Gründung vollzogen: "Engagierte Bürger" sind nun ein Verein

HERTEN Die Kommunalpolitik ihrer Stadt bereitet ihnen Kopfschmerzen, von den politischen Parteien fühlen sie sich nicht vertreten und mit dem Bürgermeister sind sie nicht immer einer Meinung. Dass sich in ihrer Stadt etwas ändern muss, war für die Männer und Frauen, die im Gertrudenau-Café einen Verein gründeten, keine Frage.

  • Sascha Klewitz (l.) ist der Vorsitzende des neu gegründeten Vereins. Zum Vorstand gehören auch Andreas Dünker, Kurt Deipenbrock, Iris Lucas-Chiout, Peter Gerwinat und Detlef Schmidt (v.r.). Foto: H.Stanberger

„Engagierte Bürger für Herten“ – in der Kurzform „EBF-Herten“ – heißt der Verein, dessen Satzung sie verabschiedeten und dessen Vorstand sie gleich danach wählten. „Ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, bildende, fördernde und lokalpolitische Ziele zum Wohle der Stadt Herten und deren Bürger und Bürgerinnen“ will der Verein verfolgen.

Die „Förderung von bürgerlichem Engagement, Völkerverständigung und einer positiven politischen Diskussionskultur“ hat er sich als Vereinszweck in die Satzung geschrieben. Mitglied werden kann grundsätzlich jeder, Voraussetzung ist allerdings das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Mit dieser Bedingung und der Völkerverständigung als einem Vereinszweck sollte es den engagierten Bürgern gelingen, Demokratie- und Fremdenfeinde, Hassprediger und Rassisten fernzuhalten.

In lokalpolitische Entscheidungen einmischen

So einstimmig wie die Satzung angenommen wurde, fiel auch das Votum der Gründungsmitglieder für den ersten Vorsitzenden aus. Sascha Klewitz ist der Mann der ersten Stunde.

Nach eigenem Bekunden will sich der 51-Jährige in lokalpolitische Entscheidungen einmischen, den gewählten Vertretern und dem Bürgermeister klar sagen, was Meinungen und Vorstellungen der Bürger sind. „Ohne Bürgerbeteiligung werden Entscheidungen getroffen, die nachher oft an den Interessen von Bürgern vorbeigehen“, sagt Klewitz. Seine beiden gleichberechtigten Stellvertreter sind Peter Gerwinat und Detlef Schmidt.

Gerwinat verwies auf seine enge Verbundenheit mit Herten: „Ich bin in der Innenstadt groß geworden, kenne da jeden Stein und weine um jedes Haus, das abgerissen und nicht saniert wird.“ Detlef Schmidt will sich „nach langen Jahren des Zusehens mal wieder für Herten engagieren“ und glaubt, dass im kommunalen Bereich noch etwas zu erreichen ist. Als Schatzmeisterin wird Iris Lucas-Chiout ein Auge auf das Vereinsvermögen haben, während Kurt Deipenbrock und Andreas Dünker als Beisitzer die Arbeit des Vorstands unterstützen.
 
Der nächste Stammtisch findet am Mittwoch, 14. März, um 19 Uhr im „Scherlebeck’s“ (Scherlebecker Straße 349) statt.
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