Alt Fousek: Blitzeinschlag setzte offenbar Gaststätte in Brand

HERTEN Die Westerholter Traditionsgaststätte "Alt Fousek" ist am frühen Donnerstagmorgen (31.08.) teilweise abgebrannt. Die gesamte Hertener Feuerwehr wurde alarmiert. Eine Frau musste ins Krankenhaus gebracht werden, der Sachschaden ist enorm. Am Freitagmittag schloss die Kripo ihre Ermittlungen zur Brandursache ab. Am Sonntag musste die Feuerwehr noch einmal ausrücken.

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    Brand in der Gaststätte Alt Fousek: Der Dachstuhl des Anbaus ist nur noch ein Gerippe. Foto: Feuerwehr Herten

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    Brand in der Gaststätte Alt Fousek: Der Anbau liegt in Schutt und Asche, das Hauptgebäude ist weitgehend unversehrt. Foto: Frank Bergmannshoff

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    Brand in der Gaststätte Alt Fousek: Der Anbau liegt in Schutt und Asche, das Hauptgebäude ist weitgehend unversehrt. Foto: Frank Bergmannshoff

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    Brand in der Gaststätte Alt Fousek. Foto: Feuerwehr Herten

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    Brand in der Gaststätte "Alt Fousek": Der Dachstuhl des Anbaus steckt voller Glutnester. Foto: Frank Bergmannshoff Foto: unknown

Gegen 3 Uhr am Donnerstagmorgen brach im Anbau der Gaststätte Alt Fousek an der Ecke Geschwisterstraße/Grünstraße ein Feuer aus. Die Flammen breiteten sich im Biergarten-Bereich und im Erdgeschoss des Gebäudeteils aus, in dem sich auch die Kegelbahn befindet, und griffen dann auf den Dachstuhl über. Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach.


Das Hauptgebäude, in dem sich ein Hotel befindet, wurde evakuiert. Wegen starken Funkenflugs bestand zwischenzeitlich die Gefahr, dass auch Nachbargebäude in Brand geraten können. Diese wurden daher ebenfalls geräumt. In dem Hotel-Anbau standen zudem Gasflaschen, von denen Explosionsgefahr ausging. Insgesamt gut 20 Menschen, darunter auch Kinder, wurden in Sicherheit gebracht. Sie waren vorübergehend in einem Bus der Vestischen untergebracht und konnten einige Stunden später zurück in die Wohnungen und Hotelzimmer.

Eine Frau wurde vom Notarzt behandelt und vom Rettungsdienst ins St.-Elisabeth-Hospital gebracht. Sie hatte, wie Zeugen berichten, wegen der großen Aufregung Kreislaufprobleme.

Die Feuerwehr löschte von mehreren Gebäudeseiten, auch über die Drehleiter. Von dem Anbau blieben nur Schutt und Asche. Das Hauptgebäude der Gaststätte ist weitgehend unversehrt.

Weitere Einsätze wegen Glutnestern

Die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten erst gegen 9.30 Uhr nach mehr als sechs Stunden einrücken. Allerdings rückte die Berufsfeuerwehr am Donnerstag um 10.12 Uhr und um 15.36 Uhr erneut aus, um Glutnester zu löschen, von denen wieder Rauch aufstieg.

Die Hertener Berufsfeuerwehr rückten auch am Sonntag (3.09.) gegen 9.50 Uhr noch einmal zur Gaststätte „Alt Fousek“ aus. In der Dachkonstruktion des Anbaus befinden sich immer noch Glutnester. Diese sind schwer zu löschen, da die Glut zwischen Dachsparren und Querbalken sitzt, die fest aneinander gepresst sind. Die alte Dämmung aus Stroh ist ebenfalls problematisch. Die Feuerwehr legte den kokelnden Bereich frei und löschte die Glut.

Sachschaden schwer abzuschätzen

Die Höhe des Gesamtschadens ist schwer abzuschätzen. In der Brandnacht war zunächst von 500.000 Euro die Rede. Am Donnerstagnachmittag machten sich Brandermittler der Kripo vor Ort einen ersten Eindruck. Sie gingen danach von weniger als 100.000 Euro aus.

Am Freitagmittag wurden die Ermittlungen zur Brandursache abgeschlossen. Die Polizei fand keine Hinweise auf Brandstiftung, alles deutet auf einen Blitzeinschlag hin. Tatsächlich zog am frühen Donnerstagmorgen ein Gewitter von Gelsenkirchen nach Marl, streifte den Hertener Norden.

7 KOMMENTARE
03.09.17 16:24

Falsch

von nickelback

Wenn ein alter Besitzer an einen Neuen übergibt, kann das durch z.B. Änderung der Speisekarte auch eine Neueröffnung sein.

03.09.17 15:23

Doch Du!

von Bindabei

Wenn jemand am 01.11 eröffnen möchte muss doch vorher geschlossen sein! Sonst brauch man nicht eröffnen!

01.09.17 08:20

Hat doch keiner gesagt,

von nickelback

daß Fousek geschlossen hat. Als alter Westerholter kann ich die Beiden schon auseinander halten. zwinkern

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