Westerholter Straße: 16-Jähriger stirbt nach Messerstich in Notwehr

HERTEN Am Samstagabend (17.12.) ist es vor einem Wohnhaus an der Westerholter Straße zu einem Handgemenge zwischen zwei jugendlichen Brüdern und einem 19-Jährigen gekommen. Die Situation schaukelte sich so sehr hoch, dass der 19-Jährige einem der Brüder mit einem Messer ins Bein stach und diesen tödlich verletzte. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von Notwehr aus.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Recklinghausen und der Staatsanwaltschaft Bochum begegneten sich gegen 21.15 Uhr vor einem Mehrfamilienhaus an der Westerholter Straße zwei 16-jährige Zwillingsbrüder und ein 19-Jähriger sowie dessen Frau. Der 19-Jährige ist serbischer Staatsbürger und wiegt etwa 50 Kilo. Die Brüder sind Deutsche mit türkischer Abstammung. Sie wiegen etwa 160 und 130 Kilo.

Nach Auskunft der Polizei ist die Frau früher schon einmal von den Brüdern bedroht und sexuell beleidigt worden. Seither trägt der 19-Jährige nach eigenen Angaben zum Schutz ein Messer mit sich.

Bei dem Aufeinandertreffen am Samstagabend kam es laut Polizei zunächst zu einem Gespräch, dann zu erneuten Beleidigungen und schließlich zu Handgreiflichkeiten. Letztlich lag der schmächtige 19-Jährige wehrlos unter den schwergewichtigen Brüdern. Er zog das Messer, das er bei sich trug, und stach einem der Brüder in den Oberschenkel. Die Klinge traf eine Schlagader. Der 16-Jährige erlitt einen so starken Blutverlust, dass für ihn jede Hilfe zu spät kam.

Polizei und die Staatsanwaltschaft gehen derzeit von Notwehr aus. Der 19-Jährige habe sich in einer ausweglosen Situation gesehen. Und der Stich ins Bein – und nicht in den Oberkörper – deute darauf hin, dass der 19-Jährige nicht die Absicht hatte, jemanden zu töten. Er wurde am Sonntagnachmittag auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizei war bis zum frühen Sonntagmorgen an der Westerholter Straße im Einsatz. Gegen 2.30 Uhr wurde noch die Feuerwehr hinzugezogen, um den Bereich auszuleuchten.

 



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