethan). „Wenn das einmal brennt, dann aber hartnäckig“, sagte Wachabteilungsleiter Jörg Stier. Und so bildeten sich im Dach der circa 15 mal 20 Meter großen Betriebshalle zahlreiche Glutnester. Um diese finden und löschen zu können, mussten die Einsatzkräfte etwa die Hälfte des Dachs von innen aufreißen.

Brandort beschlagnahmt

Um 16 Uhr rückten die Einsatzkräfte wieder ein. Bis dahin hatten nach und nach acht Trupps mit jeweils zwei Feuerwehrleuten, ausgestattet mit Atemschutzgeräten, gegen die Flammen gekämpft. Sie löschten mit vier C-Rohren und auch mit einem B-Rohr, durch das besonders viel Wasser strömt.

Während des Einsatzes war der Ostring, von dem die Steverstraße abzweigt, gesperrt.

Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt und nimmt nun die Ermittlungen zur Brandursache auf.
5 KOMMENTARE
30.09.16 14:35

@Derfnam

von nickelback

War auf den Kommentar von
Kommissar Rex bezogen der sich beschwert hat,daß bei 10 Freiartikeln im Monat der Bericht nicht schnell genug aktualisiert wurde.

29.09.16 22:06

Immer dieses Gejammere über Freiartikel.

von nickelback

Bestellt euch doch ein Abo. Wenn alles frei lesbar wäre,könnten andere ihres kündigen.Wer bezahlt dann die Redakteure usw?

30.09.16 10:17

@nickel

von Derfnam

Versteh' ich jetzt nicht so ganz....

?

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